23. Mai 2012, 19:08:02
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Autor Thema: Fotos enttäuschend  (Gelesen 2033 mal)
Annette123
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« am: 28. Juni 2007, 20:33:02 »

Hallo Leute,
Ich probiere nun schon lange mit meiner Kamera und Objektiv (Typ siehe Signatur) herum aber erhalte immernoch unbefriedigende Fotos.
Das Problem ist, dass Bilder oft entweder unscharf sind oder man kleine Kriesel auf dem Bild erkennen kann (jedenfalls scheint es mir so). Auch sind die Bilder manchmal m.E. zu dunkel. Die Probleme treten nicht bei Sonnenschein und blauem Himmel auf, aber schon sobald es bedeckt ist. Extrem ist es Abends wenn es diesig wird oder in den Bergen.

Woran kann es liegen, dass die Bilder nicht so gut sind?
 :?:  Liegt es am Labor?
Ich habe meine Fotos extra letztes Mal bei einem Stundenlabor abgegeben und die Fotos waren auch ok, aber so richtig begeistert war ich nicht. Langsam habe ich den Verdacht, dass es nicht nur am Labor liegen kann wo ich den Film abgeben.
 :?:  Kann es auch daran liegen, dass ich den falschen Film verwende?
Ich benutze immer einen 200 Film um für alle Gelegenheiten gerüstet zu sein.
 :?:  Liegt es am Objektiv?
Kann es sein, dass die Lichtstärke des Objektivs nicht ausreichend ist, wenn die Sonne nicht scheint. Es ist ja nicht gerade das Lichtstärkste, aber dass es so schlimm ist...?

Wenn Ihr meint es liegt am Objektiv, könnt Ihr mir dann lichtstärkere empfehlen  :?:
Was haltet Ihr von Festbrennweiten  :?:  Ich bin davon nicht abgeneigt, wenn ich dadurch auch die Möglichkeit bekomme bei jedem Wetter (insbesondere auch bei nicht so gutem) zu Fotografieren und schöne Bilder zu bekommen.

Hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen.  :idea:

Grüße, Annette
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anon EOS 300V --- Sigma 28-105 Asph 3.8-5.6 Macro
Rainer Hey
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« Antworten #1 am: 28. Juni 2007, 20:59:40 »

Hallo Annette,

um genaueres zu sagen, müßte man Bilder sehen - noch besser die Negative.

Im Prinzip ist es ja so, daß die Belichtungsautomatik der 300V dafür sorgt, daß der Film korrekt belichtet wird. Dazu kommt, daß Negativfilme eine große Toleranz haben. Fehlbelichtungen von +- eine Blendenstufe steckt der Film locker weg und wenn das Labor keinen Mist baut, ist der Papierabzug korrekt belichtet.

Korrekte Belichtung heißt natürlich noch lange nicht, das Du ein SCHARFES Bild bekommst. Du mußt richtig fokussieren und darauf achten, daß die Belichtungszeit nicht zu lang wird, wenn Du freihand fotografierst. Die richtige Fokussierung übernimmt normalerweise der Autofokus; bei kontrastarmen Situationen (diesige Luft) kann es aber schon mal zu Problemen kommen. Das siehst Du aber dann im Sucher und kanns gegensteuern.

Bei diesigem Himmel bekommst Du natürlich keine kontrastreichen Bilder - das dürfte ja klar sein. Und wenn die Berge richtig im Dunst ersaufen, brauchst Du die Kamera erst gar nicht aus der Tasche holen - das wird nichts. Du mußt einfach auf das passende Wetter warten. Da helfen keine besseren Objektive.

Was Du mit "Kriesel" meinst, weiß ich nicht. Da müßte ich schon mal ein Beispiel sehen.

Mit einem lichtstärkeren Objektiv bist Du natürlich besser gerüstet. Der Gewinn beträgt allerdings bei Lichtstärke 2,8 nur eine Blendenstufe/Zeitstufe.

