23. Mai 2012, 18:03:13
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Autor Thema: Auswahl  (Gelesen 1559 mal)
Damokles
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« am: 01. Dezember 2006, 07:28:07 »

Hallo erst einmal.

Ich bin ziemlich neu hier. Ich habe mich aber eingeschrieben, weil ich schon gerne Fotografiere. Klingt irgendwie logisch. Bis jetzt habe ich immer nur mit einer kleinen "party-cam" geknippst, da mein Budget etwas knapp war.
Die Meisten meiner Bilder haben aber nichts mit Feten zu tun, sondern eher Gebäude Landschaften, Personen, deshalb wollte ich nun auch ein etwas besserer Apparat kaufen.
Zur Zeit sehe ich zwei Optionen: den Canon 400D und den Olympus E500.
Ich habe mich zwar schon informiert (auf Internet, in Fotoladen, in Fotovereine der Gegend, ...), leider hat jeder seine Meinung dazu. Besserer Prozessor bei Canon, bessere Anfangslinsen beim Olympus, .... Am Ende ist die Wahl immer noch schwierig. Als Einsteiger weiss man also nicht ganz genau was zu nehmen. Preislisch gesehen hat der Olympus hier mit 2 Objektive einen Vorteil von 200€  (wegen einem Weihnachtsrabat).

Vielen Dank für die Kommentare, Ratschläge und anders,
euer Michel
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Rainer Hey
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« Antworten #1 am: 01. Dezember 2006, 09:45:17 »

Hallo Michel,

Du machst mit keiner der beiden Kameras etwas falsch.

Allerdings ist die Olympus bei höheren Empfindlichkeiten (400 ISO und höher) im Nachteil (wg. des kleineren Sensors); die Bilder rauschen stärker. Und der Autofokus soll nicht ganz so schnell sein. Wenn diese Punkte für Dich wichtig sind, würde ich die Reviews auf www.dpreview.com vor einer Entscheidung nochmals genau ansehen.

http://www.dpreview.com/reviews/canoneos400d/
http://www.dpreview.com/reviews/olympuse500/

Zu bedenken ist auch, daß man sich beim Kauf einer DSLR auf das ganze System festlegt. D.h. man sollte prüfen, ob Zubehörteile, die später mal angeschafft werden sollen (weitere Objektive, Blitzgerät etc.) vorhanden sind und was sie kosten.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                

Der Schritt von einer Party-Knipse zu einem DSLR-System ist allerdings ein großer Schritt, der wohl überlegt sein muß. Das fängt schon damit an, daß man das Display nicht zum Fotografieren benutzen kann; es dient nur zur Einstellung im Menu und zur nachträglichen Bildkontrolle. Nicht die Kamera macht gute Bilder, sondern der Fotograf. Und das auch nur dann, wenn er mit dem Werkzeug umgehen kann. Dazu gehören Grundkenntnisse in der Fototechnik (was bewirken Blende, Belichtungszeit etc.) und auch in der Bildbearbeitung. Das kann man alles lernen, auch durch gute Internetseiten (www.fotolehrgang.de z.B.), aber man muß es auch wollen.

Weiterhin ist zu beachten, daß die Objektive bestimmend sind, was die (technische) Bildqualität angeht. Die preisgünstigen Setobjektive sind brauchbar, reizen aber das Machbare nicht aus. Sind sozusagen runderneuerte Reifen auf einem Sportwagen.

Bitte nicht falsch verstehen. Das ist als freundlich gemeinter Hinweis gedacht, der vor späterer Kaufreue schützen soll.

Gruß

Rainer
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senderlisteffm
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« Antworten #2 am: 01. Dezember 2006, 10:50:09 »

Zitat von: "Damokles"

Zur Zeit sehe ich zwei Optionen: den Canon 400D und den Olympus E500.


Ich würde noch eine dritte mit hinzu nehmen. Die Nikon D50. Ist zwar augenblicklich schwer zu bekommen, da Nikon offensichtlich alle Produktionskapazitäten auf die D80 und D40 konzentriert, aber preislich gibt es derzeit nichts besseres.

Für 550 Euro bist Du mit dem Nikon Kitobjektiv, welches von der Bildqualität garnicht so schlecht ist, dabei.

Wenn Du die Auswahl nicht so wie die meisten Leute treffen willst, sondern vernünftig, dann suche Dir zuerst Dein(e) Wunschobjektiv(e) aus und schaue dann, ob es da auch eine passende Kamera dazu gibt.

