06. Februar 2012, 10:38:34
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Autor Thema: Anmerkungen zur neuen Ricoh Caplio GX  (Gelesen 30322 mal)
Rainer Hey
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« am: 21. Juni 2004, 10:44:53 »

Hallo,

Zur Erinnerung: mein vorsichtiger Einstieg in die Digitalfotografie bestand im Erwerb einer Ricoh G3s vor ca. 9 Monaten (!). Die Erfahrungen mit der neuen Technik sollten die Weichen stellen, ob die erste digitale Kamera gleichzeitig die letzte sein sollte oder ob die Abwehrkräfte gegen den digitalen Virus doch nicht stark genug sein sollten.

Letzteres ist der Fall, und so wurde ich hellhörig, als ich von der Caplio GX hörte, die nach der G4 sozusagen die Enkelin meiner G3 ist.

Ich erinnerte mich an eine Idee, die Michael Hager in einer Mail zum Jahreswechsel äußerte. Es ging darum, ob ich Lust hätte, eine Kamera für ein paar Tage zu testen und einen Erfahrungsbericht für das Forum zu schreiben.

Darauf wieder angesprochen, war Micheal sofort dafür (im Delegieren ist er ja Spitze!) und holte sich gleich den Segen seines Brötchengebers.

Vorab eine Anmerkung:

Es liegt auf der Hand, daß ein solcher Erfahrungsbericht kein objektiver Test sein kann. Dazu fehlt mir das technische Equipment und, ehrlich gesagt, auch die Lust. Mir geht es darum, eigene Erfahrungen zu sammeln, um die Fragen, die hier im Forum und von Freunden/Bekannten an mich herangetragen werden, auf ein besseres Fundament zu stellen.

Die erschien mir deshalb interessant, weil sie durch die Kombination von einigen einzeln eigentlich wenig spektakulären Merkmalen doch eine Alleinstellung im Markt einnimmt. Dies sind

1. das Zoomobjektiv, das im Weitwinkelbereich bei 28 mm KB-Äquivalent beginnt.
2. schnelle Einschaltzeit/kurze Auslöseverzögerung
3. manuelle Einstellung von Zeit/Blende
4. der Zubehörschuh (Blitzschuh).
5. Preis unter 350 Euro.

Beim Design des Gehäuses und bei der Anordnung der Bedienelemente hat Ricoh gute Arbeit geleistet. Einhandbedienung ist kein Problem. Das Display ist auf 1,8 Zoll gewachsen. Außerdem haben mir schwarze Kameras schon immer besser gefallen als die aktuellen Silberfische :-)

Dank einer zusätzlichen Taste sind Einstellungen, die man gerne öfter ändert, schnell zugänglich (Belichtungskorrektur, Weißabgleich, ISO-Empfindlichkeit, Fokuspunkt im Makrobereich). Genial ist das Histogramm, das sich im Aufnahmemodus in die untere rechte Ecke des Display einblenden läßt. Ich weiß nicht, wie ich über Monate ohne dieses Feature leben konnte - eine echte Hilfe, um Fehlbelichtungen zu vermeiden.

Die G3(s) war schon nicht die langsamste; die GX legt im Tempo noch einen drauf. Ein kurzer Druck auf die Powertaste und das Objektiv ist in weniger als einer Sekunde in Position. Auch bei der Auslöseverzögerung (inkl. AF) dürfte die GX in der oberen Liga mitspielen. Nach zwei schnellen Schnappschüssen braucht die Kamera aber leider eine deutliche Verschnaufpause, um die Ergbnisse zu speichern (mit zwei verschiedenen SD-Karten identische Ergebnisse).

Die manuelle Einstellung funktioniert ähnlich wie einer Spiegelreflexkamera. Man bringt das Programmrad in die Position A/M und kann mit dem geriffelten Stellrad oben auf dem Griffwulst in Auslösernähe) die Blende wählen, wobei sich die Zeit automatisch einstellt (Modus A). Bei gleichzeitigem Drücken der oberen Pfeiltaste wird mit dem Stellrad auch die Zeit manuell vorgegeben (M-Modus) Im Display erscheint dann eine Lichtwaage, mit deren Hilfe man die Belichtung genau einstellen kann. Die jeweiligen Werte von Zeit und Blende werden im Display angezeigt. Besser geht es nicht. Leider kennt die Ricoh nur drei Blendenwerte (Minimum, Mittelwert, Maximum), die je nach Zoomstellung variieren. Ob dieser Nachteil praxisrelevent ist, kann ich zur Zeit nicht beurteilen - man wird wohl mit leben können.

