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Gast DW
Gast
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« am: 18. September 2005, 13:32:52 » |
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Hallo zusammen!
Ich bin auf der Suche nach einem guten 8x56 Glas. Anwendung zu 95% in der Dunkelheit.
Ich bin dabei auf die Steiner Nighthunter gestoßen. Gibt es Meinungen dazu?
Wo ist der Unterschied zwischen der XP und SE Version (ausser im Preis)?
Taugt das Ranger 8x56 was?
Vielen Dank.
Gruß Dirk
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Rainer Hey
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« Antworten #1 am: 18. September 2005, 21:53:53 » |
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Hallo Dirk,
ich war bis vor einigen Monaten auch auf der Suche nach einem guten Fernglas (es ist ein 10x42 geworden) und habe einige Foren (Astronomie, Vogelbeobachter, Fernglasforum) über einen längeren Zeitraum studiert.
Gutes über Steiner-Gläser habe ich nicht finden können. Vor allen Dingen veräppelt Steiner mit seiner "Autofokus"-Masche seine Kunden nach Strich und Faden, so daß selbst die technischen Mitarbeiter dieser Firma den Kopf darüber schütteln, was die Werbeabteilung in die Welt setzt.
Steiner verzichtet bei den meisten Gläsern auf den Mitteltrieb. Nun ist es sehr umständlich, bei jeder Benutzung die beiden Okulare separat zu fokussieren. Deshalb versucht Steiner in seiner Werbung, den Interessenten weiszumachen, daß man diese Einstellung nur einmal vornehmen muß und benutzt dazu den Begriff "Autofokus". Gemeint ist aber letztendlich die Akkomodationsfähigkeit des Auges bei jungen Menschen. Das ist aber keine Erfindung von Steiner, sondern von Mutter Natur. Außerdem läßt diese Fähigkeit im Alter nach. Ich z.B. wäre mit einem solchen Glas ziemlich schlecht beraten gewesen (55 Jahre alt).
Aufgrund der Vorwarnung durch die o.g. Foren habe ich mich mit den Produkten auch nicht weiter auseinandergesetzt. Kauf Dir ein entsprechendes Glas von Zeiss, Leica oder Swarowsky und Du machst nichts falsch. Frage die Jäger, die kennen sich damit aus. Über den Mehrpreis ärgerst Du Dich nur einmal, nämlich beim Kauf. Ein schlechtes Glas verfolgt Dich dagegen solange Du es benutzt.
Im übrigen rate ich dringend, die Entscheidung nur im direkten Vergleich zu treffen. Ein guter Laden gibt Dir übers Wochenende zwei/drei Gläser mit nach Hause, da man im Laden ein Glas nicht testen kann. Achte auf das Blickfeld, auf eine spielfreie Mittelfokussierung, auf Wasserdichtigkeit und darauf, daß die Augenmuscheln teleksopartig verstellbar sind.
Ob ein Glas Freude macht oder nicht, hängt nämlich nicht nur von der Optik, sondern auch von der Handhabung ab.
Ich kann gerne noch ein paar Zeilen darüber schreiben, wenn es interessiert.
Gruß
Rainer
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Gast DW
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« Antworten #2 am: 20. September 2005, 10:14:31 » |
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Hallo Rainer,
erst einmal vielen Dank für Deine Ausführungen.
Ich hatte letzte Nacht die Möglichkeit, durch ein Steiner und ein Minolta Glas zu gucken. Beim Minolta war ich ewig am Scharfstellen mit dem Mitteltrieb, beim Steiner war das nicht nötig. Da habe ich tatsächlich auf beiden Seiten die Einstellung "0" gewählt und alles war scharf zu sehen, egal wie weit weg oder nah dran die Objekte waren. Beim Minolta musste ich ewig "nachjustieren".
Naja, werde wohl noch was besseres testen müssen und viel lesen...
Gruß
Dirk
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Gunther
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« Antworten #4 am: 04. November 2005, 14:08:59 » |
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Steiner verzichtet bei den meisten Gläsern auf den Mitteltrieb. Nun ist es sehr umständlich, bei jeder Benutzung die beiden Okulare separat zu fokussieren. Das gibt es nicht erst seit Steiner es neu erfunden hat. Schon ältere Zeiss Gläser bspw. NVA Gläser DF 7 x 40 und EDF 7 x 40 haben diese Technik. Das ältere Augen da nicht mithalten können ist nicht richtig, da die Augenunschärfe durch das Einstellen der Okulare kompensiert wird. Auch die Akkomodationsfähigkeit spielt eher eine untergeordnete Rolle. Selbst Sehschwache ältere Personen haben im Selbstversuch mit meinem Glas (DF 7 x 40) keinerlei Probleme oder Schmerzen in den Augen verspürt. Daher sind mir die "schlechten Kritiken" nicht so ganz verständlich.
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Rainer Hey
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« Antworten #5 am: 04. November 2005, 14:52:22 » |
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@Gunther
solange man die Gläser ohne Mitteltrieb vor der Benutzung auf die Augen einstellt und im Wesentlichen den Horizont absucht, machen sie keine Probleme.
