Hallo Peter,
abgesehen davon, daß verglaste Bilder möglichst für das Abfotografieren ausgerahmt werden sollten: mit dem eingebauten oder aufgesetzten Blitz muß es schiefgehen.
Das beste ist Dauerlicht (Baustrahler o.ä.). Das Licht muß im Winkel von 45 Grad auf das Bild gerichtet werden. Für die gleichmäßige Ausleuchtung brauchst Du zwei Strahler, einen links, den andern rechts. Im DSLR-Sucher kannst Du das Licht kontrollieren, dank Digitaltechnik auch ganz schnell das Ergebnis. Blitzen geht natürlich auch, aber nur mit zwei entfesselten Blitzen (mit Diffusor) in entsprechender Anordnung. Stativ versteht sich von selbst.
Falls Du kein verzeichnungsfreies Makroobjektiv zur Verfügung hast, solltest Du durch Ausprobieren ermitteln, bei welcher Brennweite das Zoomobjektiv die geringste Verzeichnung hat, wenn Du nicht später noch die Verzeichnung herausrechnen willst (gekrümmte Bilderkanten geradebiegen).
Zum Nachlesen hier noch ein Link:
http://de.wikipedia.org/wiki/ReprofotografieAn der abgebildeten Reprokamera kannst Du die Anordnung der Beleuchtung ganz gut erkennen.
An der Kamera solltest Du den Markenschriftzug und alles, was reflektieren könnte, mit schwarzem Tape abkleben.
Den Weißabgleich würe ich sehr sorgfältig manuell vornehmen (siehe Anleitung der Kamera), um Farbverfälschungen auszuschließen. Sinnvoll ist, eine Graukarte mitzufotografieren, weil man dann später in der EBV eine Referenz hat. Evtl. in RAW abspeichern, wenn Du einen ordentlichen RAW-Konverter hast.
Gruß
Rainer