Was mir überhaupt nicht gefallen hat, ist die Zoomwippe, die sich bei den Ricohs auf der Kamerarückseite in Daumennähe befindet. Man hat den Druckpunkt, der das Einstellen bei der G3(s) fühlbar machte, wegrationalisiert. So passierte es mir laufend, daß ich mit meinem Daumen ungewollt die Brennweite in Richtung Tele verstellt habe - ein echter Nachteil, wenn man die Kamera mit einer Hand hält und nicht gerade auf dem Display die Panne sofort endeckt (z.B. beim Fotografieren mit hoch gehaltener Kamera).

Positiv anzumerken ist wiederum die Fähigkeit der GX im Makrobereich, wo auch schon die G3(s) ihre Stärken hatte. Auch wenn die 1-cm-Nahgrenze mehr ein theoretischer Wert sind - mit der GX bekommt die Welt der kleinen Dinge ein Gesicht. Kleine Tautropfen auf Blättern, Insekten auf der Blüte, Blattstrukturen im Gegenlicht - das klappt auch bei Vollautomatik problemlos.

Insgesamt (nicht nur bei Makroaufnahmen) scheint es mir allerdings ratsam, die Belichtungskorrektor auf -0,3 oder -0,7 zu stellen, da die Spitzlichter sonst etwas ausgefressen wirken. Das mag bei schattigen Motiven wieder anders aussehen. In der EBV ist eine Unterbelichtung jedenfalls einfacher zu korrigieren als eine Überbelichtung. Die Standardeinstellung ist die Matrixmessung; etwas anderes habe ich nicht ausprobiert. Mittenbetonte und Spotmessung sind jedenfalls vorhanden.

Obwohl ich selten mit Blitzglicht fotografiere, war ich auf die Möglichkeiten neugierig, wie die GX zusammen mit einem externen Blitzgerät arbeitet. Dank der manuellen Blendenvorwahl ist es schließlich kein Problem mehr, einen Sensorblitz zu verwenden. Blende von Kamera und Blitz (manuell) abgleichen und schon geht es los.

Funktioniert prima, aaaaaber

leider haben die Ricoh-Ingenieure nicht zu Ende gedacht. Ob man es glaubt oder nicht, der Synchronkontakt ist nur aktiviert, wenn auch der interne Blitz zugeschaltet ist. Wer also - wie ich in meiner Naivität - denkt, daß man mit einem externen Blitzgerät die langen Blitzfolgezeiten der internen Blitzfunzel übergehen kann, der ist ganz tüchtig auf dem Holzweg. Man kann nur hoffen, daß dieser offensichtliche Designfehler in einem Firmware-Update behoben werden kann.

Und wo die Stimmung gerade der augenblicklichen kühlen Wetterlage angeglichen ist: von den zusätzlichen 2 Millionen Pixeln im Vergleich zur G3(s) hatte ich mir auch mehr versprochen. Ich weiß - selbstgemachte Vergleichsbilder sind problematisch. Aber ich hatte auf meinem Fotospaziergang am Sonntagmorgen beide Kameras mitgenommen (G3s und GX), um einige Motive sozusagen synchron zu fotografieren. Ich hatte von einer 5-MP-Kamera eine bessere Auflösung in den Details erwartet als von dem 3-MP-Modell aus gleichem Hause. Aber wie so oft bewahrheitet sich der Ratschlag, daß Megapixel alleine kein Kriterium sind.

Zufällig habe ich noch Bilder auf der Festplatte, die ich mit einer geliehenen Canon A80 an gleichen Standorten gemacht hatte und als sichtbare Verbesserung gegenüber der Ricoh 3Gs empfand, obwohl der Sensor nur 4 MP hat.

Deshalb von der Caplio GX abzuraten wäre sicher zu einfach; dafür ist die Canon A80 zu langsam und hat weniger Leistung im Makrobereich. Aber solange die Marktpreise in ähnlicher Größenordnung liegen, kann man jedem, der den  Markt nach Alternativen in diesem Preissegment absucht, nicht böse sein.

Ich schließe hier den Bericht, damit er nicht zu unübersichtlich wird. Möglicherweise habe ich auch etwas vergessen, was anderen Usern wichtig ist. Zusätzliche Frage beantworte ich gerne, sofern möglich. Anregungen nehme ich ebenfalls gerne entgegen. Und nein, die Video/Direktdruck/Diktierfunktionen werde ich nicht ausprobieren :-)

Mangels DSL werde ich die Fotos auf CD brennen und mit der Kamera zusammen an Foto Erhardt schicken. Michael wird dann eine Auswahl online stellen.

