Hallo Dave,
schon richtig. Beim ersten Autobild ist die Kamera statisch, beim zweiten wird sie (wie das Gewehr beim Tontaubenschießen) mitgezogen. Die Belichtungszeit darf nicht zu kurz sein und das Mitziehen muß natürlich trainiert werden.
Die Delphine sind ohne Mitziehen einfach mit einer sehr kurzen Belichtungszeit gemacht worden, die jede Bewegung einfriert. Bei den Delphinen kommt hinzu, daß der Fotograf ausgelöst hat, als die Delphine das obere Ende der Flugbahn erreicht hatten - sozusagen kurz vor dem Fall. Die Bewegungsgeschwindigkeit ist in diesem Moment minimal.
Mit Deiner Casio kannst Du das nicht bewußt nachvollziehen, weil sie keine separate Einstellung der Belichtungszeit erlaubt. Indirekt mag es gehen, weil vielleicht eines der Bestshot-Programme die gleiche Wirkung hat. Schau mal in der Anleitung, ob diese diesbezüglich etwas hergibt. Nachträglich kann man natürlich durch Auslesen der EXIF-Informationen die Belichtungszeit erkennen.
Bei der Behandlung des Themas solltest Du auch die Möglichkeiten, die ein externes Blitzlicht bietet, nicht außer acht lassen. Google mal nach Stroboskop-Blitz:
Die Aufnahmen finden in einem dunklen Raum statt. Der Kameraverschluß bleibt offen (Langzeitbelichtung). Nun bewegt eine Person den Arm (z.B. mit Tennisschläger), gleichzeitig sendet ein Blitz kurze Lichtimpulse. Das Bild wirkt dann wie eine Montage von Einzelbildern. Sportler haben früher, als die Videotechnik noch nicht so ausgefeilt war, Bewegungsstudien gemacht.
Beispiel:
http://www.metz.de/photo_electronics/stroboskop_blitzen.160.htmlhttp://www2.hu-berlin.de/fpm/popscrip/themen/pst07/pst07080.htmDann haben wir noch die Möglichkeit, mit der Art und Weise der Blitzsynchronisation Bewegung zu visualisieren:
Mehr dazu hier:
http://home.datacomm.ch/fotografie/blitz/ --> Langzeitsynchronisation
Interessant wäre auch ein Ausflug in eine bestimmte Stilrichtung der Malerei, die von der Fotografie (Stroboskop-Fotografie) beeinflußt wurde. So steht hier
http://www.giacomo-balla.de/in einem Text über den italienischen Maler Giacomo Balla (ein italienischer Futurist):
"Die in Paris gewonnenen Eindrücke werden sich später in seinen futuristischen Bildern auswirken, in denen er die aus der Fotografie übernommene chronofotografische Analyse der Bewegung und die Benutzung des künstlichen Lichtes als Ausdrucksmittel einsetzt"
Gruß
Rainer