23. Mai 2012, 18:18:04
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Autor Thema: Blitzgerät REVUE tron C35S  (Gelesen 4600 mal)
jense_si
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« am: 26. Dezember 2006, 13:51:52 »

Hallo

Eigentlich wollte ich mir einen Systemblitz passend zu meiner EOS 3 zulegen (Speedlite 550ex), jedoch reicht das Budget zur Zeit nicht.

Daher habe ich ein altes Blitzgerät ausgegraben (REVUEtron C35S).

Ich habe leider keine Bedienungsanleitung für das Blitzgerät und im Internet finde ich auch keine.

Hat jemand eine Anleitung dafür? Oder kann mir einer das System mit der Automatikeinstellung erklären.

Was ich nicht verstehe ist, dass bei Automatikbetrieb bei voller Einstellung links (gelb) im oberen Schema der gelbe Balken von unter 1m bis 3m geht und bei schwacher Einstellung (rot) der Balken von 1,5m bis 12,5m geht. DAS IST DOCH VERKEHRT HERUM.

Oder habe ich da einen Denkfehler drin?

Richtig ist doch, bei Manuellbetrieb das folgende Ablesen?!

ASA200 bei halber Stärke zum Beispiel bei 3m Entfernung Blende 8.

Oder?!

Vielleicht hat jemand auch diesen Blitz und kann mir dabei behilflich sein.

Danke und weiterhin FROHE WEIHNACHTEN.

Gruss

Jens
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Rainer Hey
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« Antworten #1 am: 26. Dezember 2006, 15:18:49 »

Hallo Jens,

das, was Du mit "volle Einstellung" meinst, verstehe ich nicht.

Allgemein ist es anscheinend so, daß der Blitz zwei sog. Computerblenden kennt. Bei großer Blendenöffnung (Achtung: kleine Blendenzahl) ist die Reichweite größer als bei kleinen Blendenöffnungen.

Davon abgesehen:

Du solltest den Blitz an der EOS 3 nicht verwenden, ohne vorher die Zündpannung zu messen, die bei Blitzbereitschaft zwischen Mittenkontakt und Kontakt im Blitzfuß anliegt.

Mehr als 20V sollten es nicht sein; es gibt sogar Hinweise im WWW, daß es max. 6 V sein sollte, da anderenfalls die Elektronik Deiner Kamera zerstört werden kann.

Ich bin fast sicher, daß die Spannung beim Revue-Blitz zu hoch ist.

Wenn Dir ein 550 EX zu teuer ist, sieh dich bei Metz, Cullmann oder Sigma um. Die Webseite von Metz hat eine Suchhilfe.

Gruß

Rainer
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« Antworten #2 am: 26. Dezember 2006, 22:47:02 »

Hallo Rainer

Mit voller Einstellung meine ich den "Vollkreis" an der Einstellung unten. Dort gibt es einen Schieber, den man auf "Voll-, Halb- und Viertelkreis" stellen kann. Ich denke, dies wird die Blitzstärke sein.

Die Spannung habe ich selbst noch nicht gemessen. Werde ich noch machen. Im Internet habe ich eine Liste unter http://www.botzilla.com/photo/strobeVolts.html
gefunden. Hier wird eine Spannung von 10,58Volt angegeben.

Wie macht sich das Zerstören der Elektronik bemerkbar? Ich habe bereits einige Fotos mit dem Blitz und der EOS3 gemacht. Wäre bei Überspannung die Elektronik schon defekt, oder können später Fehler auftreten?

Was sind "Computerblenden"?

Gruss

Jens
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Rainer Hey
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« Antworten #3 am: 26. Dezember 2006, 23:05:51 »

Hallo Jens,

knappe 11 Volt dürften eigentlich kein Problem sein.

Ein Defekt in der Elektronik kann im günstigen Fall ein Verlust der TTL-Funktion, im schlechesten Fall ein Totalausfall bedeuten. Die Wirkung tritt in der Regel sofort ein.

Um die Blitzfunktion zu deuten, wäre ein Foto/Scan der Blitzrückseite sinnvoll. Du kannst die Galerie dafür benutzen.

Unter "Computerblenden" oder Automatikblenden versteht man bei Sensorblitzen die zwei oder drei Blenden (je nach Gerät), die man am Blitz auswählen kann und die man dann an der Kamera manuell einstellen muß.

Gruß

Rainer
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« Antworten #4 am: 30. Dezember 2006, 21:47:21 »

Hallo Rainer

Das Foto der Rückseite des Blitzes habe ich in der Galerie hinterlegt.

Gruss
Jens
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« Antworten #5 am: 30. Dezember 2006, 22:09:36 »

Hallo Jens,

in der Galerie ist nichts angekommen.

