23. Mai 2012, 13:50:53
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Autor Thema: Fotographie durch Spektive  (Gelesen 3176 mal)
Eisvogel
Gast
« am: 26. Januar 2006, 09:17:46 »

Hallo,

ich habe ein Soligor Spektiv mit 25 facher Vergrößerung und habe versucht mittels Fotoadapter und SLR Kamera (Film Fujicolor IS0 800) Fotos zu machen!Die Ergenisse sind mehr als mau!Die Belichtung stimmt einigermaßen mit Belichtungsreihe, aber die Bilder sind extrem unscharf, obwohl ich die Schärfe eingestellt habe, keine Verwacklunsunschärfe habe-es war ein klarer windstiller heller Tag!Hat jemand Erfahrungen mit Fotographie durch ein Spektiv?Werden die Ergebnisse besser?Ich kann ja nicht mehr abblenden und habe kein Objektiv mehr vor der Kamera, das ersetzt ja das Spektiv!Was muß ich beachten?

Danke für Eure Hilfe!
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Rainer Hey
Administrator
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Beiträge: 4219



« Antworten #1 am: 26. Januar 2006, 10:54:21 »

Hallo Eisvogel,

manchmal hilft es, wenn man in zurückliegenden Beiträgen stöbert. Hast Du diesen Thread

http://www.foto-erhardt.de/foto-forum/viewtopic.php?t=2475&highlight=spektiv

schon gelesen?


Welche Konstruktion hat Dein Adapter?

Eine scharfe Abbildung ist nur möglich, wenn Du

a) ohne Okular zusammen mit einem rein mechanischer Adapter  oder

b) mit Okular + optischer Adaptierung arbeitest.

Die Vergrößerung 25x ergibt sich ja erst aus dem Quotienten von Objektivbrennweite (des Spektivs) und des Okulars.

Mal angenommen, daß Du alles richtig gemacht hast, fallen mir noch folgende denkbaren Ursachen ein:

1. wackeliges Stativ und/oder wackeliger Stativschelle
2. Verwacklung durch Spiegelschlag
3. Warmluftschlieren
4. zusammen mit a): der Auszug, d.h. Abstand Objektivlinse--> Filmebene ist zu groß/zu klein.

zu 1) welches Stativ benutzt Du? Welcher Stativkopf?

zu2) Spiegelvorauslösung benutzen, sofern die Kamera das bietet. Drahtauslöser oder Selbstauslöser (10 sec Vorlauf) versteht sich von selbst.

zu 3) passiert, wenn man bei kalter Witterung aus dem geöffneten Fenster fotografiert.

zu 4) welche Brennweite hat Dein Spektiv? Wie lautet die exakte Typenbezeichnung?

Gruß

Rainer
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panda41
weiss was
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Beiträge: 91



« Antworten #2 am: 27. Januar 2006, 09:57:02 »

Ich habe da was bei Nikon gefunden, was dich interessieren könnte:

http://www.europe-nikon.com/uploads/nde/Brochures/DE/NIKON_DIGISCOPING_De.pdf
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G
Gert
Eisvogel
Gast
« Antworten #3 am: 06. Februar 2006, 11:05:18 »

Hallo,

Danke ersteinmal für Eure Antworten!

zu den Fragen:

Ich habe ein Soligor High Performance Spektiv HPSS-65 A mit dem Okular GL-25 und den dazu passenden Fotoadapter von Soligor!
Die Brennweite dürfte so bei etwa 1300 mm liegen!
Mein Stativ ist ein Manfrotto mit einem Stativkopf 141, also ein gutes Fotostativ!
Am Stativ hat nicht gelegen, denke ich und Warmluftschlieren kann ich ebenfalls ausschließen, es war draußen ein absolut windstiller klarer Tag!    
Ich denke  der Auszug, d.h. Abstand Objektivlinse--> Filmebene ist zu groß/zu klein könnte eine wesentliche Rolle gespielt haben, sagte man mir auch im Fotofachhandel, Spiegelschlag wäre auch eine Möglichkeit!!!

Wenn die Ergebnisse nicht besser werden und die Erfahrungsberichte zeugen ja davon, werde ich es mal mit einem preiswerten Spiegelobjektiv 500 oder 1000 mm probieren, obwohl ja auch da die Ergebnisse nicht überragend sind!Hat jemand da Erfahrungen mit?

Gruß Eisvogel
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Oto
keine Tüte mehr ...
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Beiträge: 6


« Antworten #4 am: 07. Februar 2006, 12:10:39 »

Hallo!
Wie sieht denn das Bild beim scharfstellen aus, scharf ?
Hab meine Nikon 801 ab und an am Spektiv, da bringt natürlich der kleinste Wackler Unschärfen. Stütz mal Kamera und Spektiv- vieleicht wird es besser.
Gruß
Otto
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Anonymous
Gast
« Antworten #5 am: 23. Februar 2006, 12:27:26 »

