08. Februar 2012, 19:03:51
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Autor Thema: Technische Daten bei STEINER Gläsern  (Gelesen 2538 mal)
chris@lg
Eintagsfliege ?!
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Beiträge: 1


« am: 06. Juli 2006, 14:29:21 »

Hallo,
brauche Rat betreffend frühere Versionen von STEINER-Taschengläsern. Hatte mir ein Wildlife 10x30 gebraucht gekauft, um die bessere Lichtausbeute bei 30mm Objektiv zu bekommen. Nach dem Kauf stellte sich heraus dass es nur ca. 28mm sind, was mir auf einer Messe ein Steiner-MA mit früher großzügigeren Toleranzen (8% erlaubte Abweichung) erklärte. Dennoch fühlt man sich  getäuscht.(':(')

Nun habe ich vor einiger Zeit ein "Predator 12x30" erworben, - natürlich auch mit nur 28mm Obj.Durchmesser. Aber merkwürdigerweise sind Abmessungen und vor allem der beobachtete Vergrößerungsgrad der Glases identisch mit dem "10x30" Wildlife- so zumindest mein Eindruck beim Beobachtungsvergleich. Daher meine Fragen:

- Kann es sein, dass es auch hier Toleranzen gibt, die eine solche Abweichung rechtfertigen? Oder bestehrt hier wieder der Verdacht der großzügigen Produktbeschreibung?
- Kann ich von Größe/Gewicht auf die korrekte oder unkorrekte Angabe der Bezeichnungen schließen?
- Dss "Predator" hat eine grüne Vergütung "zur besseren Filterung rötlicher Töne z.B. von Wild" vor grünem Hintergrund: Ist diese Vergütung wirklich besser als die der Wildlife Serie?
 
Ich hoffe es kann mir jemand helfen!
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Rainer Hey
Administrator
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« Antworten #1 am: 06. Juli 2006, 15:23:16 »

In früheren Beiträgen hatte ich schon erwähnt, daß die Werbeaussagen von Steiner in bestimmten Punkten sehr "sportlich" sind. Insofern sind Deine Feststellungen für mich nicht verwunderlich.

Zu erlaubten Toleranzen kann ich nichts sagen. Ich weiß nur, daß die Objektivlinse meines Zeiss 10x42 exakt 42 mm Durchmesser hat, gemessen exklusive Fassung.

Die Vergütung hat die Aufgabe, Reflexe zu vermindern - und zwar möglichst bei allen Wellenlängen. Wenn sie filtern würde, wäre das Glas nicht mehr farbneutral. Die grüne Vergütung kommt mir deshalb vor wie ein Werbegag - ähnlich wie die "professionelle" rote Vergütung bei Ferngläsern, die man vorzugsweise im Kaffegeschäft oder Discounter kaufen kann.

Es hat schon einen Grund, warum die Leute, die Ferngläser von Berufs wegen benutzen (Jäger), vorzugsweise mit Leica, Zeiss oder Sarowsky arbeiten.

Ich würde mir aber noch an anderer Stelle Rat holen. Auf www.astronomie.de gibt es ein Forum, das sich nur mit Ferngläsern beschäftigt. Dort lesen und schreiben einige Experten, die von Optik mehr verstehen als ich.

Gruß

Rainer
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Emskop
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Beiträge: 69


« Antworten #2 am: 29. August 2006, 12:35:19 »

Hallo
Es ist richtig das beide Gläser von Steiner sind.
Grundsätzlich sollte man sich etwas von dem Vergrößerungsdenken verabschieden. Das mehr an Erkennbarkeit bei höherer Vergrößerung kann durch größerer Handunruhe, weniger Dämmerungsleistung etc. doppelt zunichte gemacht werden. Bei 10 x macht manch einer seine Handunruhe sichtbar. bei 12 x ist wohl eine Auflage oder ein Stativ nötig.
Für viele Kunden ist Vergrößerung ein Agument. Das wissen natürlich die Marketingexperten. Wenn mans recht betrachtet wurde der KUNDE nicht einmal übervorteilt wenn die Vergrößerung näher an dem 10 x statt an dem 12 x liegt. Er hat die Wunschdaten (aufgedruckt) mit der praxistauglicheren Vergrößerung. Auch die Objektivnachmesserei ist nur die halbe Wahrheit. Die Lichtransmission ist mindestens ebenso bedeutent. Denn nur Licht das durchkommt kann gesehen werden. All das Licht was "verloren" geht kann höchstens noch als Steulicht stören.
Allgemein heißt es das dir veringerung von Toleranzen bei Optiken sehr viel Geld kostet.   So kann man nachvollziehen das hier wie so oft gern etwas gemogelt wird.

Vergütungen sind ein seh gut gehütetes Geheimiss. Sie sollen die Lichtransmission fördern und Falschlicht minimieren.

Zu deine Fragen:
-Ja es ist denkbar, denn geringe Tolleranzen führen zu hohen Kosten. Marketiggründe spechen für eine großzügige Auslegung.
- Nein - Testberichte (Stiftung Warentest, Jagdzeitungen, etc.) geben Hinweinse. Top-Marken sind ebenfalls im Vorteil.
- Weis ich nicht. Es gibt von andern eher günstigen Herstellern ähnliche Aussagen. Der Wahreitsgehalt könnte aber gering sein, da ich keine Tets kenne die das belegen. Top-Marken kennen solche Agumente nicht.

Emskopp
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