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Autor Thema: Welches Fernglas? Zoom oder kein Zoom?  (Gelesen 2398 mal)
A.Sequent
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« am: 04. Oktober 2008, 13:34:14 »

Hallo,
ich bin auf der Suche nach einem Fernglas, welches bezahlbar ist und trotzdem gute Bilder liefert. Zurzeit "missbrauche" ich meine DSLR mit einem 300mm Objektiv für einen Blick in die "Ferne", wobei die 300mm zum Teil etwas wenig sind. Daher suche ich ein Fernglas, welches ab vergleichbaren 300mm mir etwas mehr bietet als mein Objektiv. Es soll keine DSLR dran geschnallt werden, sondern lediglich zum Schauen dienen. Habe bereits die Kaufberatung bzw. das e-Learning durch gesehen, nur bin ich immer noch am hadern welches Fernglas wohl richtig sein könnte. Zurzeit tendiere ich zum "Nikon Action VIII 16x50 CF" oder dem "Nikon Action VII 10-22x50 CF Zoom ", wobei ich mir nicht sicher bin ob diese Zoom Funktion gut oder doch eher nicht so gut ist. Alternativ zu Nikon, hatte ich das "Pentax 20x60 PCF WP II" mit in die Auswahl genommen. Von Zeiss bin ich zwar schwer begeistert, nur sind die Preislich nicht in dem Bereich, den ich bereit bin auszugeben. Das Einsatzgebiet würde ich auf Natur bzw. Reisen festlegen wollen. Beste Beispiel ist, wenn man an der deutschen Küste steht und einen Blick auf die Inseln werfen möchte, da sind 300mm doch etwas wenig und ein Sigma mit 500mm dürfte da auch nicht den Durchbruch bringen. Jemand eine Meinung zu den genannten Kadidaten oder einen besseren Tipp?

Schon einmal Danke im Voraus.  Smiley
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Rainer Hey
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« Antworten #1 am: 04. Oktober 2008, 14:47:28 »

Alles, was über 8x (max. 10x) hinausgeht, kannst du freihand nicht mehr zitterfrei halten. Die von dir genannten Gläser sind deshalb nur dann sinnvoll, wenn du sie fest aufgelegt oder mit Stativ benutzt.

Wenn du eine stärker Vergrößerung willst, würde ich dieses Canon mit Bildstabilisierung nehmen:

http://www.canon.de/for_home/product_finder/binoculars/Optical_Image_Stabilisation/18x50_IS/index.asp

Wenn du Brillenträger bist, mußt du auf den Abstand zwischen Austrittspupille und Okular achten. Am besten ausprobieren.

Der Vergleich mit dem Blick durch den Sucher der Kamera hinkt übrigens gewaltig, weil du dort auf das Bild schaust, das vom Objektiv auf die Mattscheibe projiziert wird. Dabei gehen viele Details verloren.

Gruß

Rainer
« Letzte Änderung: 04. Oktober 2008, 15:23:04 von Rainer Hey » Gespeichert
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« Antworten #2 am: 04. Oktober 2008, 17:49:21 »

Danke für die Rückmeldung. Das Canon Fernglas mit IS ist sicherlich sehr klasse, nur sind mir die etwa 1.000 Euro etwas zu viel.  Zwinkernd

Vielleicht habe ich mich im Vergleich zwischen der DSLR und dem Fernglas etwas schwierig oder missverständlich ausgedrückt. Das man die Abbildung einer DSLR mit einem Fernglas nur schwer vergleichen kann ist durchaus verständlich. Es geht mir darum, dass ich etwas haben möchte, was einen im Verhältnis kleineren Ausschnitt größer Darstellt. Also wie z.B. ein 500mm Objektiv, welches den Bildausschnitt im Vergleich zu einem Weitwinkel verkleinert, aber den ausgewählten Bildausschnitt stark vergrößert. Ein Einbein Stativ habe ich meist am Rucksack baumeln und darauf könnte ich dann halt das Fernglas schnallen, daher mache ich mir um die Stabilisierung weniger Gedanken.

Ich hatte auch das Pentax mit auf meine Liste gepackt, ist die Verarbeitung und die Stickstofffüllung den Aufpreis wert oder sollte man da nach etwas anderem Ausschau halten?
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Rainer Hey
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« Antworten #3 am: 04. Oktober 2008, 20:49:56 »

Die Stickstoff-Füllung hat mit dem Feuchtigkeitsschutz zu tun. Das würd eich mir schon leisten.

Grundsätzlich habe ich aber arge Kopfschmerzen bei allen Gläsern dieser Preisgruppe. Ich kann dir nur raten, ein gut sortiertes Geschäft (die Jagdausstatter sind das meistens) aufzusuchen und die Gläser in Ruhe zu vergleichen. Am besten 3 Gläser, die in die engere Wahl kommen, mit nach Hause nehmen. Das ist bei guten Geschäften möglich.

Nochmal zur Vergrößerung: vergiß nicht, dass du das Stativ dabeihaben MUSST. Und bedenke, dass bei weiten Entfernungen die Atmosphäre meist der begrenzende Faktor ist. Was hilft dir, wenn du von den Inseln nur die Umrisse siehst, der Rest aber im Dunst versinkt.

Solche Gläser verwenden in der Regel nur Ornithologen auf einem festen Stativ (kein Einbein) zur Vogelbeaobachtung. Als unerfahrener Anfänger läßt man sich schnell mit der Vergrößerung locken, der Katzenjammer kommt dann, wenn die Augen tränen oder man Kopfschmerzen bekommt.

Mein Rat: kaufe dir für die 200 Euro, die das Pentax kostet, das beste 8x30, das du bekommen kannst.

Gruß

Rainer
« Letzte Änderung: 04. Oktober 2008, 20:57:09 von Rainer Hey » Gespeichert
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