die kamera spult den film zuerst zurück und man macht dann seine bilder!
Vermutlich nicht zurück, sondern vor. Sie spult den Film komplett in die Kamera und zieht dann beim Fotografieren Bild für Bild in die Filmpatrone zurück. Das hat den Vorteil, daß kein Bild verloren geht, wenn man versehentlich die Rückwand öffnet.
Wenn Du den Film nur teilweise belichten willst und den Rest später, mußt Du einfach nur die Rückspultaste drücken. Dabei muß das Objektiv etc. nicht abgedeckt sein. Ich kenne die 300x nicht, gehe aber davon aus, daß sie eine solche Funktion besitzt. Wenn nicht, dann mache es so, wie Du geschrieben hast.
Wichtig: Bildnummer merken.
Das Problem ist jetzt, daß die Filmzunge normalerweise in der Patrone verschwindet. Die "besseren" EOSsen kann man so konfigurieren, daß die Filmzunge nicht mit eingezogen wird. Ob man das auch bei der 300x machen kann, mußt Du in der Anleitung nachlesen. Anderenfalls besorgst Du Dir im Fotozubehör ein Gerät, mit dem Du die Lasche aus der Patrone fischen kannst. Es nennt sich "Filmrückholer" und wird von Hama, Jobo, Ilford angeboten. Es gibt auch andere Tricks, die ich aber noch nicht ausprobiert habe.
Wenn Du den angefangenen Film zu Ende belichten willst, machst Du entsprechend der gemerkten Bildnummer Aufnahmen im M-Modus mit abgedecktem Objektiv. Man stellt vorsichtshalber die kleinste Blendenöffnung (22) und die kürzeste Belichtungszeit ein. Das Sucherokular muß nicht abgedeckt werden, da der Spiegel beim Hochklappen die Mattscheibe abdeckt. Schaden tut es natürlich nicht.
Jetzt noch ein Leerbild zur Sicherheit und Du kannst den Rest des Filmes belichten.
Ob sich die Mühe lohnt, ist eine andere Frage. Ein gebrauchtes EOS-Gehäuse (EOS 500, EOS 3000) bekommt man schon für wenig Geld (nicht viel mehr als der Filmrückholer kosten würde) und man hat das ganze Theater nicht, wenn man mit verschiedenen Filmarten fotografiert. Die Hin- und Herspulerei tut dem Film ja nicht unbedingt gut; es besteht die Gefahr, daß man Kratzer auf den Film bekommt.
Gruß
Rainer