Hartmut
keine Tüte mehr ...
 
Beiträge: 6
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« am: 31. Oktober 2001, 13:23:14 » |
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Hallo,
ich habe als Kind einmal einen Fotolehrgang besucht. Dabei habe ich nie den Unterschied zwischen Schärfentiefe (ist schon klar) und Tiefenschärfe verstanden. Der "Lehrer" hat ständig versucht das als zwei verschiedene Werte zu vermitteln. Heute, nach vielen Jahren des Vergessens, und nachdem ich mich selbst mit der Photografie beschäftige, frage ich mich wieder: was wollte er damals sagen ? In keiner von mir konsumierten Literatur existiert der Ausdruck Tiefenschärfe. Gab es den Ausdruck jemals, und für was ? :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:
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michael Hager
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« Antworten #1 am: 31. Oktober 2001, 13:52:17 » |
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Hi, eigentlich ganz einfach: Schärfentiefe bezeichnet die Tiefe der Schärfe, d.h. den Bereich eines Bildes, der gerade noch als Scharf erkennbar ist. (siehe hierzu auch unser http://www.foto-erhardt.de/objektive_faq.htm) Tiefenschärfe hingegen ist die Schärfe der Tiefe - da es so etwas IMHO wohl nicht gibt ein zusammengesetztes Wort, das keinerlei Sinn macht.
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Rainer Hey
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« Antworten #2 am: 31. Oktober 2001, 15:15:06 » |
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an Michael: der Link zum Lexikon wird nicht als solcher dargestellt. Ein Bug in der Software?
Zum Thema: als ich meine zweite Kamera geschenkt bekam (Anno 1962, es war eine Agfa Isoly III) sagte man Tiefenschärfe, heutzutage heißt es richtigerweise Schärfentiefe. Ich habe allerdings iregndwo gelesen, daß man mit Schärfentiefe den motivseitigen Schärferaum (wie Michael schreibt) und mit Tiefenschärfe den filmseitigen Schärferaum bezeichnet. Dies ist ein Thema, wenn es um Abweichungen von der Planlage des Filmes in der KAmera geht. Mit anderen Worten: um wieviel Bruchteile eines mm darf die Filmoberfläche von der exakten Planlage abweichen, ohne daß man die Unschärfe "erkennt".
Die Anführungszeichen deswegen, weil die Schärfentiefe/Tiefenschärfe immer davon abhängt, wie man den Zerstreuungskreisdurchmesser festlegt; von diesem subjektiv festzulegenden Maß hängt nämlich alles ab.
Gruß
Rainer
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Kay
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« Antworten #3 am: 31. Oktober 2001, 23:28:53 » |
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kein bug, michael hat lediglich nach dem einleitenden "a" das ">" vergessen ;-)
gruss - kay
(gut, dass es die "edit"-funktion gibt, gell?)
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Gruß - Kay
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michael Hager
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« Antworten #4 am: 31. Oktober 2001, 23:32:57 » |
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Nöh, ich hatte vergessen, das html hier nicht geht :-) und das URLs automatisch umgesetzt werden! nu aber ... Upps, Thema: in meiner Lehre wurde von den "älteren" auch noch Tiefenschärfe gesagt, damals gab es auch in diversen Fachzeitschriften Diskussionen über den "richtigen" Begriff.
Hab mir gerade mal eine Prüfungsfrage herausgesucht: Was ist Schärfentiefe? Die Schärfentiefe ist die Fähigkeit eines Objektives, mit Hilfe der Blende verschieden weit entfernte Gegenstände gleichzeitig scharf abzubilden.
In einem Handbuch "Lexikon der Fotografie" steht unter Tiefenschärfe: Tiefenschärfe -> Schärfentiefe :-)
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Weber
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« Antworten #5 am: 01. November 2001, 12:29:51 » |
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Hallo, bei der Betrachtung synonymer Begriffe, hier am Literaten Stammtisch, :prost: sollte natürlich auch der Hinweis nicht fehlen, daß es auch ähnlich klingende Worte gibt die nicht ein und die selbe Bedeutung haben wie z.B.:
Schifferklavier und Scheibenkleister Ankündigung und Änderungskündigung Auswurf und Rauswurf Andechs und Anthrax Anmachen und Abmahnung Forum und Ohrwurm Diakonisches Werk und Diabolischer Zwerg usw, usf,....
Have Fun !!! Grüße, Weber
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tillbraven
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« Antworten #6 am: 08. März 2002, 22:33:49 » |
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Soweit ich weiß, und da ist auch der "Brockhaus" meiner Meinung, ist "Tiefenschärfe" nur ein veralteter Ausdruck für das, was wir heute als "Schärfentiefe" bezeichnen. Den Wink mit der objekt- bzw. bildseitigen Schärfentiefe fand ich interessant, habe aber zuvor noch nie so etwas in der Literatur gelesen. In fotografischen Sachbüchern der ehemaligen DDR wurde der Begriff "Tiefenschärfe" nach meinen Erfahrungen übrigens länger verwendet, als in westdeutscher Literatur. Im Prinzip ist "Tiefenschärfe" heute aber ausgestorben, weil "Schärfentiefe" letztlich genauer umschreibt, was gemeint ist.
Ciao Till
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Der liebste Freund des Fotografen ist der Papierkorb...
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