Hallo,
vorab: das Glas kenne ich nicht. Das, was in den Prospekten steht, hört sich immer gut an - vermutlich sind die Werbetexter der Hersteller besser bezahlt als die Techniker :-)
Ich rate auch Dir, verschiedene Gläser auszutesten - und zwar im direkten Vergleich. Alles andere kann zu einer bösen Überraschung werden, vor allen Dingen für den Fall, daß Du eine Brille trägst.
Informiere Dich vorab hier, damit Du mit dem Fachchinesisch klarkommst:
http://www.foto-erhardt.de/fernglas_grundlagen.php?osCsid=b0edbc7824ce41fb8ad9eaa5ad11b0f310fache Vergrößerung ist übrigens hart an der Grenze dessen, was man mit der freien Hand verwacklungsfrei halten kann. Wer keine absolut ruhige Hand hat, sollte besser ein 8x-Glas wählen - oder eines der Canon-Gläser mit Bildstabilisator.
Nochmals zum Nikon-Glas:
http://www.europe-nikon.com/specifications.aspx?countryId=19&languageId=20&prodId=704&catId=157Das Sehfeld (98 m) könnte besser sein (110 m haben die besseren Gläser), ist aber in der Preisklasse akzeptabel. Der Augenabstand von 16 mm sollte auch für Brillenträger taugen. Insofern lohnt das Ansehen. Aber wie gesagt: nur im unmittelbaren Vergleich (am besten in Ruhe zu Hause) scheiden sich Streu und Weizen. Das Problem ist meist, ein Geschäft vor Ort zu finden, das über eine gewisse Auswahl verfügt. In meinem Wohnort (nordhessische Kleinstadt) konnte man alle Optiker und Fotogeschäfte vergessen; ich bin dann beim Jagdausstatter fündig geworden. Super Auswahl, gute Beratung, fairer Preis - und ich konnte zu Hause testen.
Ein gutes Fernglas ist eine Anschaffung fürs eigene Leben und das der Erben - man sollte deshalb den Preisrahmen nicht zu eng setzen.
Und noch ein Tipp: von Gläsern, die über keinen Mitteltrieb verfügen (Steiner) rate ich ab. Begründung siehe in einem meiner zurückliegenden Beiträge --> Suchfunktion.
Gruß
Rainer