24. Mai 2012, 06:18:29
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Autor Thema: Autos fotografieren  (Gelesen 1116 mal)
Anonymous
Gast
« am: 22. Juni 2002, 08:01:48 »

Hallo,
ich bin passionierter Autobastler und knipse daher regelmässig eins meiner Autos. Da ich aber relativ einseitig talentiert bin, strebe ich mal einen Erfahrungsaustausch an.

Eins meiner aktuellen Polopics poste ich mal:
http://www.troisdorf-jets.de/pics/polo.jpg

Folgende Tips habe ich mir zusammengereimt:

1. Jedes Auto hat natürlich, wie eigentliche alles, seine Schokoseiten. überlegt genau, wo euer Auto seine Stärken hat.

2. Dass ein Auto sauber und poliert am schönsten wirkt ist klar.

3. Nur bei heiterem Himmel knipsen - der Lack strahlt viel schöner. (mgl. bei jeder Farbe anders?)

4. Schaun, dass sich nicht die Sonne irgendwo spiegelt, ich bevorzuge Licht von Rechts oder Links hinten, also 45 Grad von hinten.

5. Das Auto ins Gras fahren - damit wirkt das Fahrzeugs tiefer - tiefere Autos sehen sportlicher aus.

6.  Hintergrund - naja, nicht auf irgendeinem Parkplatz.  Entweder mit schönem Hintergrund (natur) oder halt  als Kontrast zB eine hässlich-betonierte Fläche.


Postet doch mal eure Auto-Pics, unabhängig ob Porsche oder Trabbi (jedes Auto hat seine Reize) und eure Erfahrungen und Tips.

Gruss, Matze
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Rainer Hey
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« Antworten #1 am: 23. Juni 2002, 12:07:56 »

Hallo Matze,

in einen Autofotocontest will ich nicht einsteigen, weil mich Autos zu wenig interessieren (über Motorräder oder Katzen können wir reden). Trotzdem hätte ich den ein oder anderen Tip (subjektiv natürlich) auf Lager:

zu 1.

Volle Zustimmung. Die größten Fehler werden allerdings meistens schon vor dem Fotografieren gemacht, indem man mit Zubehörteilen aus dem Katalog mit der spärlich bekleideten Dame auf dem Titelblatt dem Auto Eigenschaften andichtet, die es einfach nicht hat.

zu 2: kommt darauf an. Ich kann mir auf einem Geländewagen gut einige Portionen Schlamm und Staub vorstellen. Entscheidend ist, welche Eigenschaften des Autos (Geländegängigkeit, Bequemlichkeit, Geschwindigkeit) betont werden sollen.

zu 3: kommt auch darauf an. Ich könnte mir ein Foto vorstellen, das eine Motorhaube voller Regentropfen zeigt, in der sich ein Gewitterhimmel wiederspiegelt. Das Licht muß stimmen; versuche mal morgens kurz vor oder kurz nach Sonnenaufgang zu fotografieren.

zu 4: dazu fällt mir im Augenblick nichts ein.

zu 5: Ob hohes Gras die Sportlichkeit eines Autos (tieferlegen soll ja suggerieren, daß mam sportlich fährt, was auch immer das sein mag) unterstreicht, möchte ich bezweifeln. Dein Bild erinnert mich eher an ein Auto, das sich mangels Bodenfreiheit im freien Gelände festgefahren hat.

zu 6: im Prinzip richtig. Aber Natur alleine macht es nicht. Der Hintergrund sollte entweder eine schöne Landschaft (dann mit viel Schärfentiefe) sein oder ruhige Strukturen zeigen. Zäune, einzelne Bäume und Holzschuppen sind nicht so sinnvoll. Mit einer knappen Schärfentiefe (Blende öffnen) erreichst Du, dasß der Hintergrund unscharf wird.

Es gibt zum Thema "Autos fotografieren" jede Menge kostenloses Infomaterial. Klappere die Autohändler ab und decke Dich mit Prospekten ein. Die Profis der Werbeagenturen wissen genau, welche Seite die Schokoladenseite des jeweiligen Modells sind und wie man durch passende Umgebung und passende Accessoirs die Eigenschaften hervorhebt. Treffe eine Auswahl von Bildern, die Dir am besten gefallen und überlege, was Du davon übernehmen kannst.

Gruß

Rainer





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Kay
Administrator
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Beiträge: 725



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« Antworten #2 am: 30. Juni 2002, 23:12:21 »

Hi Matze, hi Rainer,

zu dem Polofoto (weiss noch jemandem ein Wort mit 4 "o" ? Zwinkernd ) fallen mir dann noch drei Dinge ein (Rainer hat ja schon einiges dazu gesagt, dem ich mich nahtlos anschliesse):

- ich würde unbedingt einen Polfilter einsetzen und die rechte Seitenscheibe schliessen, ersteres, weil die Reflexe in den Glasflächen störend sind (insbesondere in der Windschutzscheibe), letzteres, weil das fast so aussieht, als würde da eine Scheibe fehlen - und wem gefällt schon ein kaputtes Auto?

- der Polfilter könnte auch bei dem zweiten Punkt helfen: die "Augen" des Fahrzeugs wirken wie blind; völlig konturlose Scheinwerfer stören den Gesamteindruck erheblich

- die Kameraposition ist zu hoch: ein Fahrzeug wirkt umso besser, je mehr man sich der Augenhöhe des Fahrers nähert; vermutlich liegt das daran, dass wir es gewohnt sind, ein Auto am ehesten aus dem eigenen Auto heraus anzusehen.

Gruss - Kay


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Gruß - Kay
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