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Autor Thema: 18-200mm sinnvoll?  (Gelesen 1820 mal)
Hamstar
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« am: 13. Juli 2009, 17:49:03 »

Hallo liebe Leute,

ich bin ein blutiger Anfänger im Bereich der digitalen Fotografie, möchte dies aber (auch durch learning-by-doing) ändern.
Ich möchte mir eine digitale Spiegelreflexkamera zulegen, nur ist leider mein Budget begrenzt. Bisher habe ich mich in die Canon EOS 450 D verkuckt.
Nun benötige ich noch ein (meinen recht geringen Anforderungen entsprechendes) Objektiv. Dabei ist mir das Tamron 18-200mm aufgefallen. Der fast 12-fache Zoom hört sich natürlich erst einmal gut an. Jedoch frage ich mich, ob ein so großer Brennweitenbereich überhaupt Sinn macht. Leidet darunter nich evt. die Qualität der Bilder?
Außerdem konnte ich hier Tamron 18-200 für Canon nicht herauslesen, ob dieses Obkektiv überhaupt einen eingebauten Bildstabilisator beinhaltet.
Und noch eine Frage: was bringt mir ein UV-Filter?

Ich hoffe ihr könnt mir ein paar gute Tipps geben.

Viele Grüße, Robert


P.S.: Kamera und Objetiv zusammen sollen nicht über 700 Euro hinausgehen.
« Letzte Änderung: 05. Juni 2011, 09:17:44 von michael Hager » Gespeichert
Rainer Hey
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« Antworten #1 am: 13. Juli 2009, 21:55:02 »

Hallo Robert,

dein Gefühl trügt nicht: ein Alleskönner wie ein Superzoom-Objektiv kann zwar alles, aber nichts richtig.

Einen Bildstabilisator hat das verlinkte Objektiv nicht (wird bei Tamron mit VC = V ibration C ontrol abgekürzt); das ist bei dem Preis auch nicht drin. Und du kannst sicher sein: wenn es einen hätte, würde der Hersteller ganz laut Reklame damit machen Grinsend

Ich würde die 450D zunächst mit dem Kitobjektiv 18-55 mit IS (Bildstabilisator) kaufen, um damit erste Erfahrungen zu machen. Nach einiger Zeit erkennst du selber, in welche Richtung du Ergänzungsbedarf hast: mehr Tele, mehr Weitwinkel, mehr Lichtstärke - das sind die Faktoren.

Der Vorteil einer DSLR ist ja gerade, nicht mit einem Objektiv auskommen zu müssen.

Sicher gibt es Situationen, wo es auf jedes Gramm Ausrüstungsgewicht ankommt. Dann kann man über ein solches Objektiv nachdenken. Empfehelnswert wäre dann aber eher das Tamron 18-270 mit Bildstabilisator. Man sollte aber mit den Nachteilen (geringe Lichtstärke, langsamer Autofokus, Verzeichnung, Farbsäume) leben können. Konkrete Infos findest in Reviews wie

http://www.dpreview.com/lensreviews/tamron_18-270_3p5-6p3_vc_n15/

http://www.photozone.de/canon-eos/412-tamron_18270_3563vc_canon

Ein UV-Filter bringt dir um günstigen Fall nur ein Minus auf deinem Konto, im ungünstigen Fall unerwünschte Flares bei Gegenlicht. Zum Schutz der Linse ist die Streulichtblende, auf die man nie verzichten sollte, besser geeignet.

Ausnahme: extreme Situationen wie z.B. Salzwassergischt, wobei man dort nicht nur die Frontlinse, sondern das ganze Objektiv und die Kamera schützen sollte. Die Frontlinse ist das am wenigsten empfindliche Teil.

Gruß

Rainer
« Letzte Änderung: 13. Juli 2009, 22:01:01 von Rainer Hey » Gespeichert
Hamstar
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« Antworten #2 am: 13. Juli 2009, 22:26:34 »

okay, danke für die antwort. ich habe auch noch mal ein wenig nachgelesen. bei solch qualitativ minderwetigen objektiven können dann also auch chromatische aberation, verzeichnung und vignetierung vermehrt auftreten? dann ist das gewiss bei den preisgünstigeren objektiven im telebereich (55-200mm gibts ja - auch von tamron - auch schon für 100 €) nicht anders.

eine streulichtblende (=gegenlichtblende?) ist also dieser "aufsatz", der an den seiten weiter hervorragt, so dass nicht mehr so viel licht von den seiten eindringen kann. hm.. das sieht man ja auch bei den meißten kameras in freier wildbahn. und bei so einer ist dann auch noch mal eine extra glasschicht(?) vor dem objektiv und nicht nur die "plastik-erweiterungen" an der seite.
(à propos: gibt es da auch unterschiede? worin liegt zum beispiel der unterschied zwischen der canon EW-83 H und der canon EW-83 J?)

und diese "flares" sind diese kreise, die man auf einigen bildern vor und um lichtquellen sieht?

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Rainer Hey
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« Antworten #3 am: 13. Juli 2009, 23:11:52 »

Streulichtblenden schirmen nur das Licht von der Seite ab. Eine zusätzliche Glasscheibe wäre ja kontraproduktiv. Die Streulichtblende muß genau passend für das jeweilige Objektiv sein. Sonst passt sie nicht bzw. es kommt zu Randabschattungen.

Mit Flares meine ich Geisterbilder, die durch die Reflektion an der Filterscheibe entstehen.

Siehe http://digicam-experts.de/wissen/17

noch ein Lesetipp: www.fotolehrgang.de
« Letzte Änderung: 13. Juli 2009, 23:13:33 von Rainer Hey » Gespeichert
Hamstar
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« Antworten #4 am: 13. Juli 2009, 23:24:20 »

okay, danke!
finde ich nett, dass du alles so gut (und vor allem nicht so herablassend wie in anderen foren) erklärst.
das buch von tom striewisch habe ich übrigens schon, bin nur bisher nicht weiter als "was heißt scharf" gekommen.
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jmora
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« Antworten #5 am: 15. Juli 2009, 19:27:21 »

Hallo Robert,

Also ich habe einen recht umfangreichen Objektivpark, aber ich muss zugeben, dass ich auf Reisen
oder wenn ich mal so ohne festes Ziel unterwegs bin fast immer ein 18-200 mm im Gepaeck habe.
Zusammen mit einem lichtstarken 50er oder 85er und einem Superweitwinkel.

So gibt es kaum Situationen bei denen ich passen muss. Ich habe dann lieber eine Reiseerinnerung
mit kleinen Abstrichen als dass ich eine interessante Situation nicht ordentlich in Szene setzen kann.
Aber das ist alles eine Ansichtssache.

Bei mir ist es allerdings ein Nikkor 18-200VR und waere in Kombination mit einem Body auch ausserhalb
Deines Preisrahmens.

- Juergen -
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