puuh, hat etwas gedauert, bis ich das Rätsel (hoffentlich) geknackt habe
Von oben nach unten.
Der Schieber (der auf dem Bild in der Stellung N steht), hat vermutlich etwas damit zu tun, ob man mit Streuscheibe (W wie Weitwinkel) oder normal (N) fotografiert. T könnte für Tele stehen, allerdings müßte es dafür eine Art Sammellinsen-Vorsatz geben. Das kenne ich aber nur von Metz. Jedenfalls ist er nur dafür da, die Reichweite bei der jeweiligen Blende abzulesen; der Schieber hat keine Verbindung zur Elektronik des Blitzes.
Wie man sieht, wird die Reichweite mit Streuscheibe geringer - ist ja klar, wiel eine größere Fläche beleuchtet wird.
So, jetzt wird es auch für mich merkwürdig. Der ASA/DIN-Schieber sollte eigentlich eine feste Marke haben. So ist das jedenfalls auf meinen Revuetron 34T (der sich von der Leitzahl her kaum unterscheidet:35 und 34). Diese Marke stellt man auf die Filmempfindlichkeit und dann kann man 1. die Automatikblenden ablesen (auf dem Foto steht rot für Blende 2, grün für Blende 4 und gelb für Blende

.
Wenn ich das auf meinem Blitz "simuliere", ergibt sich eine sehr niedrige Filmempfindlichkeit, nämlich 50 ASA. Dieser Wert korrespondiert bei der vorliegenden Einstellung mit dem weißen Vollkreis als Marke.
Wenn man dann die Leitzahlformel anwendet (Entfernung = Leitzahl geteilt durch Blendenzahl), ergibt sich ein korrekter Wert, wenn man berücksichtigt, daß die Leitzahl bei 50 ASA nicht mehr 35, sondern 24 beträgt (Reichweite = 12 m).
Die beiden anderen Symbole sind m.E. nur für den manuellen Betrieb interessant, wo man mit der Leitzahlformel rechnet. Dazu muß man den Schieber auf M stellen - wie auf dem Foto. Zum Automatikblitzen mußt Du ihn auf A schieben, wo immer bei Bedarf die maximale Leistung zur Verfügung steht.
Sinn macht diese Differenzierung im manuellen Modus m.E. aber nur, wenn man irgendwo die Blitzstärke einstellen kann. Dies erfolgt vermutlich über den Schieber, bei dem man die Automatikblende einstellt. Ich habe den Verdacht, daß dieser im manuellen Modus die Zusatzfunktion der Leistungsreduzierung hat. Normalerweise (d.h. bei anderen Blitzgeräten) wirkt dieser Schieber nur als Blende für den Sensor, hat also keinen Einfluss auf den manuellen Modus. Diese mir unbekannte Besonderheit hat mich etwas verwirrt :-)
Im manuellen Modus dienen die Skalen als Rechenschieber. Du kennst ja die Entfernung zum Motiv, z.B. 6 Meter, und kannst die dazu passende Blende (hier: Blende 4) ablesen. Das gilt für die volle Leistung. Würdest Du den unteren Schieber mit dem "Halbmond" (halbe Leistung) auf 50 ASA stellen, würde sich Blende 2 als korrekter Wert ergeben - ganz korrekt nach der Formel der Leitzahlrechnung.
Ich hoffe, daß ich mit meiner Interpretation richtig liege und daß ich mich einigermaßen verständlich ausgedrückt habe.
Gruß
Rainer
edit: der Blitz bietet nur die Funktionen, die bei einer Kamera ohne Blitz-TTL-Automatik machbar sind. Mehr Komfort hast Du mit einem Blitz, der die Möglichkeiten der EOS 3 voll ausnutzen kann, wie z.B. die Canon-Blitze der EX-Baureihe (e-ttl). Wenn Du später mal auf eine digitale EOS umsteigen willst, muß es ein EX-Blitz sein oder ein eTTL-fähiger kompatibler Blitz von Metz, Sigma oder Cullmann.
Hier ein sehr informativer Link zum EOS-Blitzsystem:
http://photonotes.org/articles/eos-flash/edit2:
"Thread" ist der Diskussionsstrang, d.h. die Abfolge der Beiträge. Du meinst den Link. Wenn Du beim nächsten mal das [img] vorne und hinten wegläßt, sollte es als klickbarer Link funktionieren. Wie man das Bild in den Beitrag reinfummelt, weiß ich auch nicht auf Anhieb.