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Autor Thema: Tipps für Sportfotos-Hunderennbahn?  (Gelesen 1842 mal)
denise
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« am: 14. September 2005, 18:49:01 »

Hallo,

ich möchte am Wochenende Sportfotos auf einer Hunderennbahn machen. Ich habe eine Nikon F70 mit einem Nikon Objektiv 80-200mm. Hab leider noch keine Erfahrung mit dem Sportprogramm der Nikon.

Danke im voraus :-)

Denise
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Rainer Hey
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« Antworten #1 am: 14. September 2005, 21:38:16 »

Hallo Denise,

ich halte die Motivprogramme für wenig sinnvoll, weil die Kombination von Belichtungszeit und Blende, die sich das Programm aussucht, nicht unbedingt diejenige ist, die dem Bildergebnis dient.

Gewöhne Dich am besten daran, mit Zeit- bzw. Blendenpriorät zu arbeiten. Ich selber bevorzuge Blendenvorwahl (Av) - ist z.T. auch Gewohnheitssache. So gewöhnst Du Dich daran, bewußt einen der Paramter auszuwählen - und zwar so, daß sich das gewünschte Ergebnis einstellt. Eine komplett offene Blende bewirkt z.B. die kürzestmögliche Belichtungszeit, reduziert allerdings die Schärfentiefe auf das Minimum.

Das Sportprogramm wird vermutlich möglichst kurze Belichtungszeiten und damit eine große Blendenöffnung einstellen. Das kann sinnvoll sein, muß aber nicht. Mit kurzen Belichtungszeiten friert man die Bewegungen ein. Die Bilder wirken dann oft statisch - die schnelle Beweguing drückt sich nicht im Bild aus. Besser ist es meist, die Belichtungszeit nicht zu kurz zu wählen und dafür die Kamera mitzuziehen. Der Hintergrund verwischt, die Beine der Hunde evtl. auch (durch die Eigenbewegung der Beine), was aber in diesem Fall gewollt ist.

Konkrete Zeit/Blendenkombinationen mußt Du selber herausfinden. Da ist Experimentieren angesagt. Es kommt darauf an, wie nah Du bei den Tieren bist, in welcher Richtung in Bezug auf den Kamerastandort die Bewegung stattfindet und nicht zuletzt auf die Lichtverhältnisse, Objektivlichtstärke und Filmempfindlichkeit. Nimm genug Filme mit und notiere Dir vor den einzelnen Rennen die Einstellungen, damit sich auch tatsächlich ein Lerneffekt einstellen kann. Wenn unter 36 Aufnahmen eine handvoll gelungene Bilder herauskommen, ist das eine gute Quote. Übung macht die Meisterin.

Ich würde 400 ASA-Filme nehmen, damit auch kurze Belichtungszeiten möglich sind, falls gewollt.

Falls Du mit den technischen Zusammenhängen von Belichtungszeit, Blende etc. nicht vertraut bist, mache Dich hier kundig:

www.fotolehrgang.de

Gruß

Rainer
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denise
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« Antworten #2 am: 14. September 2005, 21:48:14 »

Hallo Rainer,

vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich fotografiere eigentlich auch immer mit Vorwahl der Blende. Ich werd dann deinen Rat befolgen, und einfach beides ausprobieren, Einstellungen notieren etc. Ich bin froh, wenn eins zwei gute rauskommen, für den Anfang jedenfalls.

Die Bewegung einfrieren ist doch meistens gewollt, zB. um den Hund wirklich in der Flugphase zu erwischen. Und sie sind verdammt schnell :-)

Hast Du vielleicht eine Buchempfehlung?

lg Denise
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Rainer Hey
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« Antworten #3 am: 14. September 2005, 22:32:31 »

Hallo Denise,

ob das Einfrieren gewollt ist oder nicht, hängt davon ab, ob man es will oder nicht :-)

Man könnte es wollen, wenn es darum geht, die Haltung des Hundes im nachhinein zu studieren - als Dokument sozusagen. Vom fotografischen Standpunkt aus gesehen sind diese Art Bilder aber eher suboptimal. Es erinnert mehr an einen Zaubertrick als an einen schnellen Hund:

http://www.afghanen-kalender.de/windhundnews.htm

(auf die Schnelle konnte ich kein Beispiel in einer besseren Auflösung finden):

Wenn es aber darum geht, die Schnelligkeit der Tiere im Bild auszudrücken, sollte diese erkennbar sein. Verwischte Hintergründe oder Beine sind dafür ein Ausrucksmittel. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Das hier meine ich:

http://karl-vock.at/cup_2004-4/accepted/pages/3_14404_Windhund-3-1.htm

So stelle ich mir ein gutes Foto vor.

Den o.g. Fotolehrgang gibt es auch als Buch.

Gruß

Rainer
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denise
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« Antworten #4 am: 15. September 2005, 08:23:15 »

Hallo Rainer,

ich geb Dir bezüglich der Definition gute Bilder ja eh recht!!! Aber ich fürchte, davon bn ich noch ganz weit entfernt. :-) Und dann lieber ein ganz scharfes als ein vollkommen unscharfes. Aber mal seh. Vielleicht überrasch ich mich ja selbst.

sind tolle Fotos, die Du geschickt hast. Vor allem das zweite. So würd ich mir das von meinem auch mal wünschen...

lg Denise
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