Und wenn es geklappt hat, setze doch bitte hier in den Thread den Link zum Galeriebild - dann ist es für mich nur einen Klick entfernt :-)

Gruß

Rainer
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« Antworten #6 am: 30. Dezember 2006, 22:25:30 »

jetzt ist es da. Ich melde mich nachher wieder.
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« Antworten #7 am: 30. Dezember 2006, 22:28:00 »

so...jetzt endlich habe ich das Foto hochgeladen.

und hier noch der "Thread" zum Foto (wenn ich dies richtig gemacht habe)

:-)


http://www.foto-erhardt.de/foto-forum/album_showpage.php?full=&pic_id=3123

Gruss jens
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« Antworten #8 am: 30. Dezember 2006, 22:54:23 »

mmmhh....das mit dem "Thread" hat leider nicht funktioniert.....vielleicht kannst Du mir noch erklären wie ich dies in Zukunft machen muss.

Eine Frage habe ich noch. Und zwar habe ich einen Film mit dem Revueblitz verbraucht, jedoch das Ergebnis noch nicht bekommen. Kann man mit einem teureren Blitzgerät bessere Fotos erzielen? Oder macht es dies nur einfacher?!
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« Antworten #9 am: 30. Dezember 2006, 23:28:00 »

puuh, hat etwas gedauert, bis ich das Rätsel (hoffentlich) geknackt habe

Von oben nach unten.

Der Schieber (der auf dem Bild in der Stellung N steht), hat vermutlich etwas damit zu tun, ob man mit Streuscheibe (W wie Weitwinkel) oder normal (N) fotografiert. T könnte für Tele stehen, allerdings müßte es dafür eine Art Sammellinsen-Vorsatz geben. Das kenne ich aber nur von Metz. Jedenfalls ist er nur dafür da, die Reichweite bei der jeweiligen Blende abzulesen; der Schieber hat keine Verbindung zur Elektronik des Blitzes.

Wie man sieht, wird die Reichweite mit Streuscheibe geringer - ist ja klar, wiel eine größere Fläche beleuchtet wird.

So, jetzt wird es auch für mich merkwürdig. Der ASA/DIN-Schieber sollte eigentlich eine feste Marke haben. So ist das jedenfalls auf meinen Revuetron 34T (der sich von der Leitzahl her kaum unterscheidet:35 und 34). Diese Marke stellt man auf die Filmempfindlichkeit und dann kann man 1. die Automatikblenden ablesen (auf dem Foto steht rot für Blende 2, grün für Blende 4 und gelb für Blende Cool.

Wenn ich das auf meinem Blitz "simuliere", ergibt sich eine sehr niedrige Filmempfindlichkeit, nämlich 50 ASA. Dieser Wert korrespondiert bei der vorliegenden Einstellung mit dem weißen Vollkreis als Marke.

Wenn man dann die Leitzahlformel anwendet (Entfernung = Leitzahl geteilt durch Blendenzahl), ergibt sich ein korrekter Wert, wenn man berücksichtigt, daß die Leitzahl bei 50 ASA nicht mehr 35, sondern 24 beträgt (Reichweite = 12 m).

Die beiden anderen Symbole sind m.E. nur für den manuellen Betrieb interessant, wo man mit der Leitzahlformel rechnet. Dazu muß man den Schieber auf M stellen - wie auf dem Foto. Zum Automatikblitzen mußt Du ihn auf A schieben, wo immer bei Bedarf die maximale Leistung zur Verfügung steht.

Sinn macht diese Differenzierung im manuellen Modus m.E. aber nur, wenn man irgendwo die Blitzstärke einstellen kann. Dies erfolgt vermutlich über den Schieber, bei dem man die Automatikblende einstellt. Ich habe den Verdacht, daß dieser im manuellen Modus die Zusatzfunktion der Leistungsreduzierung hat. Normalerweise (d.h. bei anderen Blitzgeräten) wirkt dieser Schieber nur als Blende für den Sensor, hat also keinen Einfluss auf den manuellen Modus. Diese mir unbekannte Besonderheit hat mich etwas verwirrt :-)

Im manuellen Modus dienen die Skalen als Rechenschieber. Du kennst ja die Entfernung zum Motiv, z.B. 6 Meter, und kannst die dazu passende Blende (hier: Blende 4) ablesen. Das gilt für die volle Leistung. Würdest Du den unteren Schieber mit dem "Halbmond" (halbe Leistung) auf 50 ASA stellen, würde sich Blende 2 als korrekter Wert ergeben - ganz korrekt nach der Formel der Leitzahlrechnung.

Ich hoffe, daß ich mit meiner Interpretation richtig liege und daß ich mich einigermaßen verständlich ausgedrückt habe.

Gruß

Rainer

edit: der Blitz bietet nur die Funktionen, die bei einer Kamera ohne Blitz-TTL-Automatik machbar sind. Mehr Komfort hast Du mit einem Blitz, der die Möglichkeiten der EOS 3 voll ausnutzen kann, wie z.B. die Canon-Blitze der EX-Baureihe (e-ttl). Wenn Du später mal auf eine digitale EOS umsteigen willst, muß es ein EX-Blitz sein oder ein eTTL-fähiger kompatibler Blitz von Metz, Sigma oder Cullmann.

Hier ein sehr informativer Link zum EOS-Blitzsystem:

http://photonotes.org/articles/eos-flash/

edit2:

"Thread" ist der Diskussionsstrang, d.h. die Abfolge der Beiträge. Du meinst den Link. Wenn Du beim nächsten mal das [img] vorne und hinten wegläßt, sollte es als klickbarer Link funktionieren. Wie man das Bild in den Beitrag reinfummelt, weiß ich auch nicht auf Anhieb.
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« Antworten #10 am: 31. Dezember 2006, 00:04:59 »

Danke für deine sehr detaillierte Beschreibung.

Noch eine Frage:

Wie funktioniert der Automatikbetrieb?

Wenn ich auf "A" stelle und einen ASA200 Film eingelegt habe und an dem untere Schalter (links neben dem "A/M"-Schalter) auf grün Stelle.

Muss ich nun den mittleren Schieber so einstellen, dass der Halbmond auf 200 steht. Und kann ich nun bei Blende 4 Objekte in einer Entfernung von 6 bis 1 Meter aufnehmen und der Blitz passt sich an?

Oder habe ich das falsch verstanden?

Das mit dem Manuellen Betrieb habe ich genau so verstanden, jedoch immer andersherum verwendet: 200er Film, Objekt in 3 Meter Entfernung, Halbmond (halbe Stärke), dann muss Blende 8 gewählt werden. Richtig?

Machen Foto-CDs bei Erstabzügen Sinn, oder ist die Qualität eher bescheiden?

Gruss
Jens
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« Antworten #11 am: 31. Dezember 2006, 00:44:53 »

Hallo Jens.

die Leitzahl bei 200 ASA liegt bei 49 (35 x 1,4). Bei Blende 4 reicht der Blitz bis ca. 12 m (nach der Leitzahlformel). Deshalb bin ich der Meinung, daß im Automatikbetrieb der Vollmond auf 200 stehen muß. Denn nur dann paßt alles zusammen. Die "Marke" auf dem Schieber ist im Automatikbetrieb grundsätzlich der Vollmond. Aber das Prinzip hast Du richtig verstanden. Der Sensor im Blitz mißt das reflektierte Licht und die Automatik regelt den Blitz ab (über die Blitzdauer), so daß die Belichtung stimmt. Der Regelbereich wird durch die Länge der farbigen Balken angezeigt.

Deine Frage den manuellen Betrieb betreffend beantwortet sich auch wieder durch die Leitzahlrechnung. Halbmond (halbe Leistung) bedeutet halbe Leitzahl (d.h. 35/2 = 17), wegen 200 ASA aber mit 1,4 malgenommen, ergibt 24. 24 geteilt durch 3 ergibt 8. Blende 8 ist also richtig.

Ist also alles eine ganz einfache Rechnung.

Die Zahl 1,4 ist übrigens ein Näherungswert. Exakterweise müßte man die Wurzel aus 2 nehmen (1,4142....). Der Wert kommt dadurch zustande, daß die Lichtintensität mit der Entfernung in einem quadratischen Verhältnis abnimmt. (Quadratwurzel = Umkehrung).

Zu den Foto-CDs: nach meinen und vieler anderer Leute: sehr bescheiden, sowohl in punkto Auflösung als auch sonst. Das Geld kann man sich sparen, es sein denn, man will sich parallel zum Fotoalbum ein Archiv zur Übersicht auf dem PC anlegen. Zu mehr taugt die Qualität wirklich nicht.

Gruß

Rainer
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« Antworten #12 am: 31. Dezember 2006, 20:29:56 »

mmmmhhhh! Eins verstehe ich allerdings nicht bei diesem Blitz:

Warum ist die Einstellung am M/A-Schalter von Manuell zu Automatik entgegengesetzt?!

Bei "M" Vollmond ist die Volle Leistung des Blitzes aktiviert, und bei "A" gelb ist jedoch die kleinste Einstellung (bei ASA200 und VollmondBelnde 16/22 von <1 bis 3 Meter)

Irgendwie wiederspricht sich die Einstellung?! Oder?

Gruss Jens
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« Antworten #13 am: 31. Dezember 2006, 21:22:04 »

Einen Widerspruch vermag ich nicht zu erkennen. Die Reichweite in der "gelben" Position ist doch nur deshalb kleiner, weil die Blendenöffnung kleiner ist. Der Leistungsbereich des Blitzes ist absolut gesehen in allen Automatikstellungen der gleiche - nur das, was auf dem Film ankommt, unterscheidet sich.

Anders ausgedrückt: eine 60-Watt-Glühbirne bleibt auch dann eine 60-Watt-Glühbirne, wenn Du sie mit zugekniffenen Augen betrachtest.

Gruß

Rainer
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« Antworten #14 am: 31. Dezember 2006, 22:21:25 »

Stimmt! Wenn man das so betrachtet, hat es schon seinen Sinn!

Danke für die Infos und einen guten Rutsch...

Ich werde von meinen Ergebnisen berichten...

Gruss
Jens
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