Hallo Denise,
ich halte die Motivprogramme für wenig sinnvoll, weil die Kombination von Belichtungszeit und Blende, die sich das Programm aussucht, nicht unbedingt diejenige ist, die dem Bildergebnis dient.
Gewöhne Dich am besten daran, mit Zeit- bzw. Blendenpriorät zu arbeiten. Ich selber bevorzuge Blendenvorwahl (Av) - ist z.T. auch Gewohnheitssache. So gewöhnst Du Dich daran, bewußt einen der Paramter auszuwählen - und zwar so, daß sich das gewünschte Ergebnis einstellt. Eine komplett offene Blende bewirkt z.B. die kürzestmögliche Belichtungszeit, reduziert allerdings die Schärfentiefe auf das Minimum.
Das Sportprogramm wird vermutlich möglichst kurze Belichtungszeiten und damit eine große Blendenöffnung einstellen. Das kann sinnvoll sein, muß aber nicht. Mit kurzen Belichtungszeiten friert man die Bewegungen ein. Die Bilder wirken dann oft statisch - die schnelle Beweguing drückt sich nicht im Bild aus. Besser ist es meist, die Belichtungszeit nicht zu kurz zu wählen und dafür die Kamera mitzuziehen. Der Hintergrund verwischt, die Beine der Hunde evtl. auch (durch die Eigenbewegung der Beine), was aber in diesem Fall gewollt ist.
Konkrete Zeit/Blendenkombinationen mußt Du selber herausfinden. Da ist Experimentieren angesagt. Es kommt darauf an, wie nah Du bei den Tieren bist, in welcher Richtung in Bezug auf den Kamerastandort die Bewegung stattfindet und nicht zuletzt auf die Lichtverhältnisse, Objektivlichtstärke und Filmempfindlichkeit. Nimm genug Filme mit und notiere Dir vor den einzelnen Rennen die Einstellungen, damit sich auch tatsächlich ein Lerneffekt einstellen kann. Wenn unter 36 Aufnahmen eine handvoll gelungene Bilder herauskommen, ist das eine gute Quote. Übung macht die Meisterin.
Ich würde 400 ASA-Filme nehmen, damit auch kurze Belichtungszeiten möglich sind, falls gewollt.
Falls Du mit den technischen Zusammenhängen von Belichtungszeit, Blende etc. nicht vertraut bist, mache Dich hier kundig:
www.fotolehrgang.deGruß
Rainer