Ich würde es zunächst damit versuchen, besser auf die Belichtungszeiten zu achten. Bei 28 mm sollte sie nicht länger sein als 1/30 sec, bei 105 mm  nicht länger als 1/100 sec (Faustregel: Kehrwert der Brennweite). Ein 400er Film schadet auch nichts. Ich habe mit den 400er Filmen von Fuji gute Erfahrungen gemacht. Und wenn das nicht reicht, muß eben ein Stativ her.

Nun kenne ich das Sigma 28-105 nicht. Möglicherweise ist das Teil defekt oder es sind innere Linsen verschmutzt (*). Zoomobjektive sind zudem generell schechter als Festbrennweiten. Vielleichst gehst Du mal auf die Suche nach dem EF 1,8/50, das neu ca, 100 Euro kostet und auch hin und wieder gebraucht angeboten wird. Die Investition lohnt in jedem Fall und Du hast einen Vergleich mit Deinem jetzigen Objektiv.

Gruß

Rainer

(*) Mit etwas Übung sieht man solche Beläge durch die Frontlinse, wenn man mit einer Halogenlampe das Objektiv von hinten beleuchtet und die Lampe etwas schräg hält.
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Annette123
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« Antworten #2 am: 28. Juni 2007, 23:25:23 »

Hallo Rainer,

Danke für Deine schnelle Antwort!!
Ich werde Deinen Anregungen nachgehen.

Wie ist das mit dem 400 Film? Wird das Bild nicht dann noch körniger - ich meinte mit körnig, als würden kleine Punkte / Körner auf dem Bild sein?

Zoomobjektive gibt es nicht lichtstärker als 2,8?

Grüße, Annette
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anon EOS 300V --- Sigma 28-105 Asph 3.8-5.6 Macro
Rainer Hey
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« Antworten #3 am: 28. Juni 2007, 23:46:25 »

Hallo Annette,

wenn bei einem 200er Film die Abzüge körnig sind, dürfte das Negativ stark unterbelichtet sein. Schau Dir die Negative mal an. Unterbelichtete Bilder sind nahezu durchsichtig. Bleibt die Frage, weshalb es zur Unterbelichtung kam. In welchem Modus fotografierst Du?

Bei ein guten 400er Film ist bei korrekter Belichtung kaum Körnigkeit zu erkennen - jedenfalls nicht bei Abzügen bis 13x18.

Und nein, Zoomobjektive gibt es nicht lichtstärker als 2,8 (jedenfalls kenne ich keine aktuellen)  und wenn es sie gäbe, würdest Du sie nicht bezahlen wollen. Selbst die 2,8er Zooms sind schon keine Schnäppchen mehr; schau Dir mal die Preislisten an.

Gruß

Rainer
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« Antworten #4 am: 29. Juni 2007, 09:11:21 »

Zitat von: "Annette123"
Hallo Leute,
Woran kann es liegen, dass die Bilder nicht so gut sind?
 :?:  Liegt es am Labor?


Hallo Annette,

das war genau der Grund, warum ich mir vor einem Jahr eine digitale Spiegelreflexkamera gekauft habe.

Die analogen Bilder werden in den digitalen Labors immer schlechter. Zum Schluß habe ich mal bei einem örtlichen Fotolabor mit eigenem Minilab für ein Euro das Bild die Fotos machen lassen, weil der Fotograf vollmundig versprochen hat, bei ihm würden die Negative ordentlich gescannt und die Bilder tadellos.

Danach war Schluß! Seither habe ich kein einziges Analogbild mehr gemacht.

Zitat
Was haltet Ihr von Festbrennweiten  :?:  Ich bin davon nicht abgeneigt, wenn ich dadurch auch die Möglichkeit bekomme bei jedem Wetter (insbesondere auch bei nicht so gutem) zu Fotografieren und schöne Bilder zu bekommen.


