volker1930
keine Tüte mehr ...
 
Beiträge: 19
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« am: 28. Juli 2006, 04:50:41 » |
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Hallo,
da ich neu hier bin, möchte mich kurz vorstellen: Ich heiße Volker, bin Rentner und komme aus Berlin.
Eine Canon EOS 1000 mit EF 35-80, EF 50 1:1,8 und EF 75 - 300 hat mir bisher im Hobbybereich (Reisen, private Anlässe) stets gute Dienste geleistet.
Ein Freund bat mich, seine Hochzeit fotografisch zu begleiten. Von den 3x36 Aufnahmen sind ca. 1/3 unbrauchbar. Ab Mitte des 2. Filmes haben die Bilder (Blitz und Tageslicht) waagerechte dunkle Bereiche.
Die Untersuchung der Kamera ergab folgendes: Auf dem Lamellenverschluß ist filmseitig eine honigartig klebende schwarze Masse im linken Drittel von oben nach unten, die den Verschlußmechanismus behindert. Ich habe diese klebrige Masse mit Wattestäbchen und Benzin entfernt, auch zwischen den Lamellen im Überlappungsbereich, aber bei jeder Verschlußbetätigung kommt neues Zeug auf die Lamellen, als ob sich die Lamellen wie von einem Stempelkissen beim Öffnen neues "Zeug" holen.
Da eine professionelle Reinigung in einer Fachwerkstatt sicherlich den Wert einer "Digital-Knipse" erreicht, will ich es selbst versuchen. Bei **** stehen Bodys des Typs für 20E ein und bevor ich die Kamera entsorge, will ich es selbst versuchen.
Frage: Kann mir jemand erklären, wie ich den Verschlußmechanismus demontieren und reinigen kann? Ich stelle es mir so vor, daß der komplette Verschluß als Einheit demontierbar ist, die Stelle, wo sich die Lamellen immer wieder neu "bekleckern" reinige und die Einheit wieder montiere. Ich finde nur keine Möglichkeit, diese Verschlußeinheit zu demontieren, die Bodenplatte mit den 6 Schrauben habe ich schon entfernt, das darunter liegende Blech auch, nur komme ich damit nicht an die Ursache.
Zusatzfrage: Wenn ich einen Digital-Body kaufe, kann ich dann meine Objektive, besonders das Tele-Zoom, weiter verwenden oder was ist dort anders (mechanisch, optisch)?
Danke für den Gehirnschmalz, vielleicht kann ich mit eurer Hilfe die Kamera retten.
Gruß Volker
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Rainer Hey
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« Antworten #1 am: 28. Juli 2006, 09:11:00 » |
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Hallo Volker, willkommen im Foto-Erhardt-Forum. Das Problem mit dem Verschluß bei alternden EOSsen ist bekannt und ich glaube, daß ich auch irgendwo schon eine Art Reparaturanleitung gesehen habe. Es kann aber etwas dauern, bis ich die wieder finde. Du kannst da schon mal selber aktiv werden und in dieser Linksammlung suchen: http://home.arcor.de/keinath/Selbstbau/selbstbau_&_modifikationen.htmDeine Objektive kannst Du auch an digitalen EOS-Gehäusen weiter verwenden. Wegen des kleineren Sensors fehlt Dir aber der Weitwinkelbereich, weshalb es empfehlenswert ist, das Setobjektiv (EF-S 18-55) mitzuerwerben (Aufpreis ca. 50 Euro). Dieser Effekt (Cropfaktor genannt, bei Canon 1,6) hat aber auch zur Folge, daß Dein Telezoom an einer EOS 350D z.B. die gleiche Wirkung hat wie ein 120-480 mm-Zoom an der analogen EOS. Der Volksmund spricht deshalb auch von Brennweitenverlängerung, obwohl sich an der physikalischen Brennweite des Objektivs natürlich nichts ändert. Bildwinkelverkleinerung wäre der korrekte Ausdruck. Gruß Rainer
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volker1930
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Beiträge: 19
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« Antworten #2 am: 28. Juli 2006, 09:48:25 » |
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Hallo Rainer, DANKE zuerst für die schnelle Antwort. Deinen Link habe ich "geflöht". Wenn Du http://photonotes.org/articles/oily-shutter/ meinst, den hab ich gefunden - leider in englisch. Werde mal meinen Sohn fragen, ob er mir helfen kann. Offensichtlich ist mein Fehler eine grundlegende Macke, so daß es wenig helfen wird, selbst für 20E bei e*** zu ersteigern. Da bin ich wohl in einiger Zeit wieder bei dem Thema. Die Erklärung zur Weiterverwendung meiner Objektive ist sehr hilfreich. Ich werde mal darüber nachdenken, mir ein neues Gehäuse (...D) zuzulegen, muß halt das allmorgendliche Pfund Kaviar einige Zeit aussetzen  . Gruß Volker
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senderlisteffm
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« Antworten #3 am: 28. Juli 2006, 09:51:38 » |
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Ich habe diese klebrige Masse mit Wattestäbchen und Benzin entfernt,
Also wenn ich ehrlich bin, sei heilfroh, daß der Polycarbonatverschluß überhaupt 15 Jahre durchgehalten hat. Ich kenne einen Haufen Leute, die solche Kameras hatten, aber keine davon funktioniert heute noch. Und spätestens, dachdem Du dieses empfindliche Teil mit einem Wattestäbchen traktiert hast, dürfte es mit großer Wahrscheinlichkeit wirklich ruiniert sein. Und bei den Preisen, die heute für Analoggehäuse bei 3-2-1-meins noch erzielt werden. Bringe das Teil zur nächsten Elektronikschrott-Annahmestelle Deiner Komune oder Stadt. Kann mir jemand erklären, wie ich den Verschlußmechanismus demontieren und reinigen kann?
