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Autor Thema: Panasonic Lumix FZ38 -Bildbrei oder normal?  (Gelesen 2147 mal)
Globetrotter
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« am: 20. Oktober 2010, 08:13:08 »

Hallo!
Ich habe Vorgestern ein paar Aufnahmen mit meiner FZ38 gemacht und weiß nicht was ich von der Bildqualität halten soll und ob es normal ist? Wenn man sich das Foto in Orginalgröße anschaut sieht man wie verschwommen das Bild ist. Das Foto habe ich in dem Modi "Intelligenter Automatikmodus" aufgenommen. Ist diese Qualität normal oder könnte sich es dabei um einen Fehler handeln?


Die Kamera hat den Fokussierrahmen auch in Grün angezeigt b.z.w keine Fehlermeldung abgegeben daß das Bild event.von der Blende o.ä. nicht möglich wäre.

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Rainer Hey
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« Antworten #1 am: 20. Oktober 2010, 17:38:49 »

Das Bild ist unter Berücksichtigungg der Aufnahmesituation völlig in Ordnung. Ein Blick auf die Details (Zweige der Bäume, Gewerbehalle unten links in der Ebene) zeigt, dass der Fokus korrekt ist und du auch nicht verwackelt hast.

Bei dem vorhanden Licht und der Wetterlage (Dunst) darfst du keine anderen Ergebnisse erwarten. Mehr ist mit einer Kompaktkamera (Sensorgröße etwa 4 x 6 mm) nicht zu machen. Möglicherweise trägt auch die sog. Beugungsunschärfe etwas zum diffusen Bildeindruck bei. Um diesen Effekt zu erklären, müßte ich weit ausholen;lies besser den Wikipedia-Artikel:

http://de.wikipedia.org/wiki/Beugungsunsch%C3%A4rfe

Bei Kompaktkameras kann sich der Effekt bereits bei Blende 4 bemerkbar machen; du hast mit Blende 5,6 fotografiert. Besser wäre Blende 2,8 oder 3,5 gewesen. Wenn du mizt Blendenvorwahl (Siehe Kamerahandbuch) fotografierst, kannst du die Blende vorwählen. Ich würde auch immer den ISO-Wert fest einstellen. Hier waren es 125 ISO - das geht so gerade noch. Die beste Bildqualität hast du beim niedrigsten ISO-Wert (80 wenn ich mich richtig erinnere). Das Hauptproblem ist aber das flaue Licht, was du am Histogramm (-> Kamerahandbuch) gut erkennen kannst. Die kleinen Sensoren sind sehr rauschempfindlich; die Hersteller gehen dem Problem mit Rauschunterdrückungsalgorithmen zu Leibe, was zu Detailverlust führt. 12 Megapixel auf 4 x 6 mm sind einfach zu viel, aber das wollen die Hersteller nicht hören, weil die meisten Kunden hohe Megapixelwerte mit guter Qualität gleichsetzen.

Was mir aufgefallen ist: die Pixelgröße des Bildes ist kleiner als die Sensorauflösung. Ich würde immer mit voller Auflösung fotografieren; verkleinern kannst du später am PC.

Falls Bedarf besteht: www.fotolehrgang.de ist eine leicht verständliche Einführung in die Fotografie.

Gruß

Rainer

« Letzte Änderung: 20. Oktober 2010, 17:45:36 von Rainer Hey » Gespeichert
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« Antworten #2 am: 20. Oktober 2010, 20:35:54 »

Hallo Rainer!

Vielen Dank für deine Wissenswerte Info! Es ist auch das erste mal gewesen das die FZ38 solche Bilder geliefert hat. In dem selben Modi "Intelligenter Automatikmodus" habe ich noch mehrer Fotos gemacht,aber diese Aufnahme hatte mich ziemlich Verunsichert. Ansonsten bin ich mit der Lumix FZ38 sehr zufrieden. Ich hatte an dem Tag nur nicht so viel Lust zu vielen Einstellungen zu fotografieren.
Hier sieht ein anderes Foto im "Intelligenter Automatikmodus" wieder ganz ander aus :-D

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Rainer Hey
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« Antworten #3 am: 20. Oktober 2010, 21:12:50 »

Die Einstellungen sind nahezu die gleichen (Blende, Brennweite, ISO).

Das Bild erscheint dir subjektiv besser, weil a) der Dunst im Hintergrund fehlt und b) das Motiv durch das Windrad und die Treppe kontrastreicher daherkommt.

Wenn du bei beiden Bildern nur das Laub der Birken vergleichst, wirst du kaum einen Unterschied bemerken.
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« Antworten #4 am: 21. Oktober 2010, 10:39:48 »

Hallo Rainer!