Meine persönliche Meinung. Ich würde Canon oder Nikon wählen.

Warum? Beide produzieren große Stückzahlen. Das bedeutet, daß es für Fremdentwickler für Hard- und Software viel attraktiver ist, Zubehör zu entwickeln.

Und den 4/3 Sensor finde ich unglücklich. Eigentlich braucht man fast immer 3/2 Bilder. So ist man gezwungen von JEDEM Bild einen Ausschnitt zu machen. Außerdem ist es total ärgerlich, wenn man zu Hause dann feststellt, daß man sich vor Ort verschätzt hat und das Bild nicht in den 3/2 Rahmen paßt.

Außerdem ist der kleine Sensor noch problematischer im Weitwinkelbereich, als der der Konkurrenz.
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Damokles
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« Antworten #3 am: 01. Dezember 2006, 18:46:01 »

Danke erst einmal für die schnelle Antwort.



zu Rainer (und andere eigentlich auch):

Keine Panik, ich wollte den Kauf auf keinen Fall überstürtzen, deshalb informiere ich mich links und rechts: Internet, Fotoclub, Professionnelle Fotografen, ...

Für spätere Anschaffungen habe ich auch geguckt, habe unter anderem gemerkt dass Canon einen doppelten Markt führt, ... zwei verschiedene Qualitäten bei den Linsen. Mein Ziel ist auch dass ich manche Objektive bei einem späteren Kauf doch noch benutzen kann (oder weitere dazu kaufen kann)

Den "Schritt von einer Party-Knipse zu einem DSLR-System" mache ich ja gerade nicht, da meine Bildern nur selten Fetenhaft sind. Ausserdem habe ich mein Display fast nie zum Fotographieren benutzt (weil ich es auf sparsam schaltete, so kann ich Akku schonen). Ob ich ein guter Fotograf bin oder nicht kann und will ich nich bewerten. Ich kann mich auf jeden Fall verbessern.

Grundkenntnisse in der Fototechnik ... hmmm ... Habe vor 9 Jahren Mal mit traditionnellen Apparaten Mal gearbeitet (sehr kurz) und auch die Fotos entwickelt. Das war so ein Schnelluntericht über Fotografie. Das müsste ich aber auffrischen, da ich es erstens vieles vergessen habe, zweitens weil sich einiges bestimmt geändert hat. Bildbearbeitung per Photoshop, mache ich aber noch regelmässig (mit dem Preis, will ich das Programm ja auch voll ausnutzen)

Gerade weil die Objektive (des Startpakets) der Canon ziemlich zweifelhaft schienen, stellte ich mir die Frage ob es sich lohnt.

Kaufreue erfahre ich nur sehr selten, da ich mich immer davor informiere (sonst wäre ich nicht hier)



zu senderlisteffm:

Ih muss zugeben, dass ich effektiv eher nach den Objektiven geguckt hatte, eher als nach den Apparaten. Ich befürchte auch dass eine große Marke Mal entscheiden kann die Objektive völlig zu ändern, und dass man nach eine Zeit keine kompatiblen mehr kaufen kann.

Wie sieht es eigentlich mit Staubentfernung aus ? muss man noch immer den Apparat wegschicken ? ... das war eine Plague.  :evil:
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Rainer Hey
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« Antworten #4 am: 01. Dezember 2006, 19:16:42 »

An den Grundlagen der Fototechnik (Zusammenwirken von Belichtungszeit, Blende und Empfindlichkeit und Auswirkung der Parameter aufs Bild) hat sich nichts geändert.

Canon ist nicht der einzige Hersteller, der verschiedene Qualitätsstufen anbietet. Die anderen machen es auch - sonst würden sie bald vom Markt verschwinden.

Staub ist immer noch ein Thema (eigentlich weniger Staub als vielmehr Abrieb der Verschlußmechanik). Aber niemand muß seine Kamera deswegen einschicken. In den DSLR-Foren gibt es hunderte von Threads über das Thema, wie man es selber macht.

Gruß

Rainer
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« Antworten #5 am: 01. Dezember 2006, 19:55:32 »

Ok, wenn es nich allzu viel geändert hat, kann ich bestimmt meine alten Unterrichte suchen und werde eh die Seite Mal besuchen.

Ist es gut zuerst die Hülle mit einem guten Normalobjektiv zu nehmen und dann mit der Zeit andere Objektive bei zu kaufen ?
Kann es nicht sein dass diese nach einer Zeit inkompatibel wird ?