Ein Dank nochmals an Michael und Foto-Erhardt für vorübergehende Überlassung des Vorführmodells. Wenn die Idee Zuspruch findet, können wir gerne mit der nächsten Kamera in die zweite Runde gehen.

Viele Grüße

Rainer
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michael Hager
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« Antworten #1 am: 21. Juni 2004, 14:27:22 »

Ich möchte mich erstmal bei Rainer bedanken, dafür dass er seine Freizeit geopfert hat um uns diesen Erfahrungsbericht zu schreiben.
Was ich von den "Meinungsportalen" halte, in denen irgendwer anonym seine Meinung zu Kameras äußert, die er evtl. nur vom Hörensagen kennt, dürfte allgemein bekannt sein :-)
Ich finde es klasse, das "wir hier" mit Rainer nun einen "über jeden Verdacht erhabenen unabhängigen Tester" haben!
Ich freue mich schon auf die "Testbilder" der GX, die dann umgehnend hier eingestellt werden.
Auch von mir aus können wir so etwas gern "wiederholen" und ich hoffe, dass die Zugriffszahlen auf diesen Bericht entsprechend sein werden, so dass weitere Tests auch von der Geschäftsleitung abgesegnet werden.
Aufgrund der Bekanntheit unserer Site sind auch die Hersteller bzw. der entsprechende Aussendienst erpicht darauf ihre Produkte bei uns besprochen zu sehen :-)
Aus diesem Grund habe ich gleich mal ein neues Forum eröffnet und diesen Bericht dort hineingeschoben ;-)

Dank an Rainer und allen anderen viel Spass im neuen Forumbereich ... michael
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« Antworten #2 am: 23. Juni 2004, 12:59:21 »

Klasse Erfahrungsbericht.
Besitze die GX nun auch schon über eine Woche ebenso die G3 seit etwa einem Jahr. Die Erfahrungen von von Rainer Hey kann ich nur zustimmen. Auch im Vergleich zur G3 habe ich mir etwas mehr von 5 Megapixel versprochen. Die Zoomwippe habe ich bei Ricoh schon als defekt gemeldet - erhielt aber tagsdrauf die Antwort, daß die Taste bzw. Wippe etwas Spiel hätte und dies auch so in Ordnung sei. M. E. recht ungewohnt und auch nicht logisch zu den übrigen Tasten der Kamera.
Wilhelm Frings
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Gast
« Antworten #3 am: 23. Juni 2004, 23:33:27 »

Zitat von: "Rainer Hey"
Außerdem haben mir schwarze Kameras schon immer besser gefallen als die aktuellen Silberfische :-)
Ist wohl alles Geschmacksache! Zwinkernd Meine silberne G3 gefällt mir eigendlich ganz gut, und wie gut mir die schwarze GX gefällt, kann ich erst sagen, wenn ich mal eine real gesehen habe, bzw. ich die wahrscheinlich demnächst in meinen Händen habe. Zwinkernd
Aber Rot würde mir am Besten gefallen!  :love1:

Wolfgang
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michael Hager
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« Antworten #4 am: 24. Juni 2004, 00:38:37 »

Hi,
ich möchte hier noch einmal auf das "Problem" der 5 Mio-Kameras eingehen.
Ricoh hat in der G3/G4 (beide 3 Mio Pixel) einen 1:2,7" CCD eingesetzt und zum Glück bei der GX einen 1:1,8" CCD, d.h. die Fläche ist schon deutlich größer geworden und damit u.a. das Problem des Rauschens ohne größere Klimmzüge in den Griff zu bekommen.
Die von Rainer angesprochene Canon A80 setzt auch einen 1:1,8" CCD ein allerdings mit "nur" 4 Mio Pixel. Sprich die GX kann nicht viel besser sein als die A80, was die Bildqualität angeht, da die Rauschunterdrückung kräftiger arbeiten muss und ist je nach Motiv, Lichtsituation und eingestellter ISO der A80 von der Bildqualität her ab und an sogar leicht unterlegen.
Sony setzt z.B. bei der ultraschicken T1 einen 1:2,4" CCD mit 5 Mio Pixel ein (ein größerer CCD paßt leider nicht in das flache Gehäuse) - nun kann jeder nachvollziehen, was das bedeutet. Es muss sehr viel Aufwand betrieben werden, damit die Bilder der T1 annähernd die Qualität einer guten 4 Megapixel-Kamera erreichen. An die Bildqualität einer GX wird sie (trotz Zeiss-Optik) IMO wohl kaum heranreichen.

