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Autor Thema: Fotografie und Bewegung  (Gelesen 2078 mal)
Dave2040
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« am: 02. Dezember 2006, 18:11:35 »

Hallo,

ich bin neu auf dem großen Gebiet der Fotografie. Bin zwar selbst ein Digi Cam Besitzer (Exilim EX-Z5) aber soviel Ahnung vom Fotografieren hab ich nicht.
Jetzt muss ich ein BK-Referat über das Thema "Fotografie und Bewegung" machen. Was für verschiedene Rubriken gibt es denn?
Es gibt ja versch. Darstellungsweisen für Bewegungen über die Fotografie. Sei es ein verschwommenes Auto mit scharfem Hintergrund, oder gerade umgekehrt. Dann lässt sich noch aufs Daumenkino bzw. Comics allgemein verweisen... aber ist das schon alles?
Ich kenne mich da echt nicht aus und fände es sehr hilfreich, wenn jemand mit ein bisschen mehr Ahnung mir wenigstens sagen könnte, in was für verschiedenen Rubriken die Bewegungn mit der Fotografie zusammenhängt.

Danke schonmal im Vorraus.

Grüße,
Dave
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Rainer Hey
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« Antworten #1 am: 02. Dezember 2006, 21:19:07 »

Hallo Dave,

nir fallen da schon einige Dinge ein, aber bevor ich lostippe, wüßte ich gerne, wofür Du das Referat machen sollst. Schule? Oberstufe? Eher technikorientiert oder Kunstunterricht?

Und was Du mit "Rubriken" meinst, verstehe ich auch nicht. Geht es nur um Techniken?

Ein Tipp schon mal vorab: ohne Bildbeispiele wird Dein Referat kaum die Adressaten erreichen. Deshalb würde ich an Deiner Stelle diverse Internet-Galerien (wie z.B. Fotocommunity) durchforsten nach Bildern, die Deiner Meinung nach eine Bewegung gut ausdrücken. Die enstprechenden URLs verlinkst Du hier und ich (und andere) können dann sagen, mit welcher Technik sie gemacht wurden. Wenn Du die Bilder dann für das Referat verwendest, solltest Du vorher die Bildautoren um Genehmigung bitten (dürfte normalerweise kein Problem sein), da Du ansonsten mit dem Urheberrecht in Kollision kommst.

Gruß

Rainer
Gruß

Rainer
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Dave2040
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« Antworten #2 am: 07. Dezember 2006, 21:19:20 »

Hey Rainer,

das Thema ist wie gesagt Fotografie und Bewegung. Ich hab mittlerweile herausgefunden, dass ich etwas über Muybridge und Marey erzählen soll, da die beiden ja die wichtigsten Vertreter der Chronofotografie sind. Smiley

Jetzt aber zu den Fotos!

Hier habe ich einmal zwei Autos. Einmal ist das Auto verschwommen, aber der Hintergrund scharf, und das andere mal umgekehrt.





So... nun meine Frage. Auf der Seite, woher ich die Bilder habe, heißt es dass für solche Aufnahme das Halten der Kamera ausschlaggebend ist. Also z.B. ob man es auf der Hintergrund fixiert und dann abdrückt, wenn das Auto vorbeifährt, oder eben die Kamera mit dem Auto "mitführt", sodass der Hintergrund sich ständig ändert. Unter anderem wurde als weiteres Kriterium auch noch die Verschlusszeit genannt. Allerdings habe ich keine hypermoderne Spiegelreflex oder so, sondern "nur" eine Casio Exilim mit 5,0 megapixel. Die einzige Einstellung, die ich dazu finden kann ist "Schnellverluss: Ein oder Aus".
Reicht das auch schon für solche Aufnahmen?
Und dann noch eine Frage. Hier ein Bild zweier Delphine. Jedoch sind hier Hintergrund sowieso Objekt/Motiv gestochen scharf. Wie macht man das?



Schonmal danke im Voraus für eure Antworten =)

Grüß,
Dave
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Rainer Hey
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« Antworten #3 am: 08. Dezember 2006, 00:39:02 »

Hallo Dave,

schon richtig. Beim ersten Autobild ist die Kamera statisch, beim zweiten wird sie (wie das Gewehr beim Tontaubenschießen) mitgezogen. Die Belichtungszeit darf nicht zu kurz sein und das Mitziehen muß natürlich trainiert werden.

Die Delphine sind ohne Mitziehen einfach mit einer sehr kurzen Belichtungszeit gemacht worden, die jede Bewegung einfriert. Bei den Delphinen kommt hinzu, daß der Fotograf ausgelöst hat, als die Delphine das obere Ende der Flugbahn erreicht hatten - sozusagen kurz vor dem Fall. Die Bewegungsgeschwindigkeit ist in diesem Moment minimal.

Mit Deiner Casio kannst Du das nicht bewußt nachvollziehen, weil sie keine separate Einstellung der Belichtungszeit erlaubt. Indirekt mag es gehen, weil vielleicht eines der Bestshot-Programme die gleiche Wirkung hat. Schau mal in der Anleitung, ob diese diesbezüglich etwas hergibt. Nachträglich kann man natürlich durch Auslesen der EXIF-Informationen die Belichtungszeit erkennen.

Bei der Behandlung des Themas solltest Du auch die Möglichkeiten, die ein externes Blitzlicht bietet, nicht außer acht lassen. Google mal nach Stroboskop-Blitz:

Die Aufnahmen finden in einem dunklen Raum statt. Der Kameraverschluß bleibt offen (Langzeitbelichtung). Nun bewegt eine Person den Arm (z.B. mit Tennisschläger), gleichzeitig sendet ein Blitz kurze Lichtimpulse. Das Bild wirkt dann wie eine Montage von Einzelbildern. Sportler haben früher, als die Videotechnik noch nicht so ausgefeilt war, Bewegungsstudien gemacht.

Beispiel:

http://www.metz.de/photo_electronics/stroboskop_blitzen.160.html

http://www2.hu-berlin.de/fpm/popscrip/themen/pst07/pst07080.htm

Dann haben wir noch die Möglichkeit, mit der Art und Weise der Blitzsynchronisation Bewegung zu visualisieren:

Mehr dazu hier:

http://home.datacomm.ch/fotografie/blitz/  --> Langzeitsynchronisation

Interessant wäre auch ein Ausflug in eine bestimmte Stilrichtung der Malerei, die von der Fotografie (Stroboskop-Fotografie) beeinflußt wurde. So steht hier

http://www.giacomo-balla.de/

in einem Text über den italienischen Maler Giacomo Balla (ein italienischer Futurist):

"Die in Paris gewonnenen Eindrücke werden sich später in seinen futuristischen Bildern auswirken, in denen er die aus der Fotografie übernommene chronofotografische Analyse der Bewegung und die Benutzung des künstlichen Lichtes als Ausdrucksmittel einsetzt"

Gruß

Rainer
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