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Stefanie
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« am: 15. März 2007, 00:05:55 » |
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Hallo,
ich habe eine Anfrage von einem Immobilienmakler erhalten, der anständige Fotos für die Vermarktung seiner Produkte, sprich Immobilien haben möchte. Für seine Homepage und natürlich vorrangig für Exposés. Ich traue mir das durchaus zu, habe aber keine Ahnung, was ich dafür in Rechnung stellen kann. Bezahlung nach Stundenaufwand, nach Objekt, pro Bild? Wie gehe ich vor?
Ich würde mich über Infos, die mir weiter helfen sehr freuen.
Stefanie
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Rainer Hey
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« Antworten #1 am: 15. März 2007, 09:14:46 » |
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Hallo Stefanie, ich würde an Deiner Stelle als erstes eine Kalkulation aufstellen. Der Zeitaufwand ist ja nur ein Teil, der berücksichtigt werden muß. Fahrtkosten und eine anteilige "Abnutzung" der Ausrüstung gehören ebenso dazu wie die Nachbearbeitung am PC (stürzende Linien korrigieren, kleine Retuschen) und die Erstellung einer CD-ROM für die Daten. Wenn Du es gut machen willst, mußt Du bei Außenfotos die Tageszeit und das Wetter berücksichtigen. Jedes Haus hat eine Schokoladenseite, die man nur dann ins rechte Licht rücken kann, wenn das Licht paßt. Mit viel Erfahrung kann man solche Dinge anhand des Lageplans und des Stadtplans vorplanen - aber es wird immer Überraschungen geben, die es erforderlich machen, ein zweites Mal anzurücken. Ich würde ohne Berücksichtigung der Anfahrtszeiten im Minimum zwei Stunden pro Objekt ansetzen. Je nach Deinen Fähigkeiten dürfte der Stundensatz irgendwo um die 80 Euro liegen, zuzüglich Mehrwertsteuer, die Du ja abführen mußt, wenn Du nicht unter die Kleinunternehmerregelung fällst. Die Anfahrtszeit und die Kosten mußt Du extra kalkulieren. (siehe http://www.steuerlexikon-online.de/Kleinunternehmerregelung.html ) Die Gewinne aus Deiner Tätigkeit (Erlöse abzüglich Kosten) mußt Du bei der Einkommensteuer angeben; vermutlich mußt Du auch ein Gewerbe anmelden. Möglicherweise wird der Makler die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn er Deinen Stundensatz hört und seine Sekretärin zum Fotografieren schicken - dann laß ihn das so machen. Gruß Rainer
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Stefanie
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« Antworten #2 am: 15. März 2007, 10:43:00 » |
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Hallo Rainer,
vielen Dank für deine Antwort. Ein Gewerbe muß ich nach Auskunft des Amtes nicht anmelden, solange ich nur meine Tätigkeit und die Fotos anbiete. Sobald ich ein Fotoalbum o.ä. dazu verkaufe muß ich einen Gewerbeschein haben, sonst bleibe ich Freiberufler ohne Schein. Natürlich darf es nicht bei dem einen Auftaggeber bleiben, weil es sonst eine Scheinselbstständigkeit ist. Aber das würde zu weit führen, es ging ja um die Kosten.
Morgen habe ich ein Treffen mit dem Makler und der wird mir dann hoffentlich sagen können, was er sich vorstellt, wie und ob er eine Nachbearbeitung wünscht etc. Ob nur Außenaufnahmen oder auch innen.
Ich habe an eine Pauschale gedacht pro Objekt, weil die Häuser alle in einem Umkreis von 25km liegen. Ich halte es für unnötig kompliziert für alles einen Extraposten zu bestimmen, oder ist das so üblich?
Bei dem von dir vorgeschlagenen Stundensatz werde ich mit der Kleinunternehmerregelung wohl kaum hin kommen. Schließlich darf ich dann nur 400.- monatlich verdienen.
Ich werde den Herrn Makler mal fragen, an welchen Betrag er gedacht hatte, dann kann ich immer noch gegenlenken oder einfach nein sagen, anderereseits ist das eine schöne Möglichkeit mit meiner Lieblingsbeschäftigung regelmäßig Geld zu verdienen.
Das letzte Mal habe ich einen Fotografen zur Hochzeit engagiert, das ist schon ein paar Jahre her, ich denke der Satz hat sich im Laufe der Jahre erhöht und was noch hinzu kommt: Fotografen für Privatfotos oder Industrie/Werbung haben sicherlich anderer Sätze.
Ich habe wirklich keinen blassen Schimmer, was ich für diese Tätigkeit nehmen kann.