Also zunächst zum Spektiv und Okular. Es ist wohl ein recht Preiswertes, und die optische Qualität dürfte entsprechend sein. Leica Zeiss Swarovski  liegen bei ca 1000 und mehr €. Nikon und Kowa auch immer deutlich mehr.
Dann sind 65 mm Objektivöffnung auch nicht der totale Brüller. Da hast du mit dem 25x Okular sicherlich die optimale Vergrößerung gewählt. Ich habe gerade bei Soligor gelesen das die kombination 1400 mm Brennweite bringt. Wenn ein Leica Televid 62 mit einem Fotoadapter 800 mm Brennweite und eine Blende von 12,9 hat dann müsstest du bei einer Blende von ca. 20 liegen (darum bieten andere solche kombinationen auch nicht an).  Ich denke das ist schon ganz heftig. Wie du da noch scharftstellen kannst weiss ich nicht.  Trotz 800 ASA wirst du recht lange, so um 1/60 s, (bei 1400mm !!!) bei etwas Sonnenschein. Bei Bewölkung kann schon in der Natur jede menge Bewegungsunschärfe hinzukommen.  Belichtungszeiten gebrauchen. Da ist trotz des guten Stativ 's jede noch so kleine Bewegung sichtbar. Auch der Spiegelschlag kann da seine Beitrag leisten. Wenn möglich Spiegelvorauslösung benutzen.
Mein Vorschlag:
Statt eines Spielobjetives von Soligor versuch es mit einer kompakten Digitalkamera (Olympus, Sony, Nikon, Fuji) und einem Digitaladapter. Die schüttelt sich beim Auslösen ganz sicher nicht von selbst. Vieleicht kannst du dir sowas Ausleihen.  Vermutlich lösen die Bilder nicht supertoll auf. Aber wenn du die eines 500 Spiel's 3-fach Vergrößerts und dann das Motiv entsprechend ausschneides, geht auch ne menge Details flöten. Zumal ein günstiges Spiegel auch einbußen mit sich bringt. Übrigens auch bei Autofocus mußt du trotzdem manuell am Spektiv scharfstellen.
Den Autofous mußt du ausprobieren, es kann mit gut gehen, vieleicht mußt du ihn aber auch ausschlalten. Die Digicam sollte höchstens eine 3-fachen Soomfaktor haben und ein nicht zu großes Objektiv.(vorm Kauf unbedingt ausprobieren!) In der regel mußt du mit dem Selbstauslöser arbeiten, was natürlich auch Probleme mit sich bringt.
 
Dann noch eine Frage zu der Entfernung. Je weiter das Motiv entfernt ist desto mehr und eher treteten Hitzeschlieren auf. Das kann schon bei rel. kaltem Wetter vorkommen. Windstille ist da kein Indiz. Auch Dunst und  Staubpartikel stören zunehmend wenn auch mit bloßem Auge nicht wahrnehmbar.  Diese Störungen kann keine Technik beseitigen.

Es ist also egal welche Technik du benutzt, immer werden Bilder aus größerer Entfernung Einbußen mit sich bringen.

Wahrscheinlich ist natürlich auch das ein APO Spektiv von den großen 3 (Leica, Swarovsi Zeiss) mehr leistet. Aber da will ich dir nicht reinreden, du wirst sicher Gründe haben.
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Fast Anungslos
Gast
« Antworten #6 am: 19. März 2006, 21:03:21 »

Du wirst wohl am Spielschlag scheitern. Ich interessiere mich für die Kombination SLR Spektiv. Durfte Zeiss Diaskope 85 mit T2-Adapter an meiner Canon EOS 33 testen.
1. Trotz gutem Stativ, konnte ich beim Blick durch den Sucher sehr deutlich Bewegungen nach dem Auslösen (Kabelferbedienung!) feststellen. Fazit: nur mit Spiegelvorauslösung!
2. Lichtstärke von 1:12 trotz 400 ASA bei bewölktem Wetter Belichtungszeiten von mehr als 1/100 s.  Folge: Nur bei gutem Licht brauchbar.
3. Über weitere Entfernungen (200 m und mehr) sind die Staub- und Dunst-Einflüsse doch recht groß. Auch Hitzeschlieren treten schon bei geringen Temperaturen (< 5 °C) und Sonnenschein auf. Folge: Ungestörte Aufnamen sind nur in den Morgen- und Abendstunden oder bei Bewölkung und sehr guter Fernsicht möglich.

Bildqualtitäten wie  bei Standard-Objektiven üblich sind nicht zu erwarten. Genaueres kann ich erst sagen wenn ich den Testfilm entwickelt habe.

Das Spektiv allein ist allerdings (mit dem Vari-Okular) schon optisch viel besser als mein 15 Jahre altes 15 - 40 x 60 Optyolyt.   Besonders aber die Bildhelligkeit und Lichtstärke muss man erwähnen.

Euer Fast Anungsloser
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Fast Anungslos
Gast
« Antworten #7 am: 26. März 2006, 19:29:08 »

Hallo
Jetzt habe ich den Testfilm entwickelt.
Der größte Störfacktor ist wohl der Dunst und andere Luftverunreinigungen. Je weiter das Objekt weg ist desto milchiger werden die Bilder.  Vom Stativ fotografiert mit Belichtungszeiten ab 1/60 s kann ich kaum oder keine unterschiede zur Spiegelvorauslösung feststellen.  Sogar "angelehnte Freihandaufnahmen" gelingen manchmal. Die Auflösung ist nicht ganz so gut, wie bei gute Amateur-Soom-Objetive. Das kann natürlich auch gut an der Wackelei liegen.
Wenn man bedenkt das Spektiv mit dem Fotoadper so gut 2000 € kosten wird, und ein Fotoobjektiv ähnlicher Brennweite sicher mehr als das doppelte kostet, so kann man damit sicher gut leben. Andererseits ist schon zu überlegen, ob der ganze Aufwand lohnt.
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