Sicher wäre eine GX mit 4 Mio (was die Bildqualität angeht noch) besser gewesen, aber "das Volk" brüllt leider immer noch mehrheitlich (meist aus Unwissenheit) nach 5 (oder mehr) Mio Pixel.

Sich "nur" wegen der 5 Mio Pixel eine GX zu kaufen oder von einer G3/G4 "aufzusteigen" ist nicht sinnvoll - man(n) muss die 5 Megapixel halt "mit in Kauf nehmen" um die Vorzüge (und das sind ja nicht wenige) der Kamera zu erhalten :-) und dies macht (auch nach meiner Meinung) bei der GX durchaus Sinn ... michael
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« Antworten #5 am: 30. Juni 2004, 15:52:08 »

Hallo,

ein Tipp zum Problem des langsamen Speicherns: Nach Rückfrage beim Ricoh-Support habe ich mir eine (leider teure) Panasonic-Karte gekauft. Damit gehts wirklich sehr fix! Kein Vergleich mit meiner alten Sandisk. Der Support hat mir auch nur Panasonic und alternativ Toshiba empfohlen. Anscheinend hat die GX mit anderen Karten kleinere Problemchen.

Ansonsten bin ich wirklich sehr zufrieden mit der Cam, auch mit der Bildqualität. Nur der Blitzschuh...

Grüße

Jürgen
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Gast
« Antworten #6 am: 07. Juli 2004, 21:09:18 »

ich wollte nur nachfragen, ob die kamera denn IR-tauglich ist (für IR-Filter).
Weiters habe ich gelesen, dass für diese Kamera ein Objektiv-Adapter (da ja kein gewinde oben ist) erhältlich sein soll. Konnte dieses aber nirgends finden.

Wäre euch sehr dankbar wenn ihr mir unter no_quarter@gmx.at antworten könntet.

Danke,
Michael
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michael Hager
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« Antworten #7 am: 07. Juli 2004, 21:56:46 »

Hi Namensvetter,
bitte Anfrage bzgl. Lieferfähigkeit des Adapters an
verkauf at foto-erhardt dot de :-)
Deine Eingangsfrage kann ich erst am Freitag beantworten, dann bin ich wieder in der Firma :-) ... michael
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Rainer Hey
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« Antworten #8 am: 07. Juli 2004, 21:58:15 »

HAllo Michael,

wenn Du Antworten an Deine Mailadresse wünschst, solltest Du Deine Fragen an den Verkauf von Foto Erhardt stellen.

Für Foren gilt die Regel "wer posten kann, kann auch lesen". Der Sinn des Forums ist nämlich, daß alle Leser etwas von den Antworten haben sollen.

Zur IR-Tauglichkeit kann ich nichts sagen. Ich habe gerade mal den IR-Test mit meiner Ricoh G3s gemacht (Reaktion auf TV-Fernbedienung) - er ist positiv, d.h. das Leuchten der IR-LED ist auf dem Display zu erkennen. Man kann davon ausgehen, daß sich die die GX analog verhält. Vorsichtshalber würde ich aber vor dem Kauf im Laden den Test machen.

Der Objektivadapter wird selbst in der Anleitung nicht erwähnt; es muß m.E. aber einen geben, weil Ricoh einen WW-Konverter als Zubehör erwähnt (merkwürdig genug, Tele-Konverter wäre sinnvoller).

Evtl. gibt es von Zubehörherstellern wie Soligor eine Adapterlösung.

Gruß

Rainer
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« Antworten #9 am: 07. Juli 2004, 22:02:25 »

Hi Jürgen,
die Sandisk SD ist generell sehr, sehr langsam!
Sprich 1,5 Read und 0,8 Write!
Im Vergleich dazu Panasonic = 8,7 / 5,4 (max.)!
Erst die SanDisk Ultra II SD erreicht gleiche Werte wie die "normale" Panasonic SD Karte, allerdings dann für etwas mehr Euro :-)
Von Toshiba habe ich leider noch keine Werte, schaunmermal ... michael
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« Antworten #10 am: 10. Juli 2004, 01:33:19 »

Hallo zusammen,

ich habe mir bei *.de die Toshiba Ultra Speed gekauft (10 / 10). Mangels Vergleichsmöglichkeit kann ich die Geschwindigkeit nur in sofern beurteilen, dass das Schreiben recht fix geht.
Eine Frage noch zum AF-Hilfslicht: Meine GX ist hat bei schattigem Innenlicht Probleme beim fokussieren. Bei meiner Spiegelrefex von Canon kann ich das Hilfslicht sehen. Kann man das bei der Gx auch? Könnt ihr ähnliches berichten?