Ich kenne auch keinen Fall, wo Canon selbst die Kamera (1000er und 5000er) repariert hätte. Vielleicht hat Rainer andere Erfahrungen. Egal was kaputt war, die wurden gleich gegen eine neue ausgetauscht.
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Rainer Hey
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« Antworten #4 am: 28. Juli 2006, 10:08:48 » |
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Inzwischen habe ich ein wenig recherchiert, aber nur Hinweise zur Reinigung des Verschlusses ohne Demontage gefunden.
Tip: Google Gruppensuche (sucht im Archiv des Usenet) und "EOS Lamellen" oder "EOS verschluss" oder ähnlich in die Suchmaske eingeben.
Die defekte 1000D aber bitte nicht entsorgen. Es gibt etliche Hobbybastler, die nach dem Bajonett und anderen Teilen suchen.
Gruß
Rainer
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volker1930
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Beiträge: 19
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« Antworten #5 am: 11. Juli 2009, 12:31:55 » |
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Hallo,
ich muß diesen alten Beitrag nochmal aufwärmen, da meine Frage inhaltlich dazu paßt:
Ist diese "Canon-Krankheit", daß der Verschluß versteift/verklebt, bei den Digitalen beseitigt?
Ich stehe vor der Entscheidung zu einer DSLR. Da ich die Objektive der alten EOS 1000 weiter nutzen möchte, käme wieder eine Canon EOS 1000D in Frage. Wenn ich aber in einigen Jahren wieder vor dem Verschluß-Problem stehe, ist wohl ein Hersteller-Wechsel angebrachter.
Gruß Volker
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Rainer Hey
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« Antworten #6 am: 11. Juli 2009, 16:47:41 » |
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Hallo Volker,
die digitalen Gehäuse haben das Problem offensichtlich nicht. Denn in den Markenforen wird nichts derartiges berichtet. Sicher gibt es vereinzelt Ausfälle, wie auch bei anderen Herstellern, aber das sind Einzelfälle.
Im digitalen Zeitalter gibt es aber ein anderes gelagertes Problem: jeder Verschluss ist auf eine bestimmte Lebensdauer ausgelegt (Anzahl der Auslösungen). Während in analogen Zeiten ein Amateurgehäuse selten mehr als 10 Filme pro Jahr (360 Aufnahmen) verkraften mußte, ist es heute nicht selten, dass 10.000 Aufnahmen pro Jahr gemacht werden. D.h. in fünf Jahren ist zwar nicht der Verschluss verklebt, sondern schlicht und einfach verbraucht. Ich geh dabei von einer Lebensdauer von 50.000 Auslösungen aus. Genaue Zahlen geben die Hersteller nicht bekannt.
Angesichts deiner Pläne sei noch erwähnt, dass nicht jedes ältere Objektiv es wert ist, sich an Canon zu zu binden. Bei Fremdobjektiven (Sigma) gibt es sogar Inkompatibilitäten. Wenn du schreibst, welche Objektive du hast (genaue Bezeichnung), kann ich mehr dazu sagen.
Gruß
Rainer
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volker1930
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Beiträge: 19
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« Antworten #7 am: 11. Juli 2009, 17:51:33 » |
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Hallo Rainer,
danke für die Erläuterungen. Die Objektive sind die aus dem Startbeitrag: 1. EF 35-80 mm 1:4-5,6 2. EF 50 mm 1:1,8 3. EF 75-300 mm 1:4-5,6
Alle drei sind Canon.
Gruß Volker
PS: Der defekte EOS 1000 Analog-Body wäre für's Porto (4 E bei Hermes) noch zu haben.
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« Letzte Änderung: 11. Juli 2009, 17:53:58 von volker1930 »
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Rainer Hey
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« Antworten #8 am: 11. Juli 2009, 19:42:06 » |
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OK, den ersten Beitrag hatte ich bereits aus den Augen verloren.
Das 35-80 taugt nichts; das 1,8/50 ist gut, das 75-300 so la la. Ab 200 mm wird es flau.
Du solltest dann das Gehäuse auf jeden Fall mit dem Kitobjektiv (18-55) kaufen (am besten in der IS-Version, die ist optisch besser) oder mit dem 17-85 IS.
Gruß
Rainer
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