23. Mai 2012, 12:31:04
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Autor Thema: Zweifach Konverter an Tamron 28-300mm  (Gelesen 2122 mal)
Swen;)
Gast
« am: 20. September 2005, 20:36:55 »

Hallo allerseits...

heute kam mein neuer 2fach Tamron-Konverter für mein Teleobjektiv 28-300mm. Natürlich konnte ich es nicht erwarten, ein paar Testfotos auf meinem Stativ aufzunehmen... mit mäßigem Erfolg!!!

Natürlich habe ich vorher hier und woanders über pro und contra von Konvertern gelesen. Allerdings bin ich sehr ernüchtert über die Brennweitenverdoppelung. Kann es sein, dass bei dieser (für meine Verhältnisse) enormen Brennweite von 300mm an einer EOS 350D die Verdoppelung nur "relativ" zum Tragen kommt???

Habe das Objektiv eines Kollegen probiert (Tamron 18-200mm) und auch ein paar Testfotos gemacht. Fast habe ich den Eindruck, der proportionale Unterschied vom 200er-Objektiv auf's 300er-Objektiv ist der gleiche, wie ein 300er mit 2fach-Konverter, was aber irgendwie nicht sein kann, da ich in diesem Falle rechnerisch auf 600mm komme, was das Verhältnis 100mm (Differenz Objektiv zu Objektiv) zu 300mm (Differenz "nur Objektiv" zu Objektiv mit Konverter) betrifft.

Entweder täuscht mich meine Wahrnehmung oder die Lichtspiegelung in einem Teleobjektiv lässt sich nicht proportional verlängern?Huch

Weiterhin finde ich das schon etwas merkwürdig, dass sich mein Original Canon 17-55mm nicht auf das Bajonett des Konverters passt...

Hoffe, ein paar kompetente Meinungen zu bekommen, die mir (als SLR-Newcomer) hier was erklären können...Huch

Grüße!


Swen;)
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Rainer Hey
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« Antworten #1 am: 20. September 2005, 21:34:37 »

Hallo Swen,

ein 2-fach-Konverter an einem Superzoom ist so ziemlich das unklugste, was man anstellen kann. Dafür sind die Telekonverter auch nicht gedacht.

1. Die Lichtstärke am langen Ende des 28-300 beträgt nur noch 12,6. Im Sucher ist es zappenduster und es ist nur ein Zufall, falls der AF überhaupt funktioniert haben sollte.

2. Superzooms bieten schon von Hause aus keine überragende Bildqualität, weshalb man unbedingt ein bis zwei Blenden abblenden sollte. Die Fehler werden durch einen Konverter verstärkt. Zwei Blenden unter 12,6 ist ca. Blende 22, d.h. die Kombination ist nur in der Mittagssonne am Strand benutzbar.
 
Kommen wir zu Deinen Eindrücken. Die Brennweitenverdoppelung hat ganz sicher funktioniert. Allerdings ist bekannt, daß die Hersteller bei den Brennweitenangaben der Superzooms die erlaubten Toleranzen großzügig ausnutzen. De Fakto sind es vielleicht 270 mm. Diese gelten auch nur in der Unendlichstellung. Konstruktionsbedingt sinkt die Brennweite bei Aufnahmen unterhalb unendlich. Das gilt sinngemäß auch für andere Superzooms. Das mag die Ursache dafür sein, daß die Verhältnisrechung nicht funktioniert.

Das Canon 18-55 (nicht 17-55) ist ein EF-S Objektiv mit modifiziertem Bajonett. Es paßt nur an die EOS 300/350 und an die 20D. Abgesehen davon ist es auch nicht ein Objektiv, das man mit einen Konverter kombinieren sollte.

Konverter sind nur sinnvoll bei hochwertigen lichtstarken Teleobjektiven (Festbrennweiten) oder gemäßigten lichtstarken Telezooms. Die Anfangsbrennweite sollte also schon deutlich im Telebereich liegen, wie z.B. ein EF 2,8/70-210

Ich würde deshalb den Konverter zurückgeben und das gesparte Geld ins Sparschwein geben, um einen Grundstock für ein gutes Teleobjektiv zu haben.

Wozu benötigst Du eigentlich die langen Brennweiten? 300 mm an einer EOS 350D (Blickwinkel wie 480 mm an einer analogen SLR wg. des Cropfaktors) sind doch schon eine Menge Holz.

Gruß

Rainer
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Swen
Gast
« Antworten #2 am: 21. September 2005, 01:27:59 »

Hallo Rainer,

danke für Deine schnelle Antwort. Vorab: dass die Komibation sehr, sehr dunkle Ergebnisse liefert, war mir von Anfang an bewusst; soviel zum Thema "unklug" - Danke!!.

Meine Frage beinhaltete ausschließlich die Proportionalität der Vergrößerung.

Wofür ich das brauche?? Ganz einfach: für hohe Brennweiten!! Ich lebe auf dem freiräumigen Land und ich habe Spass daran gefunden, Dinge in der Entfernung zu vergrößern (z.B. Heißluftballon am Himmel, Mondfotographien, Katze am anderen Ende des Ackers, etc. pp.). Da derartige Brennweiten (>300mm) für mich ansonsten unerschwinglich sind, hielt ich das für eine Möglichkeit, die ausgetestet werden sollte.

Gruß,


Swen
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Rainer Hey
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« Antworten #3 am: 21. September 2005, 01:42:07 »

Hallo Swen,

da bei solchen Aufnahmen das Zoomen und auch der AF meist entbehrlich ist, wäre die gute alte Wundertüte etwas, was Du austesten könntest.

Es handelt sich dabei um das Beroflex 8/500, das auch unter anderen Markennamen vertrieben wurde. Mit Hilfe eines passenden T2-Adapters kann es an fast alle Systeme, auch an Canon EF, adaptiert werden.

Ich bin ziemlich sicher, daß die Aufnahmen besser werden als mit Konverter und Suppenzoom.

Das Beroflex sollte gebraucht ca. 50 Euro kosten.

Gruß

Rainer
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