Gruß Sören
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Rainer Hey
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« Antworten #11 am: 10. Juli 2004, 10:10:19 »

Hallo Sören,

bei der GX kann man das AF-Hilfslicht nicht sehen, weil es keins gibt :-) Die beiden Bullaugen zwischen Sucherfenster und Blitz sind passive Sensoren (Phasendetektoren). Ich muß aber zugeben, daß ich mir die gleiche Frage gestellt hatte, als ich meine Ricoh G3, die von der Technik her ähnlich ist, zum ersten Mal in der Hand hatte.

Mit dem fehlenden AF-Hilfslicht ist die GX allerdings in guter Gesellschaft. Selbst Kameras, die dreimal so viel kosten (Canon Pro1, Minolta A2 usw.), haben keins.

Gruß

Rainer
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« Antworten #12 am: 10. Juli 2004, 15:22:38 »

Zitat
Mit dem fehlenden AF-Hilfslicht ist die GX allerdings in guter Gesellschaft. Selbst Kameras, die dreimal so viel kosten (Canon Pro1, Minolta A2 usw.), haben keins.


Wobei man zur "Ehrenrettung" dieser Kameras sagen muss, dass sie mittels externem Biltz über eine IR-AF-Steuerung verfügen. Ob die Hersteller dadurch unbedingt mehr Blitzgeräte verkaufen lassen wir mal dahingestellt - geht man eine Klasse höher (300D und D70, gibt es wieder ein Hilfslicht, warum also nicht auch in der 1000 Euro-Klasse?).
Übrigens:
in den technischen Daten der GX wird von "mit AF +++auxiliary light" gesprochen, was ja übersetzt wohl Hilfslicht heißt. In einigen Meldungen zur GX wurde der Kamera dann auch ein Hilfslicht angedichtet.
In der englischen Anleitung steht dann auch:
"When shooting in a dark place, the AF auxiliary
lamp may flash to raise the focusing
performance. If the flash is switched to off,
the AF auxiliary lamp does not flash."
oder in Deutsch:
"Wenn der Blitz ausgeschaltet ist, leuchtet
die AF-Unterstützungsleuchte die beim
Scharfstellen in dunkler Umgebung hilft
nicht auf."

Trotz größter Anstrengungen ist es mir nicht gelungen eine "Unterstützungleuchte" an der GX zu entdecken oder diese zum leuchten zu bringen :-)

Hat irgendwer schon besagte Leuchte leuchten sehen? ... michael
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Rainer Hey
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« Antworten #13 am: 11. Juli 2004, 11:49:32 »

Zitat von: "Anonymous"
Trotz größter Anstrengungen ist es mir nicht gelungen eine "Unterstützungleuchte" an der GX zu entdecken oder diese zum leuchten zu bringen :-)

Hat irgendwer schon besagte Leuchte leuchten sehen? ... michael


Ich habe mir gestern die entsprechenden Passagen in der Anleitung nochmals angesehen.

Es wird darauf hingewiesen, daß die Leuchte nicht funktioniert, wenn der Blitz deaktiviert ist. Dies könnte darauf hindeuten, daß mit der Leuchte ein wie auch immer gearteter Meßblitz gemeint ist und dann ein Tollmetscher (Schreibfehler beabsichtigt!) daraus eine AF-Hilfsleuchte gemacht hat.

Allerdings ist mir ein solcher Vorblitz nicht aufgefallen. Vielleicht können ja diejenigen, die die Kamera zur Verfügunghaben, meine Interpretation überprüfen.

Gruß

Rainer
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« Antworten #14 am: 11. Juli 2004, 13:04:43 »

Hi Rainer,
war auch mein Gedanke :-)
Aber ... es kam und kommt kein Messblitz (den wir ja von einigen Olympus-Modellen her gut kennen). Ich habe es bei allen Lichtverhältnissen probiert und auch von der Geräuschentwicklung deutet nichts auf einen Messvorblitz hin, der bei schlechten Lichtverhältnissen oder unzureichendem Kontrast gezündet wird.

So scheidet ein Übersetzungsfehler wohl aus und es ist anzunehmen, dass dieses Feature geplant (und bereits in den japanischen Anleitungen vorhanden) war, aber entweder ganz oder (eher unwahrscheinlich) nur bei europäischen Modellen weggelassen wurde.

Ein Anfrage an die Firma Ricoh läuft :-) ... michael
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