Aber spätestens dann, wenn man schnell auf ein näheres Motiv (Vogel im Gartenbaum) schwenkt, reicht die Schärfentiefe nicht mehr aus und es muß nachfokussiert werden, wenn die Akkomodationsfähigkeit der Augen nicht mehr ausreicht (ist bei mir der Fall). Die optischen Gesetze sind die gleichen wie bei der Fotografie.
Mein Vater hatte sich zu seinen Lebzeiten auch ein Steiner aufschwätzen lassen und hatte wenig Freude damit. Da ich das Glas noch habe, kann ich das gut nachvollziehen.
Der gute Ruf der Steiner-Gläser entstand in der (Hobby)Seefahrt, wo die Einstellung immer auf Unendlich steht. In dieser "Branche" kommt es hauptsächlich darauf an, daß die Gläser wasserdicht sind, was bei einer Konstruktion ohne Mitteltrieb günstiger zu realisieren ist. Bei den von Dir erwähnten NVA-Gläsern sind die Vorgaben vergleichbar.
Gruß
Rainer
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sniper-k98
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« Antworten #6 am: 04. November 2005, 15:15:55 » |
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kann dir nen zeiss 8*56 empfehlen, was man damit selbst nachts noch sieht im Vergelich zu anderen Herstellern, der Hammer, Für Schwarzwild ideal 
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OS 3 + Sigma 2.8/ 28-70
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Gunther
Gast
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« Antworten #7 am: 04. November 2005, 15:47:08 » |
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@Rainer Da hast du natürlich recht, was die Schärfe im Nahbereich (von 0 bis ca. 20m) betrifft. Was mir am Herzen lag, war diesem ewig negativen Berichten über: "...Werbegag von Steiner..." alles: "...Verbrauchertäuschung..." mal etwas entgegenzusetzen was nicht in der Theorie über die Optik von Ferngläsern auftaucht und das ist das Empfinden des Nutzers. Wie ich oben beschrieben habe, gab es diese Probleme (der fehlenden Akkomodation mit zunehmenden Alter) und die damit verbundene Unnutzbarkeit des Glases nicht. @Gunther In den Foren werden oft die teuersten Gläser der namenhaften Hersteller beschworen. Persönlich habe ich ein altes Fernglas von Rodenstock (2. WK nur zum an- aber nicht durchsehen), eins von Zeiss DF 7x40 und ein kleines Fernglas (8x30 klein und handlich für die Hosentasche z. Zt. leider verlegt weil es so klein ist, habe den Namen nicht Kopf irgendwas mit Wetzlar) und ein Billigglas Optus 10 x 50 SL. Im meinem Segelverein sind einige Jäger die mich leihweise durch ihr teures Glas haben sehen lassen. Erstaunlicherweise sind die Unterschiede der Bilder die man durch unterschiedliche Gläser sieht nicht sehr groß. Selbst das Optus-Billigglas liefert sehr schöne Bilder und es verleitet wenigstens niemanden seines wegen eine Autoscheibe einzuschlagen um sich seiner zu bemächtigen. Vergleiche ich die Gläser (die man alle scharfstellen muss, mit dem DF 7x40 von Zeiss), so hatte ich Anfangs das Gefühl, daß man ein Fernglas doch scharfstellen muss. Je länger dieses Glas bei mir in Gebrauch ist umso mehr kann ich darauf schwören. Und ich glaube es ist für die Augen gar nicht so schlecht, wenn sie sich auf unterschiedliche Tiefenschärfe einstellen müssen. Schliesslich raten alle Arbeitsmediziner bei Bildschirmtätigkeiten zwischendurch auch mal aus dem Fenster zu schauen, da die Augen sonst schnell ermüden. Ermüdungen der Augen konnte ich beim DF 7x40 auch noch nie feststellen, Kopfschmerzen, ect. auch nicht. Man ist auch nicht nur auf den Horizont beschränkt sondern sieht alles ab ca. 15-20m scharf. Es handelt sich nicht um eine Täuschung. Ich habe es mit einem anderen Glas (Optus) verglichen, welches ich auf eine Entfernung von ca. 300m scharfgestellt hatte. Alles davor und dahinter im Abstand von ca. 20 m war scharf und wurde dann unschärfer. Mit dem DF 7x40 alles scharf (wenn auch durch Akkomodation). Deswegen kann ich dir reinen Gewissens raten: "Kauf dir das Glas wenn du damit gut zurechtkommst und du mit der Unschärfe im Nahbereich leben kannst".