Ich denke 80.-/Std. zuzügl. Nachbearbeitung, Abnutzung, Anfahrt etc. wird dem Makler in der Tat zu teuer, wie du schon selber gesagt hast, dann schickt er lieber seine Sekretärin los.
Gruß, Stefanie
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Rainer Hey
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« Antworten #3 am: 15. März 2007, 11:37:44 » |
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Bei dem von dir vorgeschlagenen Stundensatz werde ich mit der Kleinunternehmerregelung wohl kaum hin kommen. Schließlich darf ich dann nur 400.- monatlich verdienen. Du hast offensichtlich die verlinkte Seite nicht gelesen. Wenn ich 17.500 Euro durch 12 teile, komme ich auf 1.458 Euro Umsatz. Die 400 Euro monatlich beziehen sich auf geringfügige Beschäftigungsverhältnisse; das ist aber eine ganz andere Baustelle. Beim Stundensatz hast Du mich mißverstanden. Bei 80 Euro habe ich die Nachbearbeitung und Kameraeinsatz mit einkalkuliert; nur Anfahrtszeit/Kosten sollten extra gehen. Mit den von mir geschätzten 2 Stunden Aufwand kannst Du schnell die Pauschale ermitteln. Ich würde 200 Euro ansetzen. Vergiß nicht, daß Du von dem Erlös auch die Steuern und Krankenversicherung bezahlen mußt. Und überlege, was ist, wenn Dir bei der Tätigkeit Dein Auto unfallbedingt zu Bruch geht. Gruß Rainer edit: Die Frage der Nachbearbeitung würde ich erst garnicht diskutieren. du lieferst die Bilder in der Version ab, die Du für optimal hältst. Schließlich dienen sie auch als Referenz für andere Auftraggeber. edit2: zur Frage ob freiberuflich oder gewerblich: üblicherweise wird ein Gewerbe angenommen, wenn Du Auftragsarbeiten durchführst (wie im konkreten Beispiel oder der Hochzeitsfotograf). Ein freiberuflicher Fotograf macht seine Arbeiten auf eigenes Risiko und bietet seine Arbeiten dann an (wie z.B. ein Fotoreporter, der seine Bilder verschiedenen Agenturen anbietet). Wenn das örtliche Gewerbeamt dies anders sieht, freue Dich - laß Dir aber die Auskunft schriftlich geben.
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Stefanie
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« Antworten #4 am: 15. März 2007, 12:38:08 » |
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Hallo Rainer,
ich habe mich etwas dusselig ausgedrückt was die 400.- bzw. Kleinunternehmerregelung angeht, natürlich stimmt deine Rechnung, aber es ist hier denke ich nicht der richtige Ort über meine/unsere Einkommensverhältnisse zu sprechen. Ich sollte nicht über 400.- kommen.
Ich habe dich tatsächlich mißverstanden. 80.-inkl. klingt schon anders. Ich werde bei dem morgigen Gespräch mal vorsichtig versuchen heraus zu kitzeln, was der Herr sich vorgestellt hat, ansonsten halte ich deine Preisvorstellung für realistisch.
Es bleibt also spannend.
Danke und viele Grüße, Stefanie
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Rainer Hey
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« Antworten #5 am: 15. März 2007, 12:46:44 » |
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Alles klar. Schreib mal, was daraus geworden ist.
Und schau Dir nochmal die Ergänzung des vorherigen Beitrags an.
Viel Erfolg!
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senderlisteffm
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« Antworten #6 am: 16. März 2007, 10:34:08 » |
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Für seine Homepage und natürlich vorrangig für Exposés. Ich traue mir das durchaus zu Was verstehst Du denn unter "traue mir das durchaus zu"? Ich habe nämlich mal in einem anderen Forum dazu was gelesen. Als Beispiel hat der Frager auf eine Seite einer Immobilienfirma verlinkt. Also ich fand die Aufnahmen ganz ordentlich und ansprechend. Die anwesenden Profis haben die Seite aber in der Luft zerrissen. Wie man sich mit solch lausigen Aufnahmen öffentlich präsentieren könne. Kurzum bin ich zu dem Schluß gekommen. Wenn Makler für Fotos Geld bezahlen, dann wird in der höchsten Liga gespielt. Hochwertige Weitwinkeloptiken und Kameraausrüstung. Aufwendige Beleuchtungsanlage. Professionelle Vorbereitung der Räume. Und VIEL Erfahrung in dem Bereich.
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Rainer Hey
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« Antworten #7 am: 16. März 2007, 12:51:42 » |
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Es kommt auf die Immobilie an. Wie heißt es im Verkauf so schön: die Präsentation muß der Erwartung des Kunden entsprechen. Zu "geleckte" Aufnahmen können auch nach hinten losgehen, vor allen Dingen, wenn sich bei der Besichtung vor Ort herausstellt, daß das Haus nicht die Erwartungen erfüllt, die beim Ansehen der Fotos gebildet wurden.