Ich bin ein sehr großer Freund von Festbrennweiten. Aber täusche Dich nicht. Die Bilder werden durch ein anderes Objektiv nicht automatisch besser. Jedoch, wer es gewohnt ist, Objektive mit einer Öffnung von 1.4 oder 2 zu haben, fragt sich, wie die Welt nur mit einem Objektiv wie Deinem auskommen kann. Aber lasse Dich nicht verunsichern. Bestimmt 99 % aller Spiegelreflexkamerabesitzer kommen damit tadellos zurecht.

Du siehst es an Deiner Kamera ja. Wenn das Zoomobjektiv vollständig geöffnet ist und die Zeiten länger als 1/Brennweite werden, hilft ein lichtstärkeres Objektiv. Sonst nicht. Aber tagsüber sollte Dein Objektiv mit einem 200er Film auch bei bedecktem Himmel reichen.
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« Antworten #5 am: 29. Juni 2007, 09:28:23 »

Zitat von: "Rainer Hey"

wenn bei einem 200er Film die Abzüge körnig sind, dürfte das Negativ stark unterbelichtet sein.


Das kann ich so nicht bestätigen.

Ich hatte zuletzt genau den Fall. Kodak Farbwelt 200, also kein billiges Glump. Ein Foto am späten Nachmittag mit meiner 35 mm Festbrennweite, auch anerkannt, daß es daran nicht liegt. Und einer richtigen Belichtung bei vollkommen unkritischen Kontrasten mit der F90x.

Das Ergebnis auf Fotopapier war exakt, wie Annette es beschreibt. Indiskutabel!

Seither liegt der Rest meiner Kodakfilme unangetastet im Kühlschrank. Braucht die wer?  :roll:
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« Antworten #6 am: 29. Juni 2007, 09:45:18 »

Hallo Annette,

ich will Dich hier nicht plump anmachen, aber woher kommst Du?

Ich habe noch eine Canon EOS1000 im Schrank. Dazu
Canon Zoom EF 35-80, 1:4-5,6 (Standardobjektiv)
Canon EF 50 , 1:1,8
Canon Zoom EF 75-300, 1:4-5,6

Die Objektive sind voll i.O., einen Ersatz-Boddy habe ich vor Kurzem fürn Appel und 'n Ei gebraucht gekauft (Verschluß verkleistert).
Verkaufen möchte ich das System nicht unbedingt, aber über zeitbegrenzt leihweise läßt sich reden, wenn Berlin praktikabel ist.

Gruß Volker
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Rainer Hey
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« Antworten #7 am: 29. Juni 2007, 11:11:34 »

Zitat von: "senderlisteffm"
Das kann ich so nicht bestätigen


Ich habe fast ausschließlich mit Fuji-Filmen fotografiert - und das war offensichtlich gut so :-)

Gruß

Rainer
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« Antworten #8 am: 29. Juni 2007, 11:19:59 »

Zitat von: "Rainer Hey"

Ich habe fast ausschließlich mit Fuji-Filmen fotografiert - und das war offensichtlich gut so :-)


Das liegt absolut nicht am Film.

Kurz vorher war ich im Urlaub und habe, als meine Fuji aus waren, nur noch Kodak bekommen.

Eigentlich hätte ich erwartet, daß man zwischen den Emulsionen einen Unterschied sieht. Bei Diafilmen ist das ja so.

Aber nach der Ausbelichtung im gleichen Fotolabor, konnte ich selbst bei kritischster Betrachtung nicht sagen, bis zu welchem Foto der Fuji und ab welchem Foto der Kodakfilm war. Weder bei der Farbe noch beim Korn.

Die Filme sind in der Klasse kaum zu unterscheiden und den größten Anteil hat das Fotolabor.

Wie gesagt, das war letztes Jahr so die Zeit, wo mir echt der Kragen geplatzt ist und ich keine Veranlassung mehr sah, mich jedes Mal über die Ergebnisse zu ärgern.
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