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Rainer Hey
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« Antworten #8 am: 04. November 2005, 18:29:52 » |
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Was mir am Herzen lag, war diesem ewig negativen Berichten über: "...Werbegag von Steiner..." alles: "...Verbrauchertäuschung..." mal etwas entgegenzusetzen was nicht in der Theorie über die Optik von Ferngläsern auftaucht und das ist das Empfinden des Nutzers. Fest steht, daß Steiner eine Fähigkeit des menschlichen Auges als technische Errungenschaft verkauft - in einer Art und Weise, die offensichtlich die eigenen Techniker nicht nachvollziehen können (wenn man den Berichten in anderen Foren vertrauen darf). Ob man das als kreative Werbung oder als Verbrauchertäuschung bezeichnet, muß jeder für sich selber entscheiden. Der Effekt der Schärfentiefe ist ja durchaus existent; der Witz ist nur, daß er bei einem anderen Glas mit gleichen (!) technischen Daten gleichermaßen wirkt. Wer deshalb auf Grund der Werbung diesen Effekt in seinem gerade eben erworbenen Glas sucht, wird ihn natürlich finden - unabhängig davon, ob er an einen Geniestreich von Steiner glaubt oder mit der Physiologie des Auges vertraut ist. Gruß Rainer
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Emskopp
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« Antworten #9 am: 23. Februar 2006, 13:45:40 » |
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Also aus Erfahrung kann ich schon sagen das eine Markenglas wenentlich besser als ein Billigglas ist. Ich hatte ein BOB 8 x 56 und habe ein Leica 7 x 42. Zusammenfassend kann ich sagen das das Leica trotz geringerer optischer Werte mehr sichtbar macht. Sowohl am Tage als auch in der Dämmerung. Ich denke es ist wichtig zunächst einen Anforderungenkatalog zu erstellen. Wer keine Brille hat braucht keine Brillenträgerokulare, wer nur im weiter entfernten Bereich (vileicht ab 30 m) beobachtet braucht nicht unbedingt eine zentrale Focusverstellung, wer es nur am Tag benutzt braucht keine grßen Objektive, usw. Das hat natürlich immer auch etwas mit dem Preis zu tun, was natürlch auch begrenzt ist. Mann sollte allerdings hier nicht Birnen mit Äpfel vergleichen. Die Randschärfe ist schon deutlich wahrnehmbar. Ebenso das Gesichtsfel. Bei der Transmission muss man sich schon auf Fachzeitschriften etc. verlassen. Eine Wackelige Mechanik (oft bei Gläsern ohne echte Innenfokusierung an den Verschiebeokularen) ist oft schlechter als keine. Auch Vergütungen haben Ihren Sinn aber auch Preis. Jäger benutzen Ferngläser relativ lange und oft bei geringem Licht. Natürlich gewinnt hier die Qualität eine andere Bedeutung. Wer ein begrenztes Buget hat und nicht den Nahbereich benötigt ist mit eiem Steiner sicher besser bedient als mit eienem 150€ Produkt aus dem Asiatischen Raum. Auch ein gebrauchtes (Amee-)Glas kann besser als ein Neues sein. Manchmal gibt es günstig Austellungsware. Es hilft nichts, nur wer weiss was er braucht und will, kann für sich das geeignetste Produkt auswählen. Ausprobieren, möglichst mehrere Modelle nebeneinander, ungestört unter vorgesehenen Bedingugen, ist das Beste. Vieleicht die Ergebnisse auch hier Veröffendlichen, schließlich profitierst du auch von der Erfahrung anderer.
MFG Emskopp
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Emskopp
Gast
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« Antworten #10 am: 25. Februar 2006, 15:13:22 » |
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Da du nur bei Nacht (was wohl nur bei mehr oder weninger mondschein geht) beobachten willst, brauchst du natürlich ein großes Objektiv. Ob nun 56 mm sein müssen kann man in frage stellen. 8 x 50 oder 7 x 42 können auch reichen. Die maximale Pupillengröße deiner Augen ist individuell und nimmt im Alter ab. 8 mm Pupillengröße schaffen viele nicht. (Objektivdurchmesser geteilt durch Vergrößerung) Viele drehen mit zunehmener Dämmerung die Fokusierung nach, um besser zu sehen. Das ist beim Steiner nicht möglich. - Andererseits kann man beim Steiner auch nicht versehendlich verstellen. Denn im Dunklen fokussieren ist auch recht schwirig. Weiter sollten ohnehin nicht zu hohe Ansprüche gestellt werden, da Nachtgläser keine Nachtsichtgeräte sind. Wo kein Licht ist kannn man auch nichts sehen. (gilt sogar für Nachtsichtgeräte, aber die arbeiten auch im unsichtbaren Infrarotbereich brauchen schon mal eine IR- Beleuchungsquelle. Natürlich ist eine gute Vergütung notwendig. Je höher der Lichtdurchlassgrat ist desto eher kannst du was erkennen. Hier sind die Topmarken mit um 90 % natürlich den Mittelmaß oder dem Billigmarken (real bei al 70 % ) deutlich überlegen. Hier ist auch die Begründung, warum mein BOB dem kleineren Leica unterlegen ist. Was nützen 8 mm wenn nur 10 - 20 % weniger Licht durchkommt. Daher auch die Vorliebe für die Hochpreismarken bei Jägern.
MFG Emskopp
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