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Autor Thema: Nikon D5000  (Gelesen 1037 mal)
dine75
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« am: 26. Oktober 2009, 16:24:54 »

Hallo liebe Foren-User,
ich möchte mir jetzt endlich meine erste digitale Spiegelreflexkamera zulegen. Habe auch schon eine sehr gute Beratung im Geschäft bekommen und liebäugeln seitdem mit der Nikon D5000. Was haltet ihr von der Kamera?
Die Kamera soll auch Fotos vom Reiten scharf rausbringen, wenn sich das Pferd in der Bewegung befindet. In einer eher dunklen Reithalle ist das sicherlich immer problematisch, aber auf dem Außenplatz sollten die Aufnahmen auf jeden Fall scharf sein.
Als Standard-Objektiv hatten wir an ein Tamron 18-200 in Betracht gezogen zu dieser Kamera, allerdings ohne Bildstabilisierung. Die sind ja deutlich günstiger als mit! Oder laufe ich dann Gefahr ohne Stativ keine scharfen Bilder machen zu können?

Vielen Dank für Eure Antworten.
Viele Grüße, Dine
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Rainer Hey
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« Antworten #1 am: 26. Oktober 2009, 17:43:19 »

Hallo Dine,

wenn du Videofunktionen und den schwenkbaren Monitor brauchst, machst du mit der D5000 nichts verkehrt. Anderenfalls könnt man evtl. an den Gehäusekosten sparen und die D3000 nehmen.

Ein schnelles Pferd in Bewegung zu fotografieren ist keine Anfängerübung. Du brauchst kurze Belichtungszeiten und solltest dich deshalb mit den Einstellungen der Kamera beschäftigen. Die Vollautomatik ist nicht geeignet, besser ist die Zeitvorwahl, evtl. noch Blendenvorwahl. Die besten Bilder bekommt man, wenn man die Kamera mit der Bewegung des Tieres mitzieht. Anspruchsvoll Hobbyreiter achten dann noch auf den richtigen Moment, d.h. die Stellung der Beine. Aber davon verstehe ich nichts  das fragst du am besten in einem Pferdeforum.

www.fotolehrgang.de hilft, die Zusammenhänge von Blende, Belichtungszeit, ISO-Wert und Brennweite zu verstehen. Die Lektüre der Anleitung ist ebenfalls Pflicht.

Zum Objektiv: mein Wunschkandidat wäre es nicht. Auf den VR kann man zwar verzichten, weil man sowieso kurze Belichtungszeiten braucht, um die Bewegung einzufrieren; dass diese Zeiten auch verwacklungssicher sind, ist der Nebeneffekt. Deshalb ist ein Stativ in diesem Fall auch kein Muss. Aber genau das ist der Haken - Lichtstärke 6,3 am langen Ende ist wirklich schlecht. Da die optische Leistung dieser Objektive mit großem Brennweitenbereich nicht besonders gut ist, würde ich diesen auf zwei Objektive aufteilen. Außerdem kommt es auf einen schnellen Autofokus an und ich bin nicht sicher, ob das Tamron 18-200 beim Reitsport mithalten kann. Ich kann mir vorstellen, dass du mit der Kombi 18-55 und 55-200 (beide von Nikon) (Lichtstärke 5,6) besser bedient bist. Besser wäre ein Objektiv mit Lichtstärke 4 und 200 mm Endbrennweite; das vermisse ich allerdings bei Nikon (ich fotografiere mit Canon). Das 2,8/70-200 dürfte sicher zu teuer sein.

Gruß

Rainer
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dine75
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« Antworten #2 am: 27. Oktober 2009, 10:35:38 »

Hallo Rainer,

danke für die schnelle Antwort? Meintest du dieses Objektiv von Nikon 55-200 mm AF-S DX VR 4.5.6 G IF-ED ? Das ist ja erstaunlich günstig für ein Objektiv mit VR!
Funktioniert mit dem Objektiv auch der Liveview + AF? Mein Freund soll die Kamera im Urlaub auch mal bedienen können, der will aber wirklich nur auf den Auslöser drücken müssen. Bei einer Beratung hat man mir von einem Objektiv mal auch diesem Grund abgeraten, weil damit der AF nicht zusammen funktionierte.

Das 2.8 70-300 ist mir in der Tat als Amateur zu teuer:-(

Wegen Beinstellung der Pferde kann ich mich auch selber ganz gut fragen Zwinkernd Reite seit ca. 25 Jahren aktiv und habe auch schon gute Fotos gemacht; aber dafür musste man in der Bewegung schon strahlenden Sonneschein haben und selbst dann war es in der Bewegung häufiger nicht scharf.

Viele Grüße, Nadine
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Rainer Hey
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« Antworten #3 am: 27. Oktober 2009, 10:54:25 »

Funktioniert mit dem Objektiv auch der Liveview + AF?

Ich wüßte nicht, was dagegen spricht. Allerdings ist das kein Grund dafür:

Zitat
Mein Freund soll die Kamera im Urlaub auch mal bedienen können, der will aber wirklich nur auf den Auslöser drücken müssen.

denn der LiveView-Modus ist nur sinnvoll in speziellen Situationen, wenn sich das Motiv nicht bewegt und die Kamera auf dem Stativ steht. Der Autofokus ist in diesem Modus nämlich grottenlangsam (*). Du wirst deinen Freund dazu bringen müssen, den Sucher zu benutzen; das tut nicht weh und wenn er vorurteilslos an die Sache herangeht, wird er bald nichts anderes mehr haben wollen. Er kann ja trotzdem die Vollautomatik verwenden. Die Methode, eine Kamera mit ausgestreckten Armen zu halten, hat doch etwas komisches an sich (erinnert mich immer an unsere langhaarigen Verwandten) und fördert das Verwackeln.

Zitat
Bei einer Beratung hat man mir von einem Objektiv mal auch diesem Grund abgeraten, weil damit der AF nicht zusammen funktionierte.

Ich vermute, dass du etwas falsch verstanden hast oder der Verkäufer hat dich schlecht beraten. Die D5000 hat anders als die "größeren" Modelle ab der D90 aufwärts keinen eigenen Autofokus-Motor. Deshalb funktioniert der AF nur mit den AF-S-Objektiven, denn diese haben einen integrierten AF-Antrieb. Manche älteren Nikon-Konstruktionen und Fremdobjektive haben keinen integrierten AF-Motor sind deshalb nur ohne Autofokus an der D5000 einsetzbar - unabhängig vom LiveView.

Gruß

Rainer

(*) das hat damit zu tun, dass wegen des hochgeklappten Spiegels der normale AF-Sensor nicht die Steuerung übernehmen kann. Die Kamera ist auf die Auswertung des Bildsignals angewiesen (Kontrast-AF) und das dauert vergleichsweise lange. Sony verwendet eine andere Technik und kann deshalb mit einem schnellen LiveView-AF-aufwarten, hat dafür den Nachteil eines sehr kleinen Suchers (Tunnelblick). Mein Ding wäre das nicht.
« Letzte Änderung: 27. Oktober 2009, 11:15:03 von Rainer Hey » Gespeichert
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