24. Mai 2012, 09:04:39
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Autor Thema: Aufloesung digitaler Videocameras  (Gelesen 1515 mal)
Anonymous
Gast
« am: 15. März 2002, 13:05:09 »

Hi!
Derzeit toppen sich die Hersteller mit den Pixelzahlen ihrer
Kameras.
Ein Haendler hat mir gesagt, dass sich die Pixel immer nur auf die FOTOS auswirken und nicht so sehr auf die Bewegtbilder, da diese eh nur ca. 600 ( z.B. PC120 hat 530 Zeilen )Zeilen und ca. 800 Punkte haben. Von mehr Pixeln haette man also nichts ausser vielleicht bei SONY, die ihre digitale Verwackelautomaitik damit betreiben.
Wenn das so ist, welchen Grund gibt es dann einen digitalen Camcorder zu kaufen? Warum sehen Spielfilme in Fernsehn "Schaerfer" aus als Videobilder?
Wenn das nicht so ist: Wie entstehen dann unterschiedliche "Bildqualitaeten" in den Testberichten?
Wie wirken sich die vielen Pixel auf die Videobilder aus.
Gruss
Ansgar
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Jochen
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Beiträge: 23


« Antworten #1 am: 24. März 2002, 12:29:24 »

Aus Zeitgründen nur kurze Antwort:
1. Digitale Camcorder sind teuer, und da wird mit dem Argument gelockt, daß der Käufer zugleich noch eine digitale Standbild-Kamera mit "ordentlicher" Auflösung bekommt - je höher, um so besser (sofern die Bildqualität hält, was die Auflösung verspricht).

2. Bei der digitalen Signalverarbeitung kann es erhebliche Unterschiede geben, etwa bei Rauschunterdrückung oder beim digitalen Bildstabilisator (optischer ist besser: sollte auch bei Standbildaufnahmen wirken, wo der digitale meines Wissens grundsätzlich wirkungslos ist).

3. Entscheidend für die Bildqualität ist allemal die Qualität des Objektivs. Früher bei VHS und Video8 kam es nicht so darauf an, weil die Bildauflösung (ca. 200-250 Linien horizontal) miserabel war. Inzwischen sind angeblich 500 Linien überschritten, da muß schon ein recht ordentliches Objektiv her, um gute Bildqualität zu liefern, und das möglichst bei offener Blende und über den gesamten Brennweitenbereich.

Michael Hager hatte freundlicherweise "mal zwei Testaufnahmen von einem stabilen Stativ mit der D8-Sony TRV 725 oder 730 am Teleende (18x, knapp 1000mm Kleinbild-Äquivalent) gemacht, ca. 1 MPix Auflösung: Die Bildqualität war nicht "berauschend", insbes. zeigten sich erhebliche Farbsäume, die v.a. auf sog. chromatischer Aberration, also unvollständiger Farbkorrektion des Objektivs beruhen. Ich kann nur sagen, daß ich mit einer Olympus E-100, die auch "nur" effektiv 1,4 MPix hat, mit bestimmten Televorsätzen auf ähnliche Brennweite komme, aber dabei sehr viel bessere Standbildqualität erreiche. (Deswegen konnte ich mich auch "bremsen", als ich neulich im "Ausverkauf" eine TRV730 für 799 Euro sah.)

Die Camcorder mit den besseren Objektiven (z.B. Zeiss Sonnar bei Sony, Leica Dicomar bei Panasonic, die teueren größeren Canon-Modelle...) sind "extra-teuer", und das dürfte sich dann in deutlich besserer Bildqualität auswirken.
Jochen
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Hannes H.
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« Antworten #2 am: 24. März 2002, 14:13:25 »

"welchen Grund gibt es dann einen digitalen Camcorder zu kaufen?"
Hallo,
denke mal, wer vor hat, "ernsthaft" seine Videos zu bearbeiten, mag mit einer digitalen Kamera besser fahren. Denn digitale Videoschnitt-Karten sind günstiger zu haben als analoge; das Signal liegt ja auch schon in digitaler Form vor, so daß die aufwendige Verarbeitung entfällt. Wenn man allerdings, wie ich, nur seine Urlaubsvideos auf einem (hoffentlich) haltbarerem Medium als Magnetband speichern will, kann man das ganz ausgezeichnet mit einer TV-Karte mit S-Videoeingang und einer analogen Kamera (in meinem Fall Hi-8) tun. Als schönen "Nebeneffekt" hat man die Möglichkeit, sehr einfach eine Video-CD zu erstellen und sich seine Werke auf dem DVD-Player anzusehen.
Gruß Hannes
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