23. Mai 2012, 18:15:45
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Autor Thema: Keine Ahnung vom Diaprojektor  (Gelesen 1972 mal)
MichiV
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« am: 13. Dezember 2006, 19:23:09 »

Hallo, nachdem ich nun eineiges über die Diafotografie gelesen habe, mochte ich auch mit Dia fotografieren. Ohne  Diaprojektor halte ich das aber für sinnlos. Mit der Suchfunktion habe ich nicht allzuviel hier im Forum gefunden (Mist Digitalzeitalter, aber Internet finde ich gut :-) ). Es gibt wohl welche mit Plastiklinsen, austauschbaren Objektiven und es gibt bessere Marken. Es soll ein Gebrauchtgerät sein.

Kann man auf dem ersten Blick überprüfen, ob es einigermaßen heile ist und was ist mit den Lampen? Ich weiß, das Lampen für Beamer sündhaft teuer sind. Wie ist  das beim Diaprojektor und muss man auf etwas bestimmte achten? Es soll ein einfaches Gerät sei.
Ich habe nicht verstanden, warum es Projektoren mit Autofokus gibt. Warum gibt es 80mm und auch 150mm Objektive? Werden dann Bilder mit 28mm Objektiv aufgenommen anders dargestellt oder hat das was mit der Abbildungsgröße zu tun? Hat die Lichtstärke damit was zu tun, wie dunkel man den Raum machen muss?
Vielleicht gibt es ja Homepage in der alles erklärt wird.
Hat Foto Erhardt vielleicht eine Gebrauchtgerät im Angebot?
Schonmal danke
Gruß
Michi
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Christoph K.
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« Antworten #1 am: 13. Dezember 2006, 19:59:03 »

Hallo Michi,

Projektoren mit Autofokus stellen automatisch scharf. Das ist sehr praktisch, Du stellst nur das erste Dia von Hand ein, den Rest macht der Projektor. Selbst wenn das Bild nach kurzer Standzeit "ploppt" korrigiert der AF das sofort.
Die Brennweite der Objektive ist wichtig wegen der Entfernung Leinwand-Projektor. Je länger die Brennweite, desto größer kann der Abstand sein. 80mm sollten aber fürs Wohnzimmer reichen.
So, ich hoffe das reicht fürs Erste...

Gruß,
Christoph
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Rainer Hey
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« Antworten #2 am: 13. Dezember 2006, 20:04:13 »

Hallo Michi,

einige Mainzer Fotofreunde haben eine DIA-FAQ zusammengetragen:

http://www.rhein-main-fototreff.de/

Ich denke, daß dort alle Antworten enthalten sind. Wenn nicht, einfach hier nochmals nachhaken.

Die Lampen kosten kein Vermögen (um 10 Euro). Einfache Projektoren bekommst Du fürn Appel und Ei, aber eher von Privat. Da Händler die Gewährleistung nicht ausschließen dürfen, lohnt sich der Handel mit Gebrauchtgerät bei den niedrigen Erlösen überhaupt nicht mehr. Falls Du mal zufällig in Nordhessen vorbeikommst, kannst Du bei mir einen alten Projektor und eine Leinwand für lau abholen. Wie gesagt: Abholen. Zum Paketpacken habe ich keine Lust.

Gruß

Rainer
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MichiV
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« Antworten #3 am: 17. Dezember 2006, 17:58:45 »

Erstmal danke für die Antwort, genau so eine Seite über Dias habe ich gesucht. Eine Frage habe ich aber doch noch.

Ich möchte ja die Diafotografie ausprobieren, weil die Fotolabore die Dias so entwickeln sollen, wie man es wirklich fotografiert hat, also ohne den absichtlichen Rot- oder Blaustich  oder andere Effekte auszufiltern. Wenn ich dann aber doch von einem Dia ein Papierabzug haben will, muss ich dann darauf hinweisen dass da nichts ausgefiltert werden soll oder kann ich mit ruhigem gewissen auch Dias beim Billiganbieter auf Papier ziehen weil da nie was ausgefiltert wird?

Auf dem Film, egal ob Dia oder Negativ wird doch immer alles so dargestellt, wie man es fotografiert hat. Also werden doch auch bei der Negativentwicklung erst beim Abzug auf Papier bestimmte gewünschte „fehler“ korrigiert so dass ich bei der Erstbestellung die günstigste Variante beim Discounter nehme und die guten Bilder dann in einem richtigen Fotogeschäft nachbestelle und mit dem Entwickler rede, wie die Fotos werden sollen. Habe ich etwa ein Denkfehler und es werden bei der Entwicklung bereits auf dem Negativ die Korrekturen ausgeführt?

Das kann ich mir aber nicht vorstellen und darum verstehe ich nicht, warum es heißt, dass auf einem Dia keine Korrekturen vorgenommen werden, denn auch bei einem Negativ kann ich mit dem Entwickler reden dass keine Korrekturen vorgenommen werden, zumindest in einem Fotogeschäft, die selber entwickeln.


Leider habe ich auf der Fotobörse am Samstag kein Diaprojektor gefunden. Die hatten zwar welche, aber erst ab 300Euro. Dafür habe ich zwei schöne original Pentax Asahi Objektive für 30Euro/Stück bekommen.(Sind die original Pentax Objektive wirklich besser als vielen Fremdhersteller so wie es viel behaupten?) Ich bin gespannt!  Es war kein Flohmarkt so wie die letzten male und darum waren die Preise nicht ganz so günstig, aber immernoch günstiger als beim regulären Gebrauchtverkauf im Geschäft. Na denn werde ich mich mal weiter nach einem Projektor umschauen.