Normalerweise reichen ordentliche Aufnahmen mit Nachbearbeitung. Dazu gehört Perspektiv- und Verzeichnungskorrektur, Schatten aufhellen, Lichter gegebenenfalls abdunkeln, kleine Retuschen (die Mülltonne nebenan muß ja nicht sein) und wie gesagt, zur richtigen Zeit und beim passenden Wetter vor Ort sein.
Die schlimmsten Fehler machen die Makler selber. Es ist nicht selten, daß mitten im Sommer noch die Bilder präsentiert werden, die im Winter bei Neuschnee gemacht wurden.
Gruß
Rainer
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Stefanie
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« Antworten #8 am: 19. März 2007, 12:52:05 » |
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Hallo zusammen!
Das Gespräch lief ziemlich gut. Es geht in erster Linie um Außenaufnahmen.
Ein bißchen Nachbearbeitung ist erwünscht, wie z.B. Himmel schön blau, Mülltonne verschwinden lassen etc., aber keine so sehr geschönten Bilder, dass Foto und Realität nicht mehr übereinstimmen. Schließlich kaufen die neuen Hausbesitzer nicht das was sie auf dem Foto sehen, sondern in der Realität. Die Fotos sollen Interesse wecken, aber auch die Realität darstellen.
Beginn ist voraussichtlich in einem Monat, wenn das erste Grün an den Bäumen sichtbar wird.
Was die Finanzen angeht, wollen wir abwarten, was pro Objekt für ein Aufwand betrieben werden muß und dann setzen wir uns nochmal zusammen. Natürlich nicht erst, wenn ich den gesamten Immobilienbestand abgelichtet habe, sondern nach 2-3 Objekten.
Es macht alles einen fairen Eindruck.
Rainer, ich danke dir für die guten Tipps!!!
Viele Grüße, Stefanie
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Stefanie
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« Antworten #9 am: 19. März 2007, 12:54:52 » |
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Hab eines vergessen zu erwähnen. Ich werde mir vorsichtshalber einen Gewerbeschein besorgen, kostet ja nicht die Welt! Stefanie :-)
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Stefanie
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« Antworten #10 am: 28. März 2007, 10:57:34 » |
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Hallo zusammen,
so easy war es dann doch nicht mit dem Gewerbeschein :-( Zunächst mußte ich zur Handwerskammer und mich in die HW-rolle eintragen lassen, erst dann konnte ich mein Gewerbe anmelden, bzw. als bereits Gewerbebetreibender mein Gewerbe erweitern.
Zu den Kosten, falls sich jemand mit dem Gedanken trägt als Fotograf ein Gewerbe anzumelden:
- Anmeldung bzw. Eintragung in die Handwerksrolle 160.- - Gewerbeschein 20.- (nur bei Neuausstellung, nicht bei Erweiterung) - Jahresbeitrag Handwerkskammer ca. 190.-
Ich weiß nicht, ob die Kosten in den einzelnen Bundesländern variieren, aber diese Sätze werden in Hamburg verlangt.
Jetzt bleibt zu hoffen, dass auch ein paar Aufträge kommen.
Viele Grüße, Stefanie
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catweasel
keine Tüte mehr ...
 
Beiträge: 2
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« Antworten #11 am: 09. April 2007, 01:46:30 » |
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Hallo Stefanie, hallo zusammen, bin gerade beim surfen auf Deine Immo-Foto-Frage gestoßen... Wenn das Thema ( Preis, etc.) für Dich noch aktuell ist, dann gib kurz bescheid, ich fotografiere hauptsächlich für Immobilienmakler und Architekten .......... Lieben Gruss aus Salzburg an alle, Tom 
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Stefanie
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« Antworten #12 am: 09. April 2007, 22:07:43 » |
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Hallo Tom,
ja das Thema ist für mich noch sehr interessant, ich werde die Woche nach Ostern wahrscheinlich meine ersten Immobilien genannt bekommen, die ich fotografieren soll.
Viele Grüße und noch einen schönen Ostermontagabend! Stefanie
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catweasel
keine Tüte mehr ...
 
Beiträge: 2
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« Antworten #13 am: 10. April 2007, 08:54:47 » |
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Hi Stefanie, ich würd sagen, Du schreibst mir an meine private Emailaddi, dann können wir mehr schreiben. office@bildschmiede.atda kannst Du dann fragen was Du alles wissen willst ;-) Lg, Tom
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Stefanie
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« Antworten #14 am: 10. April 2007, 16:47:44 » |
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Ok, danke und bis gleich! Stefanie
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