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Jochen
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« Antworten #1 am: 24. März 2002, 12:29:24 » |
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Aus Zeitgründen nur kurze Antwort: 1. Digitale Camcorder sind teuer, und da wird mit dem Argument gelockt, daß der Käufer zugleich noch eine digitale Standbild-Kamera mit "ordentlicher" Auflösung bekommt - je höher, um so besser (sofern die Bildqualität hält, was die Auflösung verspricht).
2. Bei der digitalen Signalverarbeitung kann es erhebliche Unterschiede geben, etwa bei Rauschunterdrückung oder beim digitalen Bildstabilisator (optischer ist besser: sollte auch bei Standbildaufnahmen wirken, wo der digitale meines Wissens grundsätzlich wirkungslos ist).
3. Entscheidend für die Bildqualität ist allemal die Qualität des Objektivs. Früher bei VHS und Video8 kam es nicht so darauf an, weil die Bildauflösung (ca. 200-250 Linien horizontal) miserabel war. Inzwischen sind angeblich 500 Linien überschritten, da muß schon ein recht ordentliches Objektiv her, um gute Bildqualität zu liefern, und das möglichst bei offener Blende und über den gesamten Brennweitenbereich.
Michael Hager hatte freundlicherweise "mal zwei Testaufnahmen von einem stabilen Stativ mit der D8-Sony TRV 725 oder 730 am Teleende (18x, knapp 1000mm Kleinbild-Äquivalent) gemacht, ca. 1 MPix Auflösung: Die Bildqualität war nicht "berauschend", insbes. zeigten sich erhebliche Farbsäume, die v.a. auf sog. chromatischer Aberration, also unvollständiger Farbkorrektion des Objektivs beruhen. Ich kann nur sagen, daß ich mit einer Olympus E-100, die auch "nur" effektiv 1,4 MPix hat, mit bestimmten Televorsätzen auf ähnliche Brennweite komme, aber dabei sehr viel bessere Standbildqualität erreiche. (Deswegen konnte ich mich auch "bremsen", als ich neulich im "Ausverkauf" eine TRV730 für 799 Euro sah.)
Die Camcorder mit den besseren Objektiven (z.B. Zeiss Sonnar bei Sony, Leica Dicomar bei Panasonic, die teueren größeren Canon-Modelle...) sind "extra-teuer", und das dürfte sich dann in deutlich besserer Bildqualität auswirken. Jochen
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