Mit dem subjektiven Blick hast du recht! Aber mittlerweile höre ich auch von anderen Bekannten die an diesen Landschaftspark so ihre Probleme haben von dort aus Aufnahmen zu machen. Im Sommer ist es richtig eine Herausforderung. Können SLR Kameras solche Aufnahmen besser Kompensieren, oder bleibt eine gewisse Schwierigkeit bei solchen Fotos immer?
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Rainer Hey
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« Antworten #5 am: 21. Oktober 2010, 12:14:38 »

Eine DSLR hat sicher gewisse Vorteile, ist aber bei schlechten äußeren Bedingungen (Licht, Dunst, Wolkendecke) ebenso hilflos wie eine Kompaktkamera.

Der Fehler vieler Fotografen ist, nicht auf das Licht zu achten. Da hilft manchmal nur früh aufstehen und bei tiefstehender Sonne zu fotografieren (weniger Dunst, lange Schatten), wenn es der Sonnenstand erlaubt (Seitenlicht ist ideal). Erfahrene Fotografen würden bei den Bedingungen wie auf dem ersten Bild die Kamera erst gar nicht auspacken außer für ein Erinnerungsfoto.

Man kann nachträglich mit gekonnter Bearbeitung der Bilder noch etwas herausholen, aber ein Kalenderfoto läßt sich damit auch nicht herstellen, wenn die Grundlage nicht stimmt.
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« Antworten #6 am: 22. Oktober 2010, 11:27:09 »

Hallo Rainer!

Da du schon das Licht beim Fotografieren angesprochen hast und den Sonnenstand...könntest du einen Tipp geben wie man einen Sonnenuntergang interessant auf ein Foto bringt?  Lächelnd
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Rainer Hey
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« Antworten #7 am: 22. Oktober 2010, 13:05:55 »

.könntest du einen Tipp geben wie man einen Sonnenuntergang interessant auf ein Foto bringt?

Wichtig ist, dass man nichts dem Zufall überlässt. Man sollte die "Requisiten", d.h Landschaft im Hintrergrund, interessanter Vordergrund, Horizontlinie vorher auswählen und wissen, wann genau die Sonne untergeht, damit keine Hektik aufkommt. Die meisten Sonnenuntergangsbilder kann man vergessen, weil sie aus dem Zufall heraus geboren werden (man sitzt im Garten, bemerkt den roten Himmel, drückt den Auslöser und denkt nicht daran, dass die Gartenschaukel im Vordergund in der Dachfirst des Nachbarhauses fürwahr keine schöne Kulisse abgeben. Das sieht dann etwa so aus (Bildbeispiel aus einem anderen Forum, in dem ich aktiv bin)

http://forum.foto-faq.de/empty-t15887.0.html

Schon viel besser ist dieses Bild:

http://forum.foto-faq.de/empty-t13970.0.html

wo die Baumreihe im Hintergrund eine schone Silhouette abgeben und der Verdergrund durch die Wasservögel belebt wird.

Ähnlich dieses Bild (mit Google gefunden):

http://www.rotholl.at/fotos/19099/big/sonnenuntergang.jpg

wo der Schilf im Vordergrund die Silhouette liefert.

Noch schöner finde ich Bilder, bei denen die tiefstehende Sonne die Landschaft in rote Farbe taucht (Seitenlicht) und Bäume, Gebäude und Hügel lange Schatten werfen. Um solche Bilder zu machen, muß man die Landschaft gut kennen, um zur richtigen Zeit am richtigen Ort (leicht erhöht) zu stehen. Deshalb findet man solche Bilder auch nicht oft. Im Augenblick finde ich kein Beispiel; ich suche nachher noch mal nach einem solchen Bild.

Es gibt dann noch allgemeine Gestaltungs"regeln" wie z.B. die Horizontlinie nicht in der Bildmitte anzuordnen; besser ist vorwiegend Himmel, wenn die Wolken das besrtimmende Detail sind oder Landschaft/Vordergund, wenn dort die "Musik" spielt.

Bei der Belichtung gilt es, einen Kompromiss derart zu finden, dass Sonne und Wolken nicht überbelichtet sind und der Vordergund bzw. die Landschaft nicht im Dunklen absäuft (wie beim ersten Beispiel). In gewissen Grenzen kann man auch noch mit der Bildbearbeitung nachhelfen.

Gruß

Rainer
« Letzte Änderung: 22. Oktober 2010, 13:49:08 von Rainer Hey » Gespeichert
Rainer Hey
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« Antworten #8 am: 22. Oktober 2010, 18:55:12 »

ich suche nachher noch mal nach einem solchen Bild.

z.B. http://trattoria89.com/tours/images/tuscan-sunset-italy-1961762.jpg
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