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Autor Thema: "Schnappschusseinstellung" bei Rollfilmkamera  (Gelesen 1344 mal)
ogge
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« am: 24. Juni 2007, 13:11:24 »

Hallo,

ich besitze eine Zeiss Ikon Nettar 515/2 Rollfilmkamera mit Lederbalg. Auf dem Objektiv steht Zeiss Ikon "Pronto", "Novar-Anastigmat 1:45 f=10.5 cm".

Ich kann die Belichtungszeit zwischen B, 25, 50, 100 und 200 wählen. Blende ist einstellbar zwischen 4,5 und 32.

Die Kamera stammt von meinem Opa und ist in perfektem Zustand, war immer in einer Tasche aufbewahrt und ist quasi neuwertig. Ich würde verdammt gerne ein paar Filme mit ihr belichten, weniger aus professionellen Gesichtspunkten als aus Spaß an der Sache. Ich habe bereits einmal mit einer alten Spiegelreflex fotografiert, wobei die einen elektronischen Belichtungsmesser hatte und ich mich nur nach diesem bei der Belichtungseinstellung richten musste - sehr bequem, aber jetzt möchte ich mich an dem "Hard way" des Fotografierens versuchen. Dazu habe ich einige Rollfilme günstig erwerben können, es handelt sich um Ilford Delta 100, also mit 100 ASA Empfindlichkeit.

Jetzt stellt sich für mich die Frage, wie ich die Blenden- und Belichtungswerte "schätzen" soll, da die Kamera natürlich kein Messgerät dafür hat. Gibt es Anhaltswerte, wie man bei normalem Tageslicht im Freien und einem Film mit 100 ASA die Belichtung einzustellen hat?

Ich dachte dabei (man möge mir den Vergleich verzeihen) in Richtung billiger Plastik-Kleinbild-Kameras, die ja auch nur mit fester Blende und Belichtungszeit, sogar mit Fixfokus arbeiten (da sie eben keine Batterie und keine Regler zum Stellen haben). Somit müsste es ja auch eine Einstellung geben, mit der ich die Zeiss Ikon ausprobieren kann, die ich dann im Laufe der Zeit verfeinern kann, damit ich ein Gefühl für die Sache kriege. Fokus kann ich schon einstellen, aber wie ich die Belichtung schätzen soll, das gibt mir noch ein Rätsel auf.

Ich hoffe, ihr könnt mir Anhaltspunkte liefern.

Viele Grüße und schonmal besten Dank,
Alexander
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Rainer Hey
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« Antworten #1 am: 24. Juni 2007, 13:23:47 »

Hallo Alexander,

bei Sonnenschein und Blende 11 nimmt man in unseren Breitengraden eine Belichtungszeit, die der Filmempfindlichkeit entspricht, also 1/100 sec in diesem Fall.

Bei bedecktem Himmel mußt Du die Blende vergrößern (Blendenzahl verkleinern) oder die Belichtungszeit verlängern. oder beides - je nach Dichte der Wolken. Eine Blendenstufe entspricht der Verdopplung/Halbierung der Belichtungszeit.

Ich denke, daß Du mit diesen Angaben weiterkommst.

Gruß

Rainer

Bei Negativfilmen sollte man eher über- als unterbelichten
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ogge
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« Antworten #2 am: 24. Juni 2007, 13:36:51 »

Hallo,

danke für den Tip, das ist mal ein erster Anhaltspunkt. Somit beschränke ich mich erstmal auf einfache Aufnahmebedingungen im Freien. Ansonsten komme ich, wenn es sich um Innenaufnahmen handelt, aber wohl nicht um einen Belichtungsmesser herum?

Vielen Dank,
Alexander
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Rainer Hey
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« Antworten #3 am: 24. Juni 2007, 16:22:01 »

Zitat von: "ogge"
Ansonsten komme ich, wenn es sich um Innenaufnahmen handelt, aber wohl nicht um einen Belichtungsmesser herum?


So ist es. Und ein Stativ wirst Du brauchen.

Wenn Du keinen Belichtungsmesser hast, kannst Du natürlich auch eine andere Kamera benutzen, die einen internen Belichtungsmesser hat und wo man die Werte im Sucher (oder auf dem Display, wenn es eine digitale Kamera ist) ablesen kann.

Gruß

Rainer
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