Habe die vorgeschlagene Webseite durchblättert und habe gemerkt, dass die meisten Sachen nicht viel weiter gehen als einfache Optik. Da ich mich ziemlich gut mit Physik auskenne, wird das auch kein Problem für mich sein.
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« Antworten #6 am: 02. Dezember 2006, 13:24:01 »

Zitat von: "Damokles"
Wie sieht es eigentlich mit Staubentfernung aus ? muss man noch immer den Apparat wegschicken ? ... das war eine Plague.  :evil:

Ich kann Rainer nur zustimmen. Reingen kann man selber wenn man
nicht zwei Linke Haende hat, und das dann auch noch alles Daumen sind.

Ich habe mir das mal angesehn mit welcher "Liebe" das die
 Fachwerkstatt macht und das war ein weiterer Grund das
selber zu machen.

Allerdings war es nur einmal noetig eine Nassreinigung
durchzufuehren als ich eine gebrauchte D1x gekauft habe.
In der Regel reicht (regelmaessiges) Ausblasen mit einem
kraeftigen Blasebalg. Von der Benutzung von Klistierspritzen
aus der Apotheke - wie man in Foren haeufig liest - rate ich
allerdings ab. Es gibt fuer wenige Euro vernueftige Baelge
(z.B. von Giottos) die richtig Druck machen und wo auch nicht
die Gefahr besteht, dass man sich Talkum auf den Sensor (bzw.
das AA Filter) spritzt.

Auch sind verschiedene Kameramodelle unterschiedlich betroffen.
Zu Anfang hatte ich mit meiner D70 relativ haeufig Probleme
mit Staub (eher Abrieb), spaeter nicht mehr so. Meine D200
habe ich bei 7000 Ausloesungen nur zweimal ausblasen muessen.

Irgendwelche in die Kamera eingebaute Ultraschall Wackeldackel
Renigungsfeatures sind auf jeden Fall kein Kaufargument fuer mich.

Natuerlich alles IMHO!

- Juergen -
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« Antworten #7 am: 02. Dezember 2006, 15:22:20 »

Zitat von: "Damokles"

Ih muss zugeben, dass ich effektiv eher nach den Objektiven geguckt hatte, eher als nach den Apparaten. Ich befürchte auch dass eine große Marke Mal entscheiden kann die Objektive völlig zu ändern, und dass man nach eine Zeit keine kompatiblen mehr kaufen kann.


Das kann Dir bei einer kleinen Marke genauso passieren! Meines Erachtens sogar eher. Denn die haben nicht so viele Profis, die für mehrere tausend Euro Glas daheim liegen haben und in den nächsten Servicepoint laufen würden, um den Verantwortlichen mit dem Tragegurt zu erwürgen oder mit dem Monopod zu erstechen.

Aber eine Glaskugel haben wir alle nicht.

Canon hat einen harten Schnitt gemacht, als sie die AF Kameras eingeführt haben. Seither paßt alles und im Augenblick sehe ich keine Tendenz, daß sich das ändern könnte. Höchstens, daß sie ihre Probleme mit dem Vollformat Chip nicht in den Griff bekommen und ein größeres Bajonett mit anderem Auflagemaß brauchen.

Bei Nikon passen die alten Linsen alle noch mechanisch. Aber im Augenblick sehr unschön, daß sie ihr Bajonett so schleichend migrieren! So können die billigeren Kameras schon länger nur noch mit CPU Linsen ihre Automatikfunktionen benutzen. Und die D40 wird OHNE AF Motor im Gehäuse kommen. Das bedeutet, wenn Du tatsächlich ein 50er Objektiv für den Anfang kaufen willst, wird das an der D40 und (Glaskugel) vielleicht auch an folgenden Modellen kein Autofokus mehr haben.

Aus diesem Hintergrund würde ich aktuell mal vorsichtig sein, alte AF und AF-D Linsen zu kaufen. Aber ich muß sagen, ich finde das garnicht schlecht. Denn so zwingen die sich, ihre 30 Jahre alten Festbrennweiten endlich mal mit AF-S zu überarbeiten.

Sensor reinigen ist überhaupt kein Problem. Objektiv ab, Spiegel hochklappen und mal kräftig mit dem Hama Dust Ex oder einem vergleichbaren Blasebalg in den Spiegelkasten pusten. Reparatur erledigt.
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