Gruß
Michi
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MichiV
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« Antworten #4 am: 17. Dezember 2006, 18:41:02 »

Leider ist die Auswahl zu gross. Kann jemand was über die Geräte Rollei P 350 AF,  Revue AS 33,  Rollei P 35 A, Zeiss Ikon Perkeo Autofocus S250, sagen?
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Rainer Hey
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« Antworten #5 am: 17. Dezember 2006, 19:44:06 »

Google sagt, daß der Rollei P35A nur Gemeinschaftsmagazine schluckt. Ich würde ein Gerät bevorzugen, daß auch mit den CS-Magazinen umgehen kann. Zu den anderen Geräten konnte ich keine Info finden.

Zu deiner anderen Frage

"Auf dem Film, egal ob Dia oder Negativ wird doch immer alles so dargestellt, wie man es fotografiert hat."

Das ist nur beim Diafilm der Fall. Der Blick auf ein Negativ dürfte als Beweis durchgehen (Stichwort Maskierung).

Abzüge vom Dia werden ohne Korrektur durchgeführt - das sind jedenfalls meine Erfahrungen. Das bedeutet nicht, daß es ganz ohne Farbstiche abgeht. Die Maschinen sind nicht immer gleich gut kalibriert.

Gruß

Rainer
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MichiV
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« Antworten #6 am: 17. Dezember 2006, 21:04:53 »

Danke, dann hast meine Idee bestärkt und werde mal mit Diafilm fotografieren, sobald ich ein Projektor habe. Macht bestimmt noch mehr spaß da man genaer belichten muss. Aber was meinst du mit Maskierung?
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Rainer Hey
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« Antworten #7 am: 17. Dezember 2006, 21:38:09 »

Das Trägermaterial moderner Negativfilme ist nicht farblos, sondern orange. Dies dient, vereinfacht ausgedrückt, der Verbesserung der Farben (genauer: zur Eliminierung der Nebenfarbdichten). Nimm das mal so hin - um das wirklich zu verstehen, muß man ziemlich tief in die Materie einsteigen. Ich würde die Erklärung auch nicht hinbekommen. Bei Bedarf hilft Google:

http://www.foto.unibas.ch/SKRIPTEN/ScriptColor/07_kap_6_Modernes_Farbfilm.pdf

Die Technik wurde Anfang der 70er Jahre eingeführt. Meine ersten CN-Filme in den 60er Jahren hatten noch einen klaren Träger.

Beim Vergrößern wird die Orange-Maske herausgefiltert; das gleiche passiert beim Scannen von Color-Negativen.

Gruß

Rainer
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« Antworten #8 am: 22. Dezember 2006, 12:20:56 »

Zitat von: "Rainer Hey"
Beim Vergrößern wird die Orange-Maske herausgefiltert; das gleiche passiert beim Scannen von Color-Negativen.

Uebrigens:
Das das Scannen inzwischen recht populaer geworden ist, bietet
die Firma MACO mittlerweile (oder wieder) einen unmaskierten
400 ISO Farbnegativfilm mit der Bezeichnung Rollei Scanfil CN400PRO an,
der (auch) im C-41 Prozess verarbeitet werden kann.
Der Film wird wohl seit laengerer Zeit fuer Luftbildaufnahmen genutzt.

Wie ich gelesen habe, ist der Entwicklungsprozess maßgeblich für die
Qualität des entwickelten Filmes entscheidend.

Ausserdem leidet der Film angeblich unter sog. Nebendichten, die
nicht mehr korrigierbare Farbstiche erzeugen (deswegen wurde
seinerzeit die Maskierung ueberhaupt eingefuehrt, siehe Reiners
Erklaerung) und so der Vorteil  der Nichtmaskierung hinsichtlich
Farbkorrigierung  aufwiegt. Wie gesagt: "angeblich".

- Juergen -
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« Antworten #9 am: 22. Dezember 2006, 13:24:02 »

Zitat von: "MichiV"
Danke, dann hast meine Idee bestärkt und werde mal mit Diafilm fotografieren


Wenn es Dir auf gute Printqualität und nicht auf die Projezierbarkeit ankommt, würde ich einen anderen Weg wählen.

Fotografieren auf Negativmaterial udn anschließendes einscannen, optimieren und digital an die Belichter schicken.

Der geringe Kontrastumfang von Diafilm ist zwar bei der Projektion ganz nett, aber für die normale Fotografie meistens eher ein Fluch.
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MichiV
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« Antworten #10 am: 22. Dezember 2006, 14:17:57 »

Danke, aber auf einscannen, optimieren und digital an die Belichter schicken habe ich keine lust, zumal ich weder Scanner noch ISDN oder DSL habe . Ich surfe noch auf die altmodische Art mit 56k Modem.  Mir kommt es darauf an, möglichst günstig (da ich chronisch pleite bin) Filme zu entwickeln. Bei Dias braucht man nur die Entwicklung zu zahlen und dann kann man es sich am Projektor ansehen. Außerdem möchte ich so oder so mal mit Diafilm fotografieren da man genauer Belichten muss. Dass macht bestimmt mehr spaß, denn spaß an der Fotografie steht bei mir im Vordergrund und nicht das Endergebnis. Beim Negativfilm möchte ich natürlich eine hohe Printqualität haben, aber auch hier kann ich mir leider nur den Discounter leisten. Die besten Bilder bestelle ich dann in einem guten Fachgeschäft nach.
